FUßBALL: REGIONALLIGA BAYERN

Victor Kleinhenz' Plan bis Jahresende

Christopher Bieber (im Bild) ist Co-Trainer von Victor Kleinhenz beim TSV Aubstadt und hofft bis zuletzt, dass seine Verletzung einen Einsatz zulässt gegen den FV Illertissen. Foto: Rudi Dümpert

Fußball

Regionalliga Bayern

1. (1.) FC 05 Schweinfurt 23 14 3 6 48 : 27 44
2. (2.) 1. FC Nürnberg II 23 12 7 4 51 : 25 43
3. (3.) SpVgg Bayreuth 23 11 8 4 48 : 27 40
4. (4.) Vikt. Aschaffenburg 23 11 5 7 44 : 25 38
5. (5.) SpVgg Greuther Fürth II 23 10 5 8 29 : 23 35
6. (6.) VfB Eichstätt 23 10 7 6 40 : 23 34
7. (7.) TSV Aubstadt 22 9 6 7 36 : 31 33
8. (8.) TSV Buchbach 23 9 7 7 26 : 26 31
9. (9.) FC Augsburg II 23 7 8 8 35 : 30 28
10. (10.) Wacker Burghausen 23 7 5 11 27 : 31 26
11. (11.) SV Schalding-Heining 23 7 5 11 28 : 42 26
12. (12.) FV Illertissen 23 7 4 12 33 : 46 25
13. (13.) TSV Rain/Lech 23 7 3 13 24 : 40 24
14. (14.) SV Heimstetten 23 7 2 14 37 : 48 23
15. (15.) TSV 1860 Rosenheim 23 6 3 14 28 : 52 21
16. (16.) FC Memmingen 22 4 7 11 17 : 28 19
17. (17.) VfR Garching 21 4 4 13 20 : 47 13
18. (18.) SV Türkgücü München z.g. 23 17 3 3 0 : 0 0

Samstag, 10. Oktober, 13 Uhr:

TSV Rain – FC Memmingen (1:1)

Samstag, 10. Oktober, 14 Uhr:

Schalding-Heining – TSV Rosenheim (3:3)

1. FC Schweinfurt 05 – VfR Garching (4:1)

Heimstetten – Viktoria Aschaffenburg (2:2)

VfB Eichstätt – 1. FC Nürnberg II (1:1)

TSV Aubstadt – FV Illertissen (2:1)

Greuther Fürth II – FC Augsburg II (2:2)

SV Wacker Burghausen – Buchbach (1:0)

TSV Aubstadt – FV Illertissen

Zum ersten Regionalliga-Heimspiel seit dem 16. November 2019 begrüßt der Tabellensiebte TSV Aubstadt an diesem Samstag den Zwölften FV Illertissen. Beide Vereine hatten 1921 Geburtstag, feiern nächstes Jahr 100-Jähriges und wollen dies als Regionalligisten tun.

Der Verein aus der 16 000-Einwohner-Stadt 25 Kilometer südlich von Ulm und 30 Kilometer nördlich von Memmingen hat eine lange Regionalliga-Tradition. In der ewigen Tabelle dieser Liga belegen die Mittelschwaben den dritten Platz hinter Bayern München II und dem 1. FC Nürnberg II mit 117 Siegen, 66 Unentschieden und 85 Niederlagen. Das spricht von viel Kontinuität und Nachhaltigkeit in der Vereinsführung. Er gehört aber auch, wie der TSV Aubstadt und einige andere Klubs, zu jenen, die vor dem letzten Saisondrittel einen erheblichen Schnitt vorgenommen haben oder Corona-bedingt mussten.

Illertissen hat sich vier Spieler aus Memmingen gesichert

Die Lücken von insgesamt 16 Abgängen (von Januar bis August) wollte man bei Illertissen durch elf Zugänge schließen. Trainer Marco Konrad absolvierte einst 38 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga für den SSV Ulm 1846. Er übernahm die Stelle Mitte März und steht vor einer vergleichbaren Aufgabe wie Victor Kleinhenz: Den Klassenerhalt schaffen mit einem halb neuen Kader. Besonders viel verspricht man sich von den Zwillingen Sime und Duje Pesic aus Kroatien. Vom Lokalrivalen FC Memmingen kamen vier dortige Stammspieler. Unter ihnen der Japaner Natsuhiko Watanabe, der es auch schon als Profi beim Drittligisten VfR Aalen versuchte.

