FUßBALL: KREISKLASSE RHÖN 2

Salz/Mühlbach gibt im Derby den Ton an

Der Eindruck täuscht: Der dreifache Nico Rauner (vorne, rechts) der DJK Salz/Mühlbach hat nur in dieser Szene gegen Burglauers Patrick Wehner das Nachsehen. Der Tabellenführer dominierte das Derby klar und siegte mit 6:1. Foto: Anand Anders

Fußball

Kreisklasse Rhön 2

FC Eibstadt – SG Unsleben/Wollbach 3:5
DJK Salz/Mühlbach – VfB Burglauer 6:1
VfR Stadt Bischofsheim – U'weißenbr./Frankenh. 1:1
SG Heustreu/Hollstadt – TSV Aubstadt II 2:3
FC WMP Lauertal I – SG Hendungen-Sondheim/Gr. 3:1
SG Hausen/Nordheim – SG Sandberg I/Waldberg II 2:1

1. (1.) DJK Salz/Mühlbach 16 12 2 2 44 : 23 38
2. (2.) FC WMP Lauertal I 16 12 1 3 51 : 18 37
3. (3.) TSV Aubstadt II 16 10 3 3 51 : 27 33
4. (4.) SG Hausen/Nordheim 16 9 4 3 47 : 28 31
5. (5.) FC Eibstadt 16 7 4 5 43 : 24 25
6. (6.) SG Heustreu/Hollstadt 16 6 4 6 36 : 37 22
7. (8.) SG Unsleben/Wollbach 17 6 4 7 40 : 35 22
8. (7.) U'weißenbr./Frankenh. 17 5 6 6 25 : 28 21
9. (9.) VfR Stadt Bischofsheim 17 4 4 9 25 : 38 16
10. (10.) SG Hendungen-Sondheim/Gr. 14 4 2 8 34 : 40 14
11. (11.) SG Haard/Nüdlingen 16 4 2 10 24 : 44 14
12. (12.) VfB Burglauer 16 3 1 12 18 : 62 10
13. (13.) SG Sandberg I/Waldberg II 15 2 3 10 16 : 50 9

DJK Salz/Mühlbach – VfB Burglauer 6:1 (3:0). Dieses Derby verlief so, wie es zu erwarten ist, wenn der Tabellenführer im Heimspiel den Vorletzten empfängt. „Wir waren ganz klar überlegen und hatten das Spiel von der ersten bis zur 90. Minute voll im Griff“, stellte DJK-Sprecher Volker Straub fest. „Nach vorne waren wir stark, haben gut zusammengespielt und kombiniert und jede Torchance gut heraus gespielt. Es waren alles sehr schöne Tore. Unser Spiel war für die Verhältnisse perfekt.“ Von den Gästen aus Burglauer habe er im ersten Durchgang keinen einzigen Schuss aufs DJK-Tor gesehen und auch in der zweiten Halbzeit kam nicht mehr drauf als dieses Gegentor zur Ergebniskosmetik durch Murat Keskin. Ansonsten hatte Torwart Marcel Wehr, wäre der starke Wind nicht gewesen, einen ruhigen Tag der Einheit, während sein Gegenüber Markus Grebe im wahrsten Sinn des Wortes alle Hände voll zu tun hatte.

„Wir waren sowohl vom Spielerischen wie vom Kämpferischen her überlegen. Wir hatten gewusst, was auf uns zukommt im ersten Spiel nach mehr als zehn Monaten. Was ein Problem für uns hätte werden können, waren zwei, drei Ausfälle. Die 15 Spieler, die auf dem Platz waren, haben das aber kapiert und souverän herunter gespielt. Ich will auch keinen besonders hervorheben. Es war eine geschlossen gute Mannschaftsleistung.“ (rd)

Tore: 1:0, 2:0 Nico Rauner (14., 22.), 3:0 Philipp Scholz (32.), 4:0 Nico Rauner (73.), 5:0 Simon Breunig (80.), 6:0 Marco Stumpf (83.), 6:1 Murat Keskin (86.).

