HANDBALL: 3. LIGA MITTE

Neuzugang Gorobtschuk lässt den HSC Bad Neustadt jubeln

Torhüter Stanislaw Gorobtschuk feierte ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt für den HSC Bad Neustadt und war mit seinen zahlreichen Paraden einer der Väter des 21:20-Heimerfolges gegen den SV Zweibrücken. Foto: Anand Anders
3. Liga Männer Mitte

 

Longericher SC – TuS 62 Opladen abg.  
HSG Hanau – TV Hochdorf 29:25  
HSG Bieberau-Modau – Leichlinger TV 28:29  
HSG Krefeld – TSG Haßloch 25:23  
HSG Bergische Panther – Rodgau Nieder-Roden 25:27  
HSC Bad Neustadt – SV Zweibrücken 21:20  
TV Kirchzell – HSG Dutenh./Münchholzh. II 27:31  
TV Gelnhausen – TuS 04 Dansenberg 22:23  
VfL Gummersbach II – HG Saarlouis    

 

1. (1.) Dutenh./;Münchholzh. II 1 1 0 0 31 : 27 2 : 0  
2. (1.) HSG Hanau 1 1 0 0 29 : 25 2 : 0  
3. (1.) Rodgau Nieder-Roden 1 1 0 0 27 : 25 2 : 0  
4. (1.) HSG Krefeld 1 1 0 0 25 : 23 2 : 0  
5. (1.) Leichlinger TV 1 1 0 0 29 : 28 2 : 0  
6. (1.) TuS 04 Dansenberg 1 1 0 0 23 : 22 2 : 0  
7. (1.) HSC Bad Neustadt 1 1 0 0 21 : 20 2 : 0  
8. (1.) HG Saarlouis 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
8. (1.) Longericher SC 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
8. (1.) TuS 62 Opladen 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
8. (1.) VfL Gummersbach II 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
12. (1.) HSG Bieberau-Modau 1 0 0 1 28 : 29 0 : 2  
13. (1.) TV Gelnhausen 1 0 0 1 22 : 23 0 : 2  
14. (1.) SV Zweibrücken 1 0 0 1 20 : 21 0 : 2  
15. (1.) HSG Bergische Panther 1 0 0 1 25 : 27 0 : 2  
16. (1.) TSG Haßloch 1 0 0 1 23 : 25 0 : 2  
17. (1.) TV Kirchzell 1 0 0 1 27 : 31 0 : 2  
18. (1.) TV Hochdorf 1 0 0 1 25 : 29 0 : 2  

„Ich erwarte einen knappen Spielausgang“, erklärte HSC-Coach Frank Ihl vor dem ersten Saisonspiel des HSC Bad Neustadt in der Dritten Liga Mitte gegen den Aufsteiger SV Zweibrücken. Tatsächlich war die Begegnung dann auch spannend bis zur letzten Sekunde. „Weil wir gewonnen haben, bin ich natürlich sehr zufrieden“, sagte Ihl auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Die Mannschaft hat sich in die Partie gekämpft und kann auf dieser Leistung aufbauen.“ Er verschwieg allerdings nicht, dass auch die Gäste hätten gewinnen können. „Aber wir haben heute Lehrgeld gezahlt“, sagte Zweibrückens enttäuschter Coach Stefan Bullacher. „Gründe der aus meiner Sicht vermeidbaren Niederlage waren unsere schwache Siebenmeterausbeute und dass wir unsere Überzahlsituationen nicht genutzt haben. Bad Neustadt war letztlich einfach cleverer.“

HSC läuft nach nervösem Beginn einen Rückstand hinterher

In der Anfangsphase waren allerdings die Hausherren das nervösere Team. Da die HSC'ler ihre ersten Würfe nicht verwerten konnten, gingen die Gäste schnell mit 2:0 in Führung. Die Zweibrückener hätten die Führung noch ausbauen können, doch Linksaußen Tim Schaller setzte gleich den ersten zugesprochenen Siebenmeter an den Pfosten. HSC-Torhüter Stanislaw Gorobtschuk parierte von den weiteren vier Strafwürfen des SV drei. Der Neuzugang zwischen den Pfosten hinterließ einen starken Eindruck, wehrte in 1:1-Situationen weitere Hochkaräter ab und zählte zu den Vätern des ersten Saisonsieges. Ein weiterer Aktivposten der Hausherren war Vilim Leskovec, der die ersten beiden Treffer des HSC erzielte.

