FUßBALL, TOTO-POKAL, FINALE

Mit Sorgen ins Endspiel

Rödelmaiers Neuzugang Puvanai Thatsuwan (Mitte) will im Toto-Pokal Finale gegen den FC Westheim gleich den ersten Titel holen. Foto: Anand Anders

Fußball

Finale im Kreis Rhön Samstag, 26. September, 16 Uhr: FC Westheim – SV Rödelmaier

Fast immer war es so, dass der SV Rödelmaier nach einem Sieg im Pokal auch danach in der Meisterschaft erfolgreich gespielt hat. So soll es auch nach diesem Finale gegen den Ligakonkurrenten FC Westheim sein. Für die Mannschaft von Werner Feder steht am kommenden Wochenende nämlich das richtungsweisende Match in der Bezirksliga gegen Unterspiesheim auf dem Spielplan. „Wir nehmen das Endspiel auf jeden Fall sehr ernst. Denn wenn man in einem Finale steht, will man es auch gewinnen. Meine Fußballer und die Verantwortlichen freuen sich auf Westheim“, sagt Feder.

Westheim vor allem in der Defensive immer wieder anfällig

Für ihn stellt der Gastgeber, der erst sieben Punkte in der Liga ergattert hat und folglich auf dem letzten Tabellenplatz steht, eine Mannschaft, „die nicht schlecht besetzt ist. Vor allem in der Offensive haben sie Qualität und gute Leute, die gefährlich sind und Tore machen können. Ihr Problem liegt eindeutig in der Defensive. Da bekommen sie viele Gegentreffer.“ Bestes Beispiel: Beim Restart-Match gegen Steinbach vor einer Woche kassierten die Westheimer fünf Gegentore und unterlagen klar mit 2:5.

Die Chancen auf den Klassenerhalt sind für die Westheimer nach dieser Niederlage weiter gesunken. Daher ist das Endspiel im Toto-Pokal eine willkommene Abwechslung. „Für uns ist es toll, das Finale zu spielen und entsprechend fiebern die Jungs darauf hin. Natürlich wollen wir es zu unseren Gunsten entscheiden. Der Pokal hat eigene Gesetze und wir erhoffen uns dadurch einen Pusch für die Liga, auch wenn wir dort vergangene Woche einen Dämpfer erhalten haben“, sagt Westheims Spielertrainer David Böhm. „Rödelmaier ist ein unbequemer Gegner. Sie arbeiten hart und haben mit Werner Feder einen guten Coach, der seine Jungs taktisch stark einstellt“, stellt sich Böhm auf ein kniffliges Spiel ein, für das im Übrigen maximal 200 Zuschauer zugelassen sind.

Rödelmaier mit Personalsorgen ins Endspiel des Toto-Pokals

Für den SV Rödelmaier steht dieses Finale personell unter keinem glücklichen Stern. Erneut muss Werner Feder auf etliche Stammspieler verzichten, diesmal zusätzlich auch auf Marcel Gernert, der mit seiner Schnelligkeit der Westheimer Abwehr Probleme bereiten sollte. Dies hat er schon im Punktspiel, das der SVR in Westheim 3:1 gewann, getan. Nun aber fällt er wegen einer Grippe aus. Mehr als fraglich ist zudem, ob er auf Johannes Meier bauen kann, der zuletzt beim 1:2 gegen Wiesentheid umknickte und ausgewechselt werden musste. Ebenso offen ist der Einsatz von Sebastian Popp, der nach seiner Verletzung wieder mit dem Training begonnen hat. „Er hat aber noch keinen Sprint und keinen Zweikampf im Training gemacht. Sein Einsatz wäre ein großes Risiko.“ Dabei sein werden hingegen wieder Sebastian Schneyer, der nach seinen Magen-Darm-Problemen wieder fit ist, und Saki Dinudis.

Ein Rahmenprogramm wurde seitens des BFV komplett gestrichen, die Siegerehrung findet im Anschluss an das Spiel für beide Teams im Mittelkreis durch Kreisspielleiter André Nagelsmann statt. „Dies ist der aktuellen Situation geschuldet und ist auch angemessen“, findet FC-Abteilungsleiter Maxi Schaub.

Maximilian Schaub hat die Freude am Fußball verloren

Ihm ist die Freude am Fußball in den vergangenen Wochen verloren gegangen. „Ich habe derzeit dermaßen die Schnauze voll vom Fußball. Nicht wegen unserer sportlichen Situation, ich denke, ich kann das ganz gut trennen. Aber man weiß derzeit nicht wirklich, ob man an den Wochenenden kicken kann. Spiele werden, wie jetzt zum Beispiel im Rhön-Grabfeld, wegen Corona-Ausbrüchen kurzfristig abgesetzt. Für Vereine hängt da viel dran. Helfereinteilung, Wareneinkauf und weitere Dinge. So macht es keinen Spaß.“