FC Eibstadt – SG Unsleben/Wollbach 3:5 (1:1). Acht Tore, drei Elfmeter, drei Platzverweise – da brauchte keiner sein Kommen in Kleineibstadt zu bereuen. Die SG Unsleben/Wollbach entschied ein intensives und umkämpftes Match für sich, weil sie mit ihrer Taktik, mit langen Bällen zu operieren, die FC-Abwehr ein ums andere Mal vor große Probleme stellte. Und der Gast bewies Kampfgeist, als er trotz einer fast 45-minütigen Unterzahl aus einem 2:3-Rückstand einen 5:3-Erfolg machte. Die Schlüsselszene sah FC-Sprecher Christian Mai in der 45. Minute, als FC-Keeper Stefan Trammer (beim Herauslaufen wollte er mit dem Kopf klären) und der SG'ler Jonas Schirber zusammenstießen. Beide mussten ins Krankenhaus. Dass Jonas Schirber da Gelb-Rot sah („der Schiedsrichter legte diese Aktion als Foulspiel aus“), sah Mai anders: „Das war ein unglücklicher Zusammenprall.“ Christian Mai ging dann selbst als Ersatztorwart zwischen die Pfosten. „Und ich bin halt kein Stefan Trammer.“

Der Hausherr freute sich über einen guten Beginn und das 1:0 durch Joschka Hartmann, aufgelegt von Niklas Fürst, als der mehrere Mann hatte stehen lassen. In der Folge sahen die Zuschauer ein „ausgeglichenes Spiel mit vielen Nickligkeiten“ und den Ausgleich durch Tobias Volpp. Kurz vor Pause der folgenschwere Zusammenprall. „Das sah böse aus“, sagte Mai. Der Krankenwagen musste kommen. Eibstadt wirkte in der zweiten Halbzeit zusehends verunsichert. „Die Mannschaft wurde hippelig. Die Stabilität und Abstimmung in der Abwehr hat gefehlt. Und da nehme ich mich nicht aus“, so Mai. „Ich bin halt nicht mehr der Schnellste“, musste er da insbesondere beim Verursachen des Elfmeters, der zum 3:3 führte, feststellen.

Dennoch wusste der Gastgeber zunächst auf das 1:2 noch eine Antwort, glich per Elfmeter (nach Foul an Joschka Hartmann) aus und erzielte die 3:2-Führung. Aber die Gäste gaben nicht klein bei. Ihre langen Bälle erwiesen sich als ungemein wirksam, beschworen brenzlige Situationen, auch die siegbringenden Elfmeter, herauf. „Wir wünschen beiden Spielern gute Besserung“, wollte Mai abschließend noch einmal ausdrücklich betonen. (phü)

Tore: 1:0 Joschka Hartmann (16.), 1:1 Tobias Volpp (20.), 1:2 Luca-Maxim Bauß (63.), 2:2 Daniel Rost (71., Foulelfmeter), 3:2 Niklas Fürst (73.), 3:3 Philipp Kleinhenz (77., Foulelfmeter), 3:4 Marvin Geisler (85.), 3:5 Philipp Kleinhenz (90. + 2, Foulelfmeter). Gelb-Rot: Jonas Schirber (45., Unsleben/Wollbach), Tobias Mauer (89.), Maximilian Rost (90., beide Eibstadt).

VfR Stadt Bischofsheim – SG Unterweißenbrunn/Frankenheim 1:1 (0:0). Es gab sicherlich schon aufregendere Stadt-Derbys zwischen dem VfR Stadt Bischofsheim und der SG Unterweißenbrunn/Frankenheim als dieses. Nach 90 chancenarmen Minuten trennten sich beide Mannschaften letztlich schiedlich-friedlich 1:1-Unentschieden. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir hätten in der ersten Halbzeit bei zwei großen Chancen in Führung gehen können, nach der Pause waren dann die Unterweißenbrunner das leicht bessere Team“, bilanzierte VfR-Sprecher Martin Gensler. Tore bekamen die Zuschauer dann auch erst nach dem Seitenwechsel zu sehen. Nachdem Lukas Kleinhenz die Gäste per Kopf in Führung gebracht hatte (52.), behielt VfR-Kapitän Fabian Rott bei seinem Strafstoß in der 84. Minute die Nerven und rettete den Bischofsheimern im Abstiegskampf zumindest einen Punkt.

