HANDBALL: 3. LIGA MITTE

HSC fehlen in der Offensive Mut und Ideen

Handball

3. Liga Männer Mitte

 

HSG Bieberau-Modau – VfL Gummersbach II abg.  
TuS 62 Opladen – Leichlinger TV abg.  
SV Zweibrücken – TV Kirchzell 28:21  
TV Hochdorf – TV Gelnhausen 22:16  
TSG Haßloch – HSC Bad Neustadt 21:15  
TuS 04 Dansenberg – HSG Krefeld 34:28  
HG Saarlouis – HSG Hanau 31:22  
HSG Rodgau Nieder-Roden – Longericher SC 21:28  
Dutenh./Münchholzh. II – HSG Bergische Panther abg.  

 

1. (1.) HG Saarlouis 2 2 0 0 65 : 48 4 : 0  
2. (7.) TuS 04 Dansenberg 2 2 0 0 57 : 50 4 : 0  
3. (9.) Longericher SC 1 1 0 0 28 : 21 2 : 0  
4. (2.) Dutenh./;Münchholzh. II 1 1 0 0 31 : 27 2 : 0  
5. (6.) Leichlinger TV 1 1 0 0 29 : 28 2 : 0  
6. (3.) HSG Hanau 2 1 0 1 51 : 56 2 : 2  
7. (5.) HSG Krefeld 2 1 0 1 53 : 57 2 : 2  
8. (15.) TSG Haßloch 2 1 0 1 44 : 40 2 : 2  
9. (8.) HSC Bad Neustadt 2 1 0 1 36 : 41 2 : 2  
10. (4.) Rodgau Nieder-Roden 2 1 0 1 48 : 53 2 : 2  
11. (13.) SV Zweibrücken 2 1 0 1 48 : 42 2 : 2  
12. (17.) TV Hochdorf 2 1 0 1 47 : 45 2 : 2  
13. (9.) TuS 62 Opladen 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0  
14. (11.) HSG Bieberau-Modau 1 0 0 1 28 : 29 0 : 2  
15. (14.) HSG Bergische Panther 1 0 0 1 25 : 27 0 : 2  
16. (18.) VfL Gummersbach II 1 0 0 1 26 : 34 0 : 2  
17. (12.) TV Gelnhausen 2 0 0 2 38 : 45 0 : 4  
18. (16.) TV Kirchzell 2 0 0 2 48 : 59 0 : 4  

TSG Haßloch – HSC Bad Neustadt 21:15 (9:6)

Mit leeren Händen kehrte der HSC Bad Neustadt vom Auswärtsspiel bei der TSG Haßloch zurück, was laut HSC-Coach Frank Ihl „natürlich unnötig war, aber auf der anderen Seite auch erklärlich ist. Es hat uns an der Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt“, so seine Analyse. „Mit der Abwehrleistung war ich dagegen hundertprozentig zufrieden, 21 Gegentreffer liegen im Plan.“ Mit der Offensiv-Leistung konnte der HSC-Trainer jedoch nicht zufrieden sein, wobei die Rotmilane in dieser Hinsicht schwer gehandicapt in die Partie gingen. Neben den sowieso schon verletzten Felix Wolf und Benjamin Trautvetter fiel auch noch Vilim Leskovec, der sich einen Bänderiss im Wurfarm zuzog, aus. „Laut ärztlicher Prognose droht ein Ausfall von sechs Wochen“, befürchtet Ihl.

Drude überzeugt erneut

Von der linken Angriffsseite, gegen Zweibrücken noch torgefährlich, ging am Samstagabend dann auch keinerlei Gefahr aus. Die Treffer der Gäste fielen stattdessen hauptsächlich über die rechte Seite. „Da hat Max Drude wieder eine überzeugende Vorstellung abgeliefert“, lobte Ihl, der seine Mannen bereits in den Anfangsminuten in Rückstand geraten sah. Die Hausherren taten sich dabei aber mit der Chancenverwertung auch schwer, führten nach fünf Minuten mit 2:0, ehe der HSC durch Drude den Anschluss schaffte. Den hielten sie bis zur 15. Minute (3:2) konstant, auch weil Torhüter Stanislaw Gorobtschuk einen Siebenmeter von Dennis Götz entschärfte.

