Skispringen

Im Nebel den Durchblick behalten

Im Nebel kaum zu erkennen: Die Schanzenanlage im Roßbachtal mit ihrer neuen Flutlichtanlage, die beim Abendsprunglauf um den "Pokal des Bürgermeisters" erstmals richtig zum Einsatz kam. Foto: Nico Chlebowy

Bei kurzer Anreise (unter 100 Kilometer Entfernung) steuerten die Rhöner "Adler" samt Trainer und Betreuern die Schanzenanlage im Roßbachtal an. Die etwa auf halber Strecke zwischen Schleusingen und Masserberg, nahe Biberschlag, gelegene Anlage hat kürzlich eine neue Flutlichtanlage bekommen, die mit dem Abendsprunglauf um den "Pokal des Bürgermeisters" in Betrieb genommen wurde.

Familiäre Veranstaltung

Nach einem Jahr Pause lud der SV Biberau wieder zum abendlichen Wettkampf. Dem Aufruf folgten 81 Skispringerinnen und Skispringer, die dem nebeligen Wetter zum Trotz für eine schöne, familiäre Veranstaltung sorgten. Die jüngsten Teilnehmer und Teilnehmerinnen zählten gerade einmal sieben Jahre. Der mit 67 Jahren älteste Athlet Thomas Vockrodt von den Ski- und Wanderfreunden Suhl war auch schon bei den Skispringen um den Kloster-Kreuzberg-Pokal in der Rhön zu Gast.

Für die Jüngsten eine neue Erfahrung

Auf den Roßbachtalschanzen stehen den Sportlern drei unterschiedlich große Schanzen zur Verfügung: die K 10, K 17 und K 35. Für zwei der Rhönadler, Josefine Grösch (RWV Haselbach) und Anton Knoll (WSV Oberweißenbrunn), war es der erste Start in Biberau, den sie auf der K 10 absolvierten. Das Springen auf Matten kennen die beiden zur Genüge, aber die Sprünge bei Flutlicht waren für die Jüngsten des Teams eine neue Erfahrung, die sie laut Betreuer und Sprunglaufwart des RWV Haselbach, Nico Chlebowy, sehr gut meisterten.

Neben den schwierigen Bedingungen (Nebel) stellten die Temperaturen um die null Grad eine weitere Herausforderung dar. Die Sportlerinnen und Sportler mussten sich zwischen den Sprüngen warmhalten. Gegen Ende des zweiten Durchganges frischte zudem der Wind auf und die Springer hatten gegen einen böigen Rückenwind anzukämpfen.

Ein Sieg und zwei 3. Plätze

Insgesamt hoben sechs Rhönerinnen und Rhöner von den Schanzen ab. Neben Grösch und Knoll waren es Amelie von Rosen (RWV Haselbach/K 35), Anna Chlebowy (RWV Haselbach/K 35) und Marlene Günther (WSV Oberweißenbrunn/K 35). Chlebowy und Günther erreichten Rang 3 in ihren Startklassen. Auch Trainer Maximilian Lange (RWV Haselbach/K 35) stellte sich der Herausforderung und errang in seiner Altersklasse den ersten Platz.

Der nächste Wettkampf, an dem die Rhönadler teilnehmen, wird in Rastbüchl am Freitag und Samstag, 10. und 11. Dezember, sein. Sofern genügend Schnee liegt, findet dort die dritte Veranstaltung des bayerischen Schülercups 2021/2022 in der nordischen Kombination statt.

Im Nebel kaum zu erkennen: Die junge Rhöner Skispringerin Anna Chlebowy (RWV Haselbach) sprang auf der Schanzenanlage im Roßbachtal über die K 35. Foto: Nico Chlebowy
Nächtliche Siegerehrung: Maximilian Lange (3. von links, RWV Haselbach), Trainer der Rhönadler, nahm beim Nachtspringen auf der Schanzenanlage im Roßbachtal am Wettkampf teil. Ergebnis: Platz eins in seiner Startklasse. Foto: Nico Chlebowy