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HSC: Ein Sieg für das Selbstvertrauen

Handball

Testspiel

HC Erlangen II – HSC Bad Neustadt 27:29 (15:14). „Das Ergebnis in einem Vorbereitungsspiel ist prinzipiell egal“, meinte HSC-Coach Frank Ihl nach dem Abpfiff, „doch wenn du bei einem Drittligisten gewinnst, ist das natürlich gut für die Moral und steigert außerdem das Selbstvertrauen der Spieler.“ Zumal der HC Erlangen II mit einem verstärkten Kader auflief und einige Akteure der Erstligamannschaft Spielpraxis sammelten.

Nur wenige technische Fehler

Die Rotmilane waren sofort im Spiel und führten schnell mit 3:1, machten dann aber die Erfahrung, dass der Kontrahent Fehler gnadenlos ausnutzte. „In der ersten Halbzeit haben wir uns sieben technische Fehler geleistet, nach der Pause nur noch einen, was insgesamt eine ordentliche Bilanz ist und eine Verbesserung gegenüber der Bernburg-Partie bedeutet.“ Die Deckungsarbeit bewertete Ihl als zufriedenstellend, in der Offensive leitete Regisseur Benjamin Herth die Angriffsaktionen ein, wobei Vilim Leskovec für die einfachen Treffer verantwortlich zeigte. Auf der halbrechten Position steigerte sich Benedikt Kleinhenz nach anfänglichen Problemen im Laufe der Begegnung. Die Außen Felix Wolf und Ioannis Fraggis agierten ebenso wie Noah Streckhardt wirkungsvoll. Jure Fistonic, der nach einer Grippe noch nicht komplett fitt war, wurde nur in der Abwehr eingesetzt.

Über 60 Minuten hohes Tempo

Beide Torhüter präsentierten sich solide, wobei Stanislaw Gorobtschuk in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten stand, Felix Schmidl taute Mitte der zweiten Halbzeit so richtig auf und parierte bei sieben schwer zu haltenden Würfen. „Was mir besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass wir über 60 Minuten volles Tempo gegangen sind. Gegen einen spielerisch starken Gegner waren wir immer auf Augenhöhe, was zu einer spannenden Auseinandersetzung geführt hat“, so Ihl. Dabei ist zu berücksichtigen, dass er Maximilian Drude und Benjamin Trautvetter verletzungsbedingt nicht einsetzen konnte, der kleine Kader schlug sich aber trotzdem gut.

Verbesserungswürdig sei noch die Verwertung der Strafwürfe, „da haben wir zwei nicht verwandelt, so etwas kann bei knappen Spielverläufen spielentscheidend sein“, mahnte Ihl. Er lobte jedoch die Einstellung seiner Schützlinge, die sich in den Schlussminuten auch von der offenen Manndeckung der Mittelfranken nicht aus der Ruhe bringen ließen und 30 Sekunden vor dem Abpfiff mit einem Treffer die Frage nach dem Sieger endgültig beantworteten. (ba)