Nach Ungereimtheiten im Spielaufbau enteilten die Gäste auf 7:4, den nur 92 Zuschauern schwante Böses. Frank Ihl sah das genauso und beorderte Maximilian Drude für Benedikt Kleinhenz in den halbrechten Rückraum. Nach dem von Ioannis Fraggis erzielten Tor zum 5:7 egalisierte Drude den Rückstand mit einem Doppelpack. Kurz vor der Pause legten die Rotmilane dann einen Zahn zu und machten aus einem 9:10-Rückstand eine 12:10-Führung. Als Leskovec den Torreigen im zweiten Durchgang zum 13:10 einleitete, schien der HSC auf einem gutem Wege in Richtung Vorentscheidung zu sein. „Zwischen der 35. und 50. Minute haben wir aber zu wenig Konstruktives in der Offensives gezeigt“, kritisierte Ihl. Neben Fehlern im Spielaufbau waren dafür auch Zeitstrafen verantwortlich, sodass die Gäste zum 14:14 ausgleichen konnten.

Fistonic und Gerr sehen jeweils die rote Karte

Und es wurde für die Hausherren noch ungemütlicher, denn nach einer unfairen Attacke von Fistonic, der bei einem Tempogegenstoß den durchlaufenden Philipp Herrmann von den Beinen holte, zückten die hessischen Schiedsrichter die rote Karte. Die Entscheidung entsprach durchaus den Regeln, diskussionswürdiger war dann zwei Minuten später die dritte Zeitstrafe für Franziskus Gerr. Ohne ihre etatmäßigen Innenverteidiger schien das HSC-Schiff zu lecken, der Gegner von den Negativ-Personalien zu profitieren, denn er setzte sich auf 14:16 ab. „Doch wir haben mit großartigem Kampfgeist den Spieß umgedreht“, lobte Ihl, der notgedrungen das Nachwuchstalent Emir Rovcanin an den Kreis beorderte.

Fraggis, Herth und Leskovec werfen den HSC zum Sieg

Aus dem Zwei-Tore-Rückstand machten Fraggis, der sich nun besser in Szene setzte und mutiger in Richtung gegnerisches Tor drängte, sowie Herth mit ihren Doppelpacks eine Zwei-Tore-Führung (18:16). Diese bauten Herth und Fraggis auf 20:17 aus, doch einfach und nervenschonend geht es bei den Rotmilanen wohl auch in dieser Saison nicht. 60 Sekunden vor Spielende hatte der Aufsteiger nach zwei Treffern von Benjamin Zellmer nämlich den Anschluss wieder geschafft. Leskovec machte mit seinem Treffer zum 21:19 den Sack dann doch zu. „Das Ergebnis ist nicht nur für das Punktekonto gut, es sollte auch für Selbstvertrauen sorgen. Mit der gezeigten Einstellung müssen wir auch in das anstehende schwere Auswärtsspiel gegen die TSG Haßloch gehen“, bilanzierte der HSC-Trainer.

Die Statistik des Spiels

Handball, Dritte Liga Mitte HSC Bad Neustadt – SV Zweibrücken 21:20 (12:10)

Bad Neustadt: Gorobtschuk, Schmidl (n.e.), Kirschke (n.e.) - Kleinhenz, Fraggis 4, Leskovec 5, Drude 5, Fistonic 1, Gerr 1, Rovcanin, Streckhardt 1/1, Früh, Herth 4.

Zweibrücken: Ivankovic, Dörr (n.e.) – Hammann 4, Schaller 4/1, Huber 3, Schwarzer 1, Eisel 2, Zellmer 3, Ihl 1, Grieser, Bayer 2.

Siebenmeter: 2/1 – 5/1

Zeitstrafen: 10 – 8 Minuten.

Rot: Jure Fistonic (41.), Franziskus Gerr, 3. Zeitstrafe, 43.).

Zuschauer: 92.

Schiedsrichter: Ekk/Walter (Dreieich).

Spielfilm: 0:2 (5.), 2:4 (10.), 4:7 (15.), 6:7 (20.), 9:9 (25.), 12:10 (30.), 14:11 (35.), 14:14 (40.), 14:14 (45.), 15:16 (50.), 18:17 (55.), 21:20.