FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Prima Vorstellung bringt Wülfershausen einen Punkt

Weder Nico Büttner (rechts, Wülfershausen) noch Fabian May aus Rottershausen kommen mit dem Kopf an den Ball. Foto: Anand Anders

Fußball

Kreisliga Rhön

Rannung./Pfändh./Holz. – Burgwallb. I/Bad Neust. 4:0
SG Urspringen-Sondh./Rh. – TSV Großbardorf II 1:1
DJK Wülfershausen – FC Rottershausen 1:1
SV Ramsthal – FC Bayern Fladungen 5:2
TSV Steinach – FC Reichenbach 4:3
SV Riedenberg – TSV Bad Königshofen 2:2
Spfr. Herbstadt – SG Oerlenbach/Ebenhausen 3:1
TSV Trappstadt – FC Strahlungen 0:2

1. (1.) TSV Großbardorf II 21 13 4 4 53 : 25 43
2. (3.) SV Ramsthal 21 12 6 3 55 : 31 42
3. (2.) TSV Trappstadt 19 13 3 3 34 : 15 42
4. (5.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 21 11 4 6 39 : 25 37
5. (6.) FC Strahlungen 21 11 3 7 52 : 41 36
6. (4.) SV Riedenberg 21 10 6 5 44 : 24 36
7. (7.) FC Rottershausen 21 9 6 6 49 : 38 33
8. (8.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 21 9 4 8 33 : 34 31
9. (9.) Spfr. Herbstadt 20 9 3 8 39 : 35 30
10. (10.) TSV Steinach 22 7 5 10 40 : 43 26
11. (11.) TSV Bad Königshofen 20 6 6 8 28 : 43 24
12. (12.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 22 5 5 12 31 : 43 20
13. (13.) FC Reichenbach 23 3 10 10 30 : 52 19
14. (14.) DJK Wülfershausen 21 4 5 12 41 : 57 17
15. (15.) FC Bayern Fladungen 20 3 6 11 27 : 44 15
16. (16.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 22 4 2 16 30 : 75 14

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – SV Burgwallbach I/Bad Neustadt 4:0 (1:0). Nach zwei Unentschieden in Folge („Die da verlorenen vier Punkte tun beim Blick auf die Tabelle weh“, so FV-Coach Werner Dreßel) feierten die Gastgeber wieder einen Erfolg. Der Sieg war absolut verdient, „daran gibt es nichts zu rütteln. Der Gegner war einfach besser. Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sechs Stammspieler fehlten“, meinte SV-Trainer Frank Geßner. So wurde beim Gast unter anderem Torjäger Benedikt Floth vermisst, die SV-Offensive agierte absolut harmlos. Bei der ersten und einzigen klaren Gelegenheit scheiterte Denis Vogel am heimischen Keeper Florian Erhard, der per Fußabwehr den Schrägschuss parierte (80.).

Doch zu diesem Zeitpunkt lagen die Platzherren schon mit 3:0 in Front. Diese bestimmten vom Anpfiff weg in einer wohltuend fairen Auseinandersetzung das Geschehen und gingen in Führung, als ihr Linksaußen Alexander Müller seinen Gegenspieler überlief, nach flacher Hereingabe grätschte Louis Schuler ein. Bis zur Pause konnten sich die Geßner-Mannen bei ihrem Goalie und ihrem besten Akteur, Yannic Borchardt, bedanken, dass sich der Rückstand in Grenzen hielt. So lenkte er einen satten Schuss von Fabian Erhard über die Latte (32.) und vier Minuten später einen Kopfball von André Wetterich nach Ecke von Andreas Berninger über den Winkel.

In den ersten zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel standen die Hausherren etwas tiefer, in dieser Phase saßen Müller und Michael Röder auf der Bank. Nach deren Rückkehr kam wieder Schwung ins FV-Spiel. Folgerichtig erhöhten die Hausherren, als Peter Hahn einen Doppelpack schnürte. Beim 3:0 versenkte er die Kugel per Flugkopfball nach Röder-Hereingabe. Den Schlusspunkt einer einseitigen Partie setzte Müller, der zu einem Solo durch die gegnerische Abwehrreihe ansetzte und schließlich Borchardt tunnelte. (ba)

Tore: 1:0 Louis Schuler (25.), 2:0, 3:0 Peter Hahn (76., 78.), 4:0 Alexander Müller (88.).