Danach kam etwas Hektik auf, es folgten Zeitstrafen für beide Kontrahenten, wobei Gorobtschuk einen weiteren Strafwurf, diesmal trat TSG-Kapitän Kevin Seelos an die Linie, parierte. Als Drude fünf Minuten vor dem Seitenwechsel zum 7:6 verkürzte, war die HSC-Welt noch in Ordnung. Doch in den letzten Minuten klemmte es im Angriff, die Schützlinge von Thomas Müller warfen durch den hoch aufgeschossenen Theo Surblys und Elvijs Borodovskis erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Diesen vermochten die Gäste stabil zu halten und durften nach den Treffern von Franziskus Gerr und Drude zum Zwischenstand von 14:12 (41.) noch auf eine Wende hoffen. „Unser Plan war, bis zur 50. Minute ergebnismäßig dran zu bleiben, um dann in den Schlussminuten noch einen Zahn zuzulegen“, erklärte der HSC-Übungsleiter.

Plan der Rotmilane geht nicht auf

Doch es kam letztlich anders. Das Unglück aus Sicht der Rotmilane begann damit, dass der Heimsieben ein nach Ansicht von Ihl unberechtigter Strafwurf („der Spieler rutschte ohne Berührung unsererseits weg“) zugesprochen wurde. Die Ihl?schen Proteste bewogen die Unparteiischen nicht zur Rücknahme ihrer Entscheidung, sondern zum Zücken der gelben Karte gegen den HSC-Trainer. Dennis Götz durfte zu seinem zweiten Strafwurfversuch noch einmal an die Linie, zeigte sich diesmal nervenstark und baute den Vorsprung auf 16:12 aus. Nach dem 17:13 verpasste Noah Streckhardt den 14. HSC-Treffer, als er am ebenfalls stark parierenden TSG-Goalie Daniel Schlingmann mit einem Siebenmeter scheiterte. Eine Zeitstrafe für Gerr nutzten die Haßlocher, „die ich zu den starken Teams der Liga rechne und die über eine vergleichsweise breite Bank verfügten“ zur Vorentscheidung. Jan Triebskorn, den die Gäste ansonsten gut im Griff hatten, sowie Kreisläufer Julius Herbert nutzten die Überzahl zum vorentscheidenden 19:13.

Diese Sechs-Tore-Führung verwalteten die Pfälzer gekonnt bis zum Spielende. „Die Niederlage ist natürlich nicht schön, hat hoffentlich aber einen Lerneffekt“, sagt Ihl, der dennoch mit einem positiven Gefühl die nächste Aufgabe angeht. Mit der TuS Dansenberg ist am kommenden Wochenende aber ein echtes Spitzenteam in der Bürgermeister-Goebels-Halle zu Gast. Der klare Heimsieg des Saarbrücker Stadtteilklubs gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Krefeld lässt zumindest aufhorchen. „Das wird angesichts unserer Verletzungsprobleme keine leichte Aufgabe“, vermutet Ihl, „Wir müssen auf der Basis einer überzeugenden Abwehrleistung einfach mehr Zug zum gegnerischen Tor entwickeln und leichtfertige Ballverluste minimieren.“ (ba)

Haßloch: Schlingmann, Bitz – Borodovskis 1, Hannes 3, Kern 3, Zech 1, Triebskorn 4, Seelos 1, Albert (n.e.), Gregori 1, Surblys 3, K. Herbert, Götz 3/2, J. Herbert 1.

Bad Neustadt: Gorobtschuk (1. - 54.), Schmidl (ab 55.), Kirschke (n.e.) – Kleinhenz, Fraggis 3, Drude 5, Fistonic, Gerr 3, Rovcanin, Streckhardt, Früh 1, Herth 3.

Schiedsrichter: Bittner/Casselmann (Dreieich). Siebenmeter: 4/2 – 1/0. Zeitstrafen: 4 - 4 Minuten. Zuschauer: 230. Spielfilm: 2:0 (5.), 3:2 (10.), 4:3 (15.), 6:4 (20.), 7:6 (25.), 9:6 (30.), 11:7 (35.), 14:11 (40.), 15:12 (45.), 17:13 (50.), 19:14 (55.), 21:15.