Nach der unglücklichen Niederlage in der Vorwoche waren die Bischofsheimer im Stadt-Derby auf Wiedergutmachung aus. Die erste Gelegenheit hatten die Hausherren bereits in der ersten Minute, als ein Kopfball von Florin Christea am Tor vorbei ging. Bei zwei weiteren Chancen hatten die Bischofsheimer Fans Mitte der ersten Halbzeit dann bereits den Torschrei auf den Lippen. Zunächst ging ein Flugkopfball von Martin Enders knapp übers Tor, dann schoss Yannick Kleinhenz in aussichtsreicher Position einen SG-Veteidiger an. In der zweiten Halbzeit änderte sich dann das Bild. Unterweißenbrunn/Frankenheim hatte nun mehr vom Spiel und belohnte sich mit dem 1:0, erzielt durch Lukas Kleinhenz.

Das mögliche 2:0 vergab zehn Minuten später Levin Vorndrann, dessen Kopfball von VfR-Keeper Gabriel Grecu pariert wurde. „Wenn da das 2:0 fällt, ist das Spiel wohl entschieden“, meinte Gensler. So aber blieben die Bischofsheimer im Spiel, riskierten mehr, aber der letzte Pass kam meist nicht an. Nach der Last-Minute-Niederlage in der letzten Woche hatten die Hausherren aber diesmal das Glück auf ihrer Seite. Nachdem ein Schuss an der Hand von SG-Spieler Daniel Manger gelandet war, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Fabian Rott zeigte keine Nerven und erzielte das 1:1, was zugleich der Endstand war. (fka)

Tore: 0:1 Lukas Kleinhenz (52.), 1:1 Fabian Rott (84., Handelfmeter). Gelb-Rot: Kai Pfülb (89., Bischofsheim).

SG Hausen/Nordheim – SG Sandberg I/Waldberg II 2:1 (0:1). Nach dem überraschenden Sieg in der Vorwoche schnupperte die SG Sandberg I/Waldberg II auch im Auswärtsspiel bei der SG Hausen/Nordheim eine knappe Stunde an einem Dreier. Die frühe Führung der Gäste, erzielt per Kopf nach einer Viertelstunde durch Johannes Endres, hielt letztlich aber nur bis zur 54. Minute. Manuel Reinhart per Freistoß und Ferdinand Stumpf aus dem Gewühl heraus sicherten den Hausherren am Ende doch noch den fest eingeplanten Sieg. „Wir wussten, was heute auf uns zukommt. In der ersten Halbzeit haben wir den Kampf aber noch nicht richtig angenommen“, kritisierte Hausherren-Sprecher Sebastian Schmidt. „Nach einer deutlichen Ansprache in der Pause ist die Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit ganz anders aufgetreten und hat sich den Sieg auf jeden Fall verdient“, bilanzierte Schmidt.

Von Beginn an entwickelte sich auf dem Nordheimer Sportplatz ein intensives und kampfbetontes Spiel. Die Hausherren hatten dabei die besseren Chancen und waren bei gleich drei Aluminium-Treffern zunächst im Pech. Eiskalt hingegen die Sandberger. Nach einem langen Freistoß verschätzte sich Nordheims Keeper Marcel Heinrich, sodass Johannes Endres die Gäste per Kopf in Führung bringen konnte. Kurz vor der Pause hätte Endres, der Heinrich bereits umkurvt hatte, erhöhen können. Auf der Torlinie konnte ein Nordheimer Spieler den Ball aber klären.

In den zweiten 45 Minuten hielten die Gastgeber auch kämpferisch dagegen und belohnten sich schnell mit dem Ausgleich. Ein Freistoß von Manuel Reinhart wurde lang und länger und senkte sich zum 1:1 ins Tor. „Die Sandberger hatten so gut wie keine Entlastung mehr, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis das 2:1 fiel“, sagte Schmidt. Nach exakt einer Stunde war es dann auch so weit. Einen Freistoß von Marcel Karlein von der rechten Seite konnte der Gäste-Keeper zwar noch parieren, aus dem Gewühl heraus war dann aber Ferdinand Stumpf erfolgreich. „In Bedrängnis sind wir danach nicht mehr geraten. Vielmehr hätten wir am Ende sogar noch höher gewinnen können“, lautete Schmidts Fazit. (fka)

Tore: 0:1 Johannes Endres (16.), 1:1 Manuel Reinhart (54.), 2.1 Ferdinand Stumpf (60.).