Sportfreunde Herbstadt – SG Oerlenbach/Ebenhausen 3:1 (2:0). Im Gegensatz zur letzten Woche, als seine Mannschaft in Großbardorf 1:6 verlor, hatte Herbstadts Trainer Martin Naber diesmal wenig Anlass zu Kritik. „Das war eine klare Leistungssteigerung.“ Nur mit der Chancenverwertung – vornehmlich im ersten Durchgang – war er nicht gänzlich zufrieden. „Wir hätten zur Pause höher als 2:0 führen müssen.“ So aber mussten Naber und die Fans auf dem Sportplatz in Irmelshausen vorerst mit zwei Torschreien begnügen. Mathias Leicht (5.) und Peter Kürschner (30.) trafen, vorausgegangen war jeweils eine gelungene Balleroberung im Mittelfeld. Oder anders ausgedrückt: „Oerlenbach hat viele individuelle Fehler gemacht.“ Ein Nachlassen der Herbstädter nach Wiederbeginn bestrafte Joachim Hofmann mit einem Freistoß aus 25 Metern in den Winkel (66.). In Gefahr geriet der Sieg der Gastgeber nicht mehr, in der Schlussminute machte Sebastian Bömmel den Deckel drauf. „Aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen“, sagte Naber. Der aber sah, dass Hofmann mit zwei weiteren Freistößen für erhöhten Puls bei den Sportfreunden sorgte. Mann des Spiels bei den Sportfreunden war Peter Kürschner. Er legte das erste Tor von Mathias Leicht mustergültig auf und erkannte bei seinem eigenen Treffer, dass in dieser Situation ein eigener Abschluss die beste Option war. (dr)

Tore: 1:0 Mathias Leicht (5.), 2:0 Peter Kürschner (30.), 2:1 Joachim Hofmann (66.), 3:1 Sebastian Bömmel (90.).

SG Urspringen-Sondheim/Rhön – TSV Großbardorf II 1:1 (0:0). Andre Abe und die Zuschauer in Sondheim/Rhön sahen ein „wirklich hochklassiges Kreisligaspiel. Chancen gab es hüben wie drüben. Es ging körperbetont zur Sache, aber nicht unfair.“ Nicht nur den Spielern attestierte er einen guten Auftritt, sondern auch Schiedsrichter Thomas Herzig aus Hessen. Im ersten Durchgang bespielten sich beide Mannschaften mit offenem Visier, Torgefahr kam bei Schüssen immer wieder mal auf. „Da war aber nichts Hundertprozentiges dabei“, sagte Abe. In Führung ging der Außenseiter nach einer Stunde. Fritz Hey schickte eine Ecke nach innen, Großbardorfs Torwart Jonathan Barthelmes kam nicht an den Ball. Wohl aber Jannik Stäblein, der das Spielgerät aus eineinhalb Metern über die Linie drückte. Was folgte? „Ein Großbardorfer Sturmlauf“, sah Abe seine Mannen zunächst im Glück, dass TSV-Routinier Manuel Leicht einen Strafstoß neben das Tor setzte. Wenig später war der Ausgleich da. Florian Dietz, diesmal nicht per Foul zu stoppen, sich erfolgreich durchsetzte. „Großbardorf hat weiter gedrückt und ein leichtes Plus gehabt“, sagte Abe. Was aber kaum verwunderte. Welche Möglichkeiten die Grabfelder haben, zeige allein der Blick auf die mit sieben Wechselspielern üppig besetzte Bank. „Wir sind mit dem Ergebnis überglücklich und nehmen den Punkt gerne mit“, urteilte Abe. Den hatten sich die Rhöner auch redlich verdient. (dr)

Tore: 1:0 Jannik Stäblein (60.), 1:1 Florian Dietz (74.). Bes. Vorkommnis: Manuel Leicht (Großbardorf) schießt Foulelfmeter neben das Tor (70.).

