Fußball

Was Udo Fraunholz zum Rücktritt als Trainer der SG Heustreu/Hollstadt bewegt hat

Udo Fraunholz (im Bild) ist als Trainer der SG Heustreu/Hollstadt zurückgetreten. Foto: Anand Anders

Sportlich hat sich die SG Heustreu/Hollstadt mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet. 2:3 endete die Partie in der Fußball-Kreisklasse Rhön 2 gegen Schlusslicht SG Hendungen-Sondheim/Grabfeld. Ein Rückschlag für die Spielgemeinschaft, die im neuen Jahr vom siebten Platz aus wieder ins Rennen geht. Es war das letzte Spiel unter Trainer Udo Fraunholz, wie er im Gespräch mit dieser Redaktion bestätigt hat.

Einige Tage später habe er seinen Rücktritt erklärt, sagt der 55-Jährige. Warum? "Ich lasse mir von einem Abteilungsleiter nicht sagen, wie viele Vorbereitungsspiele wir bestreiten und gegen wen wir spielen. Das entscheide ich." Mit wem genau er aneinandergeraten sei, mochte Fraunholz nicht sagen. Er wolle keine schmutzige Wäsche waschen, weil er zu einigen bei der Spielgemeinschaft noch einen sehr guten Draht habe. Namentlich erwähnte er Torwarttrainer Günther Bialowas.

Auf Nachfrage bestätigte Jürgen Metz vom TSV Heustreu, dass er der von Fraunholz gemeinte Abteilungsleiter war. Mehr mochte Metz nicht sagen: "Das Thema ist durch." 

Im Sommer hätte Fraunholz sowieso in Heustreu/Hollstadt aufgehört

Somit endet die Zeit des Sömmersdorfers bei der SG Heustreu/Hollstadt ein halbes Jahr früher als gedacht. Zum Ende der laufenden Saison habe er den Kreisklassisten ohnehin verlassen wollen, sagt Fraunholz. "Er hat uns darüber schon im Oktober informiert", bestätigt Bernd Hemmert aus dem Vorstandstrio des TSV Heustreu. Und ergänzt: "Wir waren zufrieden mit seiner Arbeit und hätten das halbe Jahr mit ihm durchgezogen." Der Versuch, Fraunholz zum Verbleib bis zum Saisonende zu bewegen, scheiterte.

Manuel Mainz (im Bild) trainiert künftig den Kreisklassisten SG Heustreu/Hollstadt. Foto: Florian Karlein

Mit Manuel Mainz hat die SG Heustreu/Hollstadt bereits einen neuen Trainer verpflichtet. Er war einer derjenigen, mit denen die Verantwortlichen bereits vor dem Rücktritt von Udo Fraunholz über dessen Nachfolge gesprochen hatten. "Er ist unser Wunschtrainer", sagt Jürgen Metz. Mainz hatte in der Hinrunde einige Male als Spieler bei der SG ausgeholfen. In seiner fußballerisch erfolgreichsten Zeit trug er unter anderem das Trikot des damaligen Bezirksoberligisten TSV Aubstadt. Auch für den FC 06 Bad Kissingen und den SV Burgwallbach war er aktiv.

Die Zusammenarbeit mit Manuel Mainz ist langfristig ausgelegt

"Ich will die Mannschaft weiterentwickeln und Jugendspieler in die Mannschaft integrieren", sagt Mainz über seine Pläne mit der SG Heustreu/Hollstadt. Die Zusammenarbeit sei längerfristig angelegt. Der 40-Jährige war einige Jahre lang am DFB-Stützpunkt Großbardorf tätig, an dem er immer noch aushilft. Seit einigen Jahren bildet Mainz für den Bayerischen Fußball-Verband Trainer aus. Mit den SG-Verantwortlichen ist vereinbart, dass er für die Verbände auch weiterhin tätig bleibt.

Auch Udo Fraunholz zählte einst zu Mainz' Schülern, seither pflegen sie ein gutes Verhältnis. "Ein guter Mann", sagt Fraunholz über seinen Nachfolger. "Ich schätze ihn sehr", antwortet Mainz. Der sich im nächsten Jahr für den Lehrgang zur A-Lizenz bewerben will. Wie sehen die Zukunftspläne von Fraunholz aus? "Ich bin offen für Neues."