FUßBALL:

Lorenz Seuffert träumt von der Fußball-Bundesliga

Nach drei Jahren in Großbardorf wird Lorenz Seuffert ab sofort das Dress der SpVgg Greuther Fürth tragen. Foto: Günter Madrenas

Mit der Bundesliga beschäftigt sich der 14-jährige Unterweißenbrunner Lorenz Seuffert derzeit noch nicht. Wenn doch, dann nur im Traum. Der Realschüler aber wagt den nächsten Schritt in seiner fußballerischen Laufbahn und wechselt aus der U15 des TSV Großbardorf zum Partnerverein SpVgg Greuther Fürth. Ein Weg, den vor zwölf Jahren auch Johannes Geis gegangen war. Der reifte in Fürth zum U-Nationalspieler und ist nach einigen Stationen im Profifußball inzwischen beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg unter Vertrag.

Angebote auch aus Stuttgart, Augsburg und Leipzig

Mit gerade einmal fünf Jahren begann Lorenz Seuffert bei seinem Heimatverein DJK Unterweißenbrunn unter seinem Vater Michael als Trainer mit dem Kicken. 2017 folgte er dann dem Ruf des TSV Großbardorf und spielte dort bis zum coronabedingten Saisonabbruch in der dortigen U15-Mannschaft, die in der Bayernliga einen guten vierten Platz unter ihrem Trainer Hansjürgen Ragati belegte. „Bereits 2019 haben die Fürther angefragt, aber auch andere Bundesligisten wie Stuttgart, Augsburg, Ingolstadt und sogar Leipzig haben sich um Lorenz bemüht“, erzählt sein Vater.

„Dass Lorenz sich letztlich für Fürth entschieden hat, ist allein seine Entscheidung. Wir haben ihn in keiner Weise beeinflusst, stehen aber voll hinter seine Entscheidung.“ Lorenz selbst begründet seine Zusage für die U15 der Spielvereinigung so: „Fürth ist heimatnah und mir gefällt ihre körperbetonte Spielweise. Außerdem reizt mich die Regionalliga Bayern, in der wir spielen werden.“

Seuffert wird in Fürth im Internat der Spielvereinigung zusammen mit 13 anderen Spielern verschiedener Jahrgänge wohnen und die dortige Realschule besuchen. Viermal Training in der Woche, nur Donnerstag ist trainingsfrei, plus ein Spiel am Wochenende – eine wahrlich anstrengende Zeit steht ihm bevor. In der Vorbereitung wird sogar zweimal an den Trainingstagen trainiert. Diese harte Arbeit will der Unterweißenbrunner gerne auf sich nehmen, denn er will einmal auf der großen Fußballbühne Bundesliga spielen. „Meine Ziele sind aber erst einmal, mich in der Mannschaft durchzusetzen und mir einen Stammplatz erkämpfen, wenn möglich auf der Sechser-Position. Denn dort spiele ich am liebsten.“

Seufferts Stärken: Schnelligkeit und gutes Zweikampfverhalten

Lorenz zeigt sich selbstkritisch, gibt sich aber auch selbstbewusst. „Ich weiß, dass ich mich in vielen Belangen noch sehr verbessern muss. Vor allem ist da mein schwacher linker Fuß zu nennen.“ Als seine Stärken nennt er seine Schnelligkeit, sein Zweikampfverhalten und seinen unbändigen Durchsetzungs- und Siegeswillen. Das hat der 14-Jährige schon oft bewiesen. Als er 2017 in die U13-Mannschaft des TSV Großbardorf wechselte, kam er auch an den dortigen DFB-Stützpunkt. Der nächste Schritt war die Berufung in den Kader der Bayernauswahl für den Länderpokal. Dann kam aber Corona dazwischen.

Teilnehmen durfte er allerdings noch am Trainingslager im Februar in Spanien. Mit ihm als Außenverteidiger gelangen der Bayernauswahl damals zwei beeindruckende Siege gegen gute spanische Teams (8:2, 3:1). „Das war bisher mein größtes sportliches Highlight.“ Sein bisheriger U15-Trainer beim TSV Großbardorf, Hansjürgen Ragati, bescheinigt ihm großes Talent. „Er besitzt großes Potenzial und hat vor allem zwei Faustpfande, seine Schnelligkeit und sein Zweikampfverhalten in Eins-gegen-Eins-Situationen. Allerdings muss er an seinem linken Fuß noch erheblich arbeiten. Wichtig wird für seine weitere Entwicklung sein, dass er die Umstellung vom häuslichen Umfeld jetzt ins Internat und die fremde Umgebung hinbekommt. Er muss alles geben, um die sich ihm bietende Chance zu nutzen.“

Großer Dankeschön an den Stützpunkttrainer Thomas Jakob

„Dass ich mich so verbessert habe, dass sich Fürth und einige andere Vereine so um mich bemüht haben und ich jetzt nach Fürth wechseln kann, habe ich besonders Thomas Jakob zu verdanken. Als damaliger Stützpunkttrainer hat er mich sehr gefördert. Dafür möchte ich mich im Nachhinein recht herzlich bedanken“, würdigt Seuffert einen seiner großen Förderer aus seiner Stützpunkt-Zeit.

Auch Lea Schrenk und Max Albert in der Bayernauswahl

Neben Lorenz Seuffert schafften es mit Lea Schrenk und Max Albert (beide Jahrgang 2005) zwei weitere Nachwuchshoffnungen des TSV Großbardorf in den Kader der Bayernauswahl. Alle drei Jugendlichen kickten in der letzten Saison mit den U15-Junioren der Grabfeld-Gallier in der Bayernliga Nord. Lea Schrenk, die in Ginolfs wohnt, begann wie Lorenz Seuffert bei der DJK Unterweißenbrunn mit dem Fußballspielen. In der neuen Saison wird sie weiterhin für die U15-Junioren des TSV Großbardorf spielen, ehe sie sich ab der U17 eine Mädchen- bzw. Frauenmannschaft suchen muss. Max Albert kommt aus Stralsbach und hatte ebenfalls ein Angebot der SpVgg Greuther Fürth. Aufgrund seines anstehenden Schulabschlusses entschied er sich aber gegen einen Wechsel nach Fürth und wird daher in der neuen Saison für die U17-Junioren des TSV Großbardorf spielen. (fka)