TRIATHLON:

Maja Betz landet auf dem Podium

Am letzten August-Wochenende startete die Nordheimerin Maja Betz in die diesjährige Triathlon-Saison. Da aufgrund der Corona-Pandemie zwei ursprünglich geplante Wettkämpfe nicht stattfinden konnten, entschied sie sich für die Teilnahme am 32. Sparkassen Knappenman im sächsischen Lohsa. Erstmals ging sie dabei über Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) an den Start und beendete den Wettbewerb als Dritte von 52 gestarteten Frauen.

„Diese Veranstaltung war eine tolle Alternative zu meinen ursprünglich geplanten Wettkämpfen. Da ich derzeit in der Heimat meines Freundes in der nähe von Zittau bin, war die Anfahrt von 83 Kilometern gut vertretbar“, berichtet Betz. In ihrem ersten Triathlon-Wettbewerb in dieser Saison nahm die Nordheimerin erstmals nicht die olympische Distanz, sondern die längere Mitteldistanz in Angriff.

Fortschritte beim Schwimmen

Aufgrund der Corona-Bestimmungen erfolgte der Start diesmal in Wellen. Jeweils 30 Sportler starteten im Abstand von einer Minute. „In welcher Startwelle man sich befand, hing vom Anmeldezeitpunkt ab. Gleichzeitig führte dies dazu, dass man während des Wettkampfes nicht direkt seine derzeitige Platzierung im Feld einschätzen konnte. Allerdings konnte ich mich dadurch auch voll und ganz auf mein eigenes Rennen fokussieren“, sagt Betz.

Im Vorfeld hatte sie gemeinsam mit ihrem Trainer eine Renn- und Verpflegungstaktik besprochen, die sie im Rennen gut umsetzen konnte. „Bereits im Wasser habe ich mich super gefühlt. In meiner noch schwächsten Disziplin habe ich mich im vergangenen Jahr enorm steigern können“, freut sich Betz. In der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung hatte sie fast ausschließlich im Freiwasser trainiert, „was in der Corona-Zeit eine super Alternative zum Schwimmbad war.“ Nach etwas mehr als einer halben Stunde verließ sie mit der siebtschnellsten Frauenzeit den Dreiweiberner See und wechselte auf das Rad.

Neue Halbmarathon-Bestzeit

Dort waren drei Runden zu je 30 Kilometern auf einer flachen, windanfälligen Strecke zu absolvieren. „Ich hielt mich auch hier an meine zuvor im Training errechneten Wattwerte und versuchte, diese bestmöglichst einzuhalten.“ Für die 90 Kilometer benötigte Betz 2:21 Stunden, ehe es auf die abschließenden Halbmarathon-Distanz ging. Auf den zwei Runden um den Dreiweiberner See drehte die Nordheimerin auf und kam in einer Zeit von 1:29 Stunden ins Ziel. Damit war Betz auf der Laufstrecke die schnellste aller gestarteten Frauen und stellte gleichzeitig eine neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz auf.

Mit einer Gesamtzeit von 4:26:17 Stunden landete sie in der Frauenwertung am Ende auf dem dritten Platz. Von allen auf dieser Distanz startenden Sportler belegte sie den 35. Platz und ließ damit auch zahlreiche Männer hinter sich. „Über den Rennverlauf und das Ergebnis bin ich super glücklich. Ich bin froh, dass sich das intensive Training ausgezahlt hat“, freut sich Betz. (fka)