SG Heustreu/Hollstadt – TSV Aubstadt II 2:3 (1:0). Erstmals seit zweieinhalb Jahren trug die SG Heustreu/Hollstadt wieder ein Heimspiel auf dem Hollstädter Sportplatz aus. Jubeln durften am Ende aber nicht die Hausherren, sondern die Gäste aus Aubstadt, die in einer spannenden Auseinandersetzung einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 3:2-Sieg umwandelten. Dennoch war nach dem Spiel auch Hausherren-Sprecher Günther Bialowas zufrieden. „Es war von beiden Seiten ein sehr gutes Spiel. Gegen bärenstarke Aubstädter hätten wir durchaus auch ein Unentschieden erreichen können. Nichtsdestotrotz lässt sich auf dieser Leistung auf jeden Fall aufbauen.“ Den Wendepunkt der Begegnung sah er zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Gäste ordentlich Druck machten und mit zwei Treffern innerhalb von drei Minuten die Weichen auf Sieg stellten. „Der Elfmeter, der zum 2:1 führte, war dabei aber sehr umstritten“, sagte Bialowas.

„In der ersten Halbzeit war das Geschehen relativ ausgeglichen. Aubstadt II war fußballerisch besser, aber wir haben mit Kampf dagegen gehalten“, sah es Bialowas. Dieser Kampf wurde mit dem 1:0 nach 37 Minuten durch Matthias Schäfer belohnt. Nachdem die Aubstädter in den zweiten 45 Minuten das Spiel schnell gedreht hatten, legten die Hausherren wieder den Vorwärtsgang ein. Die beste Chance zum 2:2 hatten sie in der 75. Minute. Nach Flanke von Matthias Schäfer köpfte Ben Wüst am langen Pfosten aufs Tor, doch TSV-Keeper Chris Heinrich reagierte blitzschnell. „Unglaublich, dass der Ball nicht rein ging.“ Heustreu/Hollstadt warf weiterhin alles nach vorne, sodass die Gäste in der Nachspielzeit mit dem 3:1 durch Nicolas John endgültig den Sack zu machen konnten. Mit seinem zweiten Treffer konnte Matthias Schäfer nur noch Ergebniskosmetik betreiben. (fka)

Tore: 1:0 Matthias Schäfer (37.), 1:1 Lukas Barthelmes (51.), 1:2 David Bauer (53., Foulelfmeter), 1:3 Nicolas John (90. + 1), 2:3 Matthias Schäfer (90. + 3).

FC Lauertal – SG Hendungen-Sondheim/Gr. 3:1 (2:0). Nach der überraschenden Niederlage in Sandberg in der Vorwoche zeigte der FC Lauertal eine starke Reaktion und ließ gegen die Spielgemeinschaft aus Hendungen und Sondheim/Gr. nichts anbrennen. Die Hausherren waren von Beginn an klar überlegen, betrieben aber besonders in der zweiten Halbzeit Chancenwucher. Michael Krautschneider war ein großer Aktivposten, blieb im Abschluss aber glücklos. Stattdessen sorgte André Keßler mit einem Doppelpack für Tore. Er traf zunächst per Strafstoß und später aus dem Gewühl heraus zum 3:0. Den zweiten Treffer hatte Sebastian Händel erzielt, nachdem Hendungens Torwart einen Weitschuss von Daniel Schmitt nur nach vorne abprallen lassen konnte.

Die Gäste bewiesen allerdings Moral und erkämpften sich mit einem Konter zumindest den Ehrentreffer. „Hendungen hat kämpferisch gut dagegengehalten, aber wir hätten auch deutlich höher führen können. Nach dem Spiel letzte Woche war das ein guter und wichtiger Sieg“, befand FC-Informant Sven Gessner. (szkg)

Tore: 1:0 André Keßler (7., Elfmeter), 2:0 Sebastian Händel (39.), 3:0 André Keßler (66.), 3:1 Steffen Scholz (83.).