SV Ramsthal – FC Bayern Fladungen 5:2 (1:1). Die Ramsthaler ware noch gar nicht richtig auf dem Platz, da passierte es schon: Fladungens Jannik Weiß schnappte sich im Mittelfeld den Ball und marschierte durch Richtung SV-Tor. Und dann schloss er noch erfolgreich ab. Diesem frühen Rückstand liefen die Gastgeber fortan hinterher, mühten sich ab, kämpften sich ins Spiel zurück, waren dominant – und wurden belohnt. Fabian Willacker hätte in der 28. Minute schon den Ausgleich machen können. Sein Schuss zog knapp am Tor vorbei. Neun Minuten später schaffte er das 1:1, nach Vorarbeit von Nico Morper. Die Ramsthaler bleiben dran, hätten noch vor der Halbzeit das 2:1 verdient gehabt. Doch das machte Aaron Leutbecher kurz nach der Pause für Fladungen. Sein Schuss aus 25 Metern landete genau im Winkel. Die SVler rannten an, aber wie Jochen Hesselbach feststellte, trotz erneut mehr Spielanteile nicht wirklich zwingend. Bis zur 65. Minute. Da schaffte Tobias Willacker nach Vorarbeit von Artur Sibert über rechts den Ausgleich. Es folgte der Sturmlauf der Willackers. Erst traf erneut Tobias, nachdem er sich gegen zwei Fladunger Abwehrspieler durchgesetzt hatte zur Führung. Fabian Willacker baute die Führung nach starker Vorarbeit von Simon Kessler aus. Und schließlich rundete er selbst nach Flanke von Dieter Kloos den Sieg mit dem 5:2 ab. „Wir hätten es uns nicht so schwer machen brauchen“, sagte Jochen Hesselbach mit Blick auf die zwei Rückstände. Er habe nicht gedacht, dass das Team das Spiel noch drehe. (st)

Tore: 0:1 Jannik Weiß (1.), 1:1 Fabian Willacker (37.), 1:2 Aaron Leutbecher (47.), 2:2, 3:2 Tobias Willacker (65., 74.), 4:2, 5:2 Fabian Willacker (82., 85.).

TSV-DJK Wülfershausen – FC Rottershausen 1:1 (0:1). Hochverdientes Unentschieden für Wülfershausen, das vor allem in den zweiten 45 Minuten den Zuschauern eine prima Vorstellung bot. Aufgrund dieser „hätten wir sogar einen Sieg verdient gehabt“, meinte Gerold Büttner. Aber Gästeschlussmann Sedrick Rotter hatte etwas dagegen und vereitelte viele Möglichkeiten der Hausherren. Unter anderem hielt er einen an Patrick Warmuth verursachten Foulelfmeter (51.). Allerdings patzte er beim Ausgleich, als er den Roggatz-Freistoß aus 23 Metern falsch einschätzte und passieren ließ. „Da dachte er wohl, dass er am Tor vorbeigehen würde“, vermutete Büttner. Anders als in Halbzeit zwei, die klar an den Gastgeber ging, der zahlreiche Tormöglichkeiten vergab oder am Gästekeeper scheiterte, verliefen die ersten 45 Minuten in einem intensiv geführten Spiel ziemlich ausgeglichen. „In den ersten 25 Minuten hatten beide wenige Chancen. Danach wurde die Partie lebhafter und die Gäste gingen in Führung“, berichtete Büttner. Nach einem Freistoß fiel das Leder Alexander Schott vor die Füße, der aus sechs Metern einnetzte. So stand es bis kurz vor Schluss 0:1, bis Roggatz seine Mannschaft doch noch mit seinem Treffer erlöste und wenigstens einen Punkt sicherte. (gmad)

Tore: 0:1 Alexander Schott (32.), 1:1 Ronny Roggatz (88.). Gelb-Rot: André Seufert (82., Rottershausen). Besondere Vorkommnisse: Ronny Roggatz (Wülfershausen) scheitert mit Foulelfmeter an Sedrick Rotter (51.).