Die vereinsinterne Torschützenliste führen Kai Luibrand (9) und Maurice Strobel (7) an. Alle drei Torhüter sind neu im Kader des FVI. Felix Thiel dürfte die Nummer 1 sein. Er stand bis zur Unterbrechung zehn Mal beim FC Memmingen zwischen den Pfosten. Die beste Empfehlung des FV Illertissen ist der 4:0-Auswärtssieg im Ligapokal beim FC Memmingen. Vom TSV Rain/Lech trennte man sich 4:4.

Schall und Rauch, aber kein Maßstab ist bei den veränderten Kadern beider Vereine das Hinspiel. Am 9. Spieltag brachte der TSV Aubstadt einen 2:1-Auswärtssieg (Tore: Timo Pitter und Ingo Feser/Foulelfmeter) mit und den Tabellenplatz 4 direkt hinter Türkgücü, inzwischen Drittligist. TSV-Trainer Victor Kleinhenz nahm aus dem Ligapokal-Spiel am Dienstag in Schweinfurt (0:0) die Erkenntnis mit, dass „die Kleinigkeiten in der Defensive, die wir verändern wollten, eine große Auswirkung hatten. Das ist jetzt das Fundament für alles, was die nächsten Wochen kommt. Unser Ziel ist ganz eindeutig: Wir wollen gewinnen und noch in 2020 den Klassenerhalt perfekt machen.“

In der Innenverteidigung hat das Duo Grader/Hüttl überzeugt

Ob der Neuzugang Dominik Weiß schon zum Einsatz kommt, „wissen wir noch nicht. Wir wollen da die letzten Eindrücke abwarten. Die Truppe von Schweinfurt hat ihre Sache ganz ordentlich gemacht. Es waren allerdings auch ein paar Spieler angeschlagen.“ Nach dem Abschlusstraining wollte man über die Startelf entscheiden. Von den vier, fünf möglichen Innenverteidigern habe ihn die Kombination Dominik Grader/Tim Hüttl am meisten überzeugt. „Aber wir wissen, wie schnell es geht mit Verletzungen. Diese Auswahl ist auch nötig, um auf diesem Niveau dauerhaft erfolgreich zu sein.“

Ähnliches gelte für jede Position. Es war ja immer im Gespräch, dass man auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlagen wolle. Eigentlich hatte jeder mit einer Alternative für die Spitze gerechnet, die nach den Ab- und Zugängen erst einmal vakant schien und viel probiert wurde. Bis gegen Fürth bei Christopher Bieber auf einmal der Knoten platzte. Gegen Aschaffenburg war aber nach weniger als einer Halbzeit bereits wieder Feierabend – der Oberschenkel. Dominik Weiß ist ebenso wenig ein Stoßstürmer wie die Probanden. Für seine Position, die Außenbahn, gibt es mehrere Alternativen. Andererseits hat er beim FC Schweinfurt 05 und bei Türkgücü München bewiesen, dass er flexibel einsetzbar ist. „Pitter und Hofmann mussten in der Vorbereitung sehr oft spielen, weil die Jungen, John und Rumpel, lange verletzt waren“, begründet Kleinhenz. „Es ist also gut, dass wir dafür Alternativen und Konkurrenz haben.“

Kleinhenz erwartet, dass Kleinigkeiten entscheiden

Auffällig seien die acht Tore, die Illertissen in zwei Spielen geschossen hat. „Das spricht für Qualität. Allerdings interessieren uns auch die vier Gegentore gegen Rain/Lech. Es wird ein enges Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Über die möglichen Folgen des Ergebnisses sollten wir vorher nicht so viel nachdenken.“ (rd)