FUßBALL: REGIONALLIGA BAYERN

Ohne acht potenzielle Startelf-Spieler

Fußball

Regionalliga Bayern

 

1. (1.) 1. FC Nürnberg II 24 13 7 4 55 : 27 46  
2. (2.) FC 05 Schweinfurt 23 14 3 6 48 : 27 44  
3. (3.) Vikt. Aschaffenburg 24 12 5 7 46 : 26 41  
4. (4.) SpVgg Bayreuth 23 11 8 4 48 : 27 40  
5. (5.) TSV Aubstadt 23 10 6 7 39 : 31 36  
6. (6.) SpVgg Greuther Fürth II 24 10 5 9 29 : 25 35  
7. (7.) VfB Eichstätt 24 10 7 7 42 : 27 34  
8. (8.) TSV Buchbach 24 9 8 7 27 : 27 32  
9. (9.) FC Augsburg II 24 8 8 8 37 : 30 31  
10. (10.) SV Schalding-Heining 24 8 5 11 31 : 42 29  
11. (11.) Wacker Burghausen 24 7 6 11 28 : 32 27  
12. (12.) TSV Rain/Lech 24 8 3 13 25 : 40 27  
13. (13.) FV Illertissen 24 7 4 13 33 : 49 25  
14. (14.) SV Heimstetten 24 7 2 15 38 : 50 23  
15. (15.) TSV 1860 Rosenheim 24 6 3 15 28 : 55 21  
16. (16.) FC Memmingen 23 4 7 12 17 : 29 19  
17. (17.) VfR Garching 21 4 4 13 20 : 47 13  
18. (18.) SV Türkgücü München z.g. 23 17 3 3 0 : 0 0  

Freitag, 16. Oktober, 19 Uhr:

TSV Buchbach – Greuther Fürth II (1:0)

FC Augsburg II – TSV Aubstadt (1:2)

Samstag, 17. Oktober, 14 Uhr:

FV Illertissen – VfB Eichstätt (1:1)

TSV Rosenheim – SpVgg Bayreuth (0:3)

SV Schalding-Heining – Heimstetten (3:1)

Vikt. Aschaffenburg – Schweinfurt 05 (0:1)

VfR Garching – TSV Rain/Lech (3:1)

FC Memmingen – Wacker Burghausen (2:1)

 

FC Augsburg II – TSV Aubstadt

Nürnberg II, Schweinfurt, Aschaffenburg, Bayreuth kennt jeder in Bayern. Das sind, sportlich betrachtet, in dieser Reihenfolge die ersten Vier der Regionalliga-Tabelle. Dann kommt schon Aubstadt als Fünfter. An das Regionalliga-Dorf wurde nach dem Corona-bedingten Dornröschenschlaf mit dem 3:0-Sieg gegen den FV Illertissen wieder einmal erinnert. Dahinter folgt in dieser illustren Gesellschaft von professionell arbeitenden Vereinen Fürth II, und auf Platz 9 Augsburg II. Victor Kleinhenz, der bis März noch in Thulba in der Bezirksliga spielte und coachte, müsste eigentlich schwindelig werden bei dem Tempo der Entwicklung seiner Laufbahn.

Doch es scheint, dass bei dem bodenständigen Wartmannsrother diese Gefahr nicht besteht. Er weiß, dass es ein Erbe zu verwalten gilt, das ihm Josef Francic nach neun Jahren im Amt beim TSV hinterlassen hat, spricht oft von Demut, Bescheidenheit, Fleiß und Leidenschaft.

Man könnte es zusammenfassen als Bodenhaftung. Drei Pflichtspiele im Ligapokal, eines in der Liga sind alles an Erfahrung mit Gegnern dieses Kalibers. An diesem Freitag, am späten Vormittag, brechen sie auf nach Augsburg. Gegner ist die Reserve des Bundesligisten, Spielort das in die Jahre gekommene, altehrwürdige Rosenau-Stadion, in dem der Zuschauerrekord bei 44.000 Zuschauern, u. a. bei Länderspielen, liegt. Inzwischen ist das Fassungsvermögen auf 28.000 begrenzt. In dieser Partie jedoch sind keine Zuschauer erlaubt.

Gut, dass die Gäste sich vor zwei Wochen in Schweinfurt wenigstens ein bisschen an die Flutlicht-Atmosphäre und das Ambiente gewöhnen konnten. Normalerweise beflügelt so ein Spielort eine Mannschaft vom Dorf. Die letzten Ergebnisse der Truppe von Trainer Josef Steinberger (47) legen die Vermutung nahe, dass sie nach dem radikalen Umbruch, wie jedes Jahr im Sommer bei solchen Großvereinen, stärker als zuvor gemacht wurde. Die regionalen Medien trauen besonders dem Trio Christian Köppel (25, von Schweinfurt 05), Henri Koudossou (20, SV Pullach) und Marco Nickel (21, FC Memmingen) Größeres zu. Köppel, auch schon bei den 60-ern unter Vertrag, solle „in der jungen Mannschaft vorangehen.“ Koudossou und Nickel seien „Perspektivspieler, die ihre Chance unter professionellen Bedingungen ergreifen wollen.“

Daheim holten die Schwaben weniger (14) Punkte als auswärts (17). Victor Kleinhenz relativierte den Sieg gegen Illertissen: „Wir haben nach dem Platzverweis gerackert wie die Bekloppten. Wir wissen aber auch, was passieren kann, wenn du in der 80. Minute in Unterzahl das 2:1 kriegst. Alles kann man nicht verteidigen. Aber wie diszipliniert wir das gemacht haben, gefiel mir. Schweinfurt und dieses Spiel waren wahnsinnige Energieleistungen. Wenn wir das auf den Platz bringen, ist es schwer, uns zu schlagen. Wenn wir aber zehn oder fünf Prozent weniger geben wie gegen Aschaffenburg, dann kann es auch in die andere Richtung gehen.“

Natürlich vermisst er jeden verletzten Spieler. „Wenn die so rennen, ist es egal, wer auf dem Platz steht.“ Wenn von Rennen die Rede ist, ist meist Marcel Volkmuth im Gespräch: „Es ist Wahnsinn, was der rackert und er wird am Ball immer ruhiger und souveräner. Er ist mittlerweile ein ganz wichtiger Spieler für uns.“ Oder Patrick Hofmann: „Ein absoluter Wühler, ein richtig unbequemer Spieler, der seine Stärken hat, wenn er von hinten kommt. Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft und macht vorne mit den Möglichkeiten was geht.“ Fehlen werden neben den zuletzt nicht einsatzfähigen Dellinger, Trunk, Bieber, Müller, Langhans und Koob nun auch noch Grader (5. gelbe Karte) und Behr (Gelb-Rot). Das sind acht potenzielle Startelf-Spieler.

„Für alle kommt dieses Spiel zu früh. Das Tor wird Lukas Wenzel hüten.“ Kleinhenz sieht als Voraussetzungen für den Erfolg „die defensive Kompaktheit, Geschlossenheit und eine effektive Spielweise“.