Fußball

Was sich Bastian Kleinhenz für seine neue Aufgabe vornimmt

Der neue Jugendspielgruppenleiter Bastian Kleinhenz (im Bild) gehört dem VfR Stadt Bischofsheim an. Foto: Bernhard Kleinhenz

Auf eine Perspektive, wann sie wieder organisiert Fußball spielen dürfen, müssen Kinder und Jugendliche sowie ihre Vereinstrainer weiterhin warten. So der Ball in Zukunft rollt, stehen ihnen beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) neue Ansprechpartner für den Kreis Rhön zur Verfügung. Einer von ihnen ist Bastian Kleinhenz, der dieser Tage zum Junioren-Spielgruppenleiter berufen worden ist.

Das bisherige Team mit Kreis-Jugendleiter Markus Winterstein (Wildflecken) sowie den beiden Jugendspielgruppenleiter Michael Moritz (Oerlenbach) und Thomas Habermann (Oberstreu) war aus verschiedenen Gründen Ende Dezember zurückgetreten. Mit Alexander Schreiner (Ebenhausen, Kreis-Jugendleiter) und Thomas Kirchner (Oberthulba, Spielgruppenleiter) hatte der BFV die ersten beiden offenen Posten bereits im Januar neu besetzt.

Seit 2013 ist Bastian Kleinhenz (rechts) Fußball-Schiedsrichter. Er ist für die Kreisliga qualifiziert. Foto: Anand Anders

Bastian Kleinhenz ist 21 Jahre alt und lässt sich in Münnerstadt zum Erzieher ausbilden. Er engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich. 2013 legte er die Prüfung zum Fußball-Schiedsrichter ab, inzwischen hat er sich als Unparteiischer in die Kreisliga Rhön hochgearbeitet. Beim VfR Stadt Bischofsheim ist Kleinhenz seit 2019 stellvertretender Jugendleiter und trainiert darüber hinaus selbst die U 11. Beim WSV Oberweißenbrunn bringt sich Kleinhenz als Übungsleiter im Schülersport sowie als Betreuer des alljährlichen Zeltlagers ein. Und beim Feriencamp des BFV am Volkersberg fungiert er als Trainer und Betreuer.

Kleinhenz: "Macht mir Spaß, mich zu engagieren"

Mit dem Posten als Jugendspielleiter kommt nun eine weitere, durchaus zeitaufwändige Aufgabe dazu. "Ja, aber es macht mir Spaß, mich zu engagieren", sagt Kleinhenz, der sich selbst als "kontaktfreudigen und offenen Menschen" charakterisiert. Ihm sei es wichtig, dass "die Kinder Wochenende für Wochenende ihrem Lieblingssport nachgehen und altersgerecht Fußball spielen können".

Er wolle seinen Beitrag dazu leisten, dass dies auch in Zukunft nach der Corona-Pause möglich sein wird. "Und ich werde mich dafür einsetzen, dass uns möglichst alle jungen Fußballer erhalten bleiben und wir sogar neue für unseren Sport gewinnen können." Mit Schreiner und Kirchner will er sich in den nächsten Tagen abstimmen, wie genau die Zuständigkeiten verteilt sein werden.

Engagiert ist Bastian Kleinhenz (rechts) auch beim WSV Oberweißenbrunn. Dort löste er vor eineinhalb Jahren Ewald Simon (links) als Trainer für den "Allgemeinsport für Schüler" ab. Foto: Marion Eckert

Kreisvorsitzender Rainer Lochmüller ist froh, dass die drei Posten rasch besetzt werden konnten. Er ist überzeugt, dass der BFV nach den Rücktritten von Winterstein, Moritz und Habermann - "Ich bedanke mich im Namen des Kreises Rhön für die geleistete Arbeit und wünsche ihnen für die Zukunft Gesundheit und alles Gute" - mit dem neuen Trio "die richtige Wahl getroffen hat".

Lochmüller rät zu einer einheitlichen Linie

Der Rödelmaierer, der seit 1988 für den BFV tätig ist und dabei mehr als zweieinhalb Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen im Jugendbereich wirkte, hält sich mit Ratschlägen an die Neuen zurück. "Sie müssen ihren eigenen Weg entwickeln", sagt er. "Meine einzige Empfehlung wäre, dass sie eine einheitliche Linie fahren." Nicht zuletzt in der Frage, in welcher Form sie mit den Vereinen kommunizieren wollen.

Alexander Schreiner spielte zwölf Jahre lang selbst Fußball, bis schwere Verletzungen ihn stoppten. Bei der U15 der JFG Oberes Werntal fungierte der Ebenhausener als Co-Trainer und bis jetzt als sportlicher Leiter bei der SG Oerlenbach/Ebenhausen. Sein Wohnort ist seit längerem Bad Kissingen.

Der neue Kreisjuniorenleiter Alexander Schreiner (Mitte) wurde im Herbst 2016 vom Bayerischen Fußball-Verband (links Jürgen Faltenbacher, rechts Tobias Bracht) mit dem Preis „Fußballhelden 2016 – Aktion Junges Ehrenamt“ als Sieger des Fußballkreises Rhön ausgezeichnet. Foto: BFV

Warum wird jemand mitten im Corona-Lockdown Jugendspielleiter, wo doch gar keine Spiele stattfinden? "Es ist mal was Neues", sagt der 25-Jährige. Er wolle die Jugend gerade in der Rhön fördern, wo es mit Spielern und Mannschaftsstärken vergleichsweise kritisch bestellt sei. "Die Jugend von heute ist die 1. Mannschaft von morgen."

Ziel: Der Fußball soll Sportart Nummer 1 bleiben

Es sei wichtig, Nachwuchsspieler auch nach einer so langen Pause am Ball zu halten - beziehungsweise neue zu gewinnen: "Der Fußball soll Sportart Nummer 1 bleiben." Schreiner übernimmt die Aufgaben seines Vorgängers Markus Winterstein. Das heißt, er ist für die Organisation der Jugend-Kreisliga und der Hallenturniere verantwortlich. Auch, wenn derzeit in diese Richtung kaum etwas läuft.

Der 40-jährige Thomas Kirchner aus Oberthulba trainierte bisher die Jugend der SG Obererthal/Thulba/Untererthal, gibt diesen Posten aber an seinen Stellvertreter Bernd Pfülb ab. "Ich will die Vereine unterstützen, Bindeglied und Ansprechpartner zum BFV sein", hat sich Kirchner vorgenommen.