TSV Trappstadt – FC Strahlungen 0:2 (0:1). Überraschung in Trappstadt: Denn nicht der favorisierte Gastgeber holte sich die Punkte, sondern der Gast nahm die drei Zähler mit nach Strahlungen. „Man kann der Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, denn vom Spiel her hat es gut ausgesehen. Wenn man etwas bemängeln muss, dann, dass man die zahlreichen Tormöglichkeiten nicht in Treffer ummünzen konnte“, nahm Michael Bader das Heimteam in Schutz. Er berichtete, dass die Mannschaft gut in die Partie gekommen, der Gast aber mit seiner ersten echten Chance in Führung gegangen sei. „Da ist einer unserer Abwehrspieler beim Klärungsversuch weggerutscht und Dominik Beck konnte ungehindert auf unser Tor zulaufen und aus 15 Metern vollenden“, berichtete Bader. Danach war Trappstadt 15 Minuten geschockt. „In dieser Phase war Strahlungen präsenter. Danach übernahmen wir aber wieder das Kommando und hatten kurz vor der Pause durch Daniel Werner die große Ausgleichs-Chance. Aber er schoss aus vier Metern den Torhüter an.“

Mit Wiederbeginn machte der Gastgeber weiter mächtig Druck und der Gast verteidigte mit Mann und Maus. Aber der TSV vergab selbst die besten Chancen. „Das Tor war wie vernagelt. Heute war es wie verhext. Der Ball wollte einfach nicht reingehen.“ So kam es wie es kommen musste: Als die Hausherren alles nach vorne warfen, führte nach einem Ballverlust an der Mittellinie der Konter zum 0:2, der endgültigen Entscheidung. (gmad)

Tore: 0:1 Dominik Beck (22.), 0:2 Markus Neder (90.).

SV Riedenberg – TSV Bad Königshofen 2:2 (0:2). Eine furiose Aufholjagd lieferte der SV Riedenberg gegen den TSV Bad Königshofen. Die Hausherren bestimmten zwar schon in Hälfte eins das Spiel, liefen aber in zwei Konter. Wobei der erste laut SV-Sprecher Manfred Fröhlich stark abseitsverdächtig gewesen sein soll. Der zweite Gegenzug war dann mustergültig herausgespielt und abgeschlossen, gab der Riedenberger zu. In der zweiten Halbzeit drehten die Grün-Weißen das Spiel. Zunächst sorgte Christoph Dorn, der wegen beruflicher Verpflichtungen selten spielt und eigentlich nur aushalf, per Foulelfmeter, für den Anschluss. Dann markierte Thomas Vorndran gleich danach den verdienten Ausgleich. Die Riedenberger blieben am Drücker. Ein Treffer gelang ihnen aber nicht mehr, auch als sie nach Gelb-Rot kurz vor Schluss in Überzahl gerieten. „Ein alles in allem gerechtes Unentschieden“, urteilte Manfred Fröhlich. (st)

Tore: 0:1 Bastian Endres (14.), 0:2 Patrick Kuhn (18.), 1:2 Christoph Dorn (61., Foulelfmeter), 2:2 Thomas Vorndran (63.). Gelb-Rot: Leonhard Hüllmantel (81., Bad Königshofen).

TSV Steinach – FC Reichenbach 4:3 (3:0). „Wir haben nach der 1:4-Pleite in Bad Königshofen ein gute Reaktion gezeigt“ freute sich TSV-Spielertrainer Michel Voll. „Der Sieg vergrößert unseren Abstand zur Abstiegszone und nimmt erst einmal Druck weg.“ Der Druck wird bei den Teutonen dagegen immer größer, deren Trainer Sven Ludsteck war nach der Derby-Niederlage erst einmal sprachlos. Seiner Analyse, „wir haben die Steinacher zu ihren Toren regelrecht eingeladen“, war nicht zu widersprechen. „Dieses Spiel, das meiner Ansicht nach ausgeglichen war, hätten wir nicht verlieren dürfen“, ärgerte sich Ludsteck. „Wir waren heute für unsere Verhältnisse brutal effektiv“, wunderte sich sein Kollege Voll. (ba)

Tore: 1:0 Michael Voll (20.), 2:0 Aaron Friedel (29.), 3:0 Niklas Otter (37.), 3:1 David Dietz (48.), 4:1 Michael Voll (56.), 4:2 Christoph Hillenbrand (60., Handelfmeter), 4:3 Johannes Katzenberger (90. + 3).