KEGELN: 2. BUNDESLIGA

Großbardorf wagt einen neuen Angriff auf den Titel

Sie bilden auch in der Saison 2020/21 den Stamm des Kegel-Zweitligisten TSV Großbardorf: Christian Helmerich (von links), René Wagner, Marco Schmitt, Matthias Menninger, Patrick Ortloff, der neue Mannschaftsführer Torsten Frank und Pascal Schneider. Andy Behr fehlt auf dem Bild. Foto: Günter Madrenas

Nun dürfen endlich wieder die Kugeln rollen, so jedenfalls hofft man im Lager des TSV Großbardorf. Nur in den Bundesligen des Deutschen Keglerbund Classic (DKBC) beginnt an diesem Wochenende der Spielbetrieb, der Start der Ligen darunter wurde verschoben. Die Kegler des TSV Großbardorf versuchen, wieder an die großen Erfolge der Vorjahre anzuknüpfen. Nach einem fünften Platz im Aufstiegsjahr holten sich die Grabfelder in der folgenden Saison den Meistertitel ihrer Staffel der 2. Bundesliga, scheiterten aber in den Aufstiegskämpfen zur Bundesliga. Danach errangen die Schützlinge von Trainer Axel Tüchert zweimal den zweiten Platz.

Einen ähnlich guten Platz strebt Torsten Frank für die Saison 2020/21 an. „Wir haben die gleiche Mannschaft wie im Vorjahr und haben sogar mit Daniel Eberlein einen Primakegler dazu bekommen. Ich persönlich will einen Platz unter den ersten Drei erreichen und sogar um den Titel mitspielen. Ich bin optimistisch, dass wir dieses große Ziel erreichen können. Wir brauchen uns auf jeden Fall vor keinem Team verstecken.“ Frank hat Patrick Ortloff, der sich nur noch aufs Kegeln konzentrieren will, als Mannschaftsführer abgelöst.

Beide Bundesliga-Absteiger in der Großbardorfer Staffel

Frank ist sich allerdings auch bewusst, dass die Staffel Mitte die am stärksten besetzte Staffel der 2. Bundesliga ist. „In dieser Staffel kegeln mit Nibelungen Lorsch und Rot-Weiß Hirschau die beiden Absteiger aus der Bundesliga und viele Mannschaften haben sich gut verstärkt“, lautet Franks Begründung. Pech für das TSV-Team, dass der zuverlässige Punktesammler wegen einer Schulteroperation erst einmal ausfallen wird. „Ich bin aber zuversichtlich, dass ich bald wieder eingreifen kann, denn der Heilungsprozess verläuft gut.“

Daniel Eberlein wechselte vom Zweiligaabsteiger ESV Schweinfurt ins Grabfeld. „Weiter in der 2. Bundesliga zu kegeln, reizte mich schon. Außerdem hat sich Trainer Axel Tüchert sehr um mich bemüht und ich kenne einen Großteil meiner neuen Mannschaft“, begründete der 30-jährige seinen Wechsel. Wie auch Frank will auch er „oben mitspielen. Das ist zwar keine einfache Aufgabe, aber es ist sicher machbar. Denn wir sind eine gute Truppe.“ Er selbst will durch gute Leistungen dazu beitragen, dass sein Saisonziel erreicht wird. „Meine Bestleistung sind 642 Holz, die ich in Großbardorf geschafft habe. Diese Holzzahl mehrfach zu erreichen wäre super.“

Trainer Tüchert zieht Vergleiche zur Meistermannschaft

Große Stücke hält auch Großbardorfs Trainer Axel Tüchert vom Neuzugang: „Daniel passt sowohl sportlich als auch sozial ins Mannschaftsgefüge. Durch ihn sind wir vor allem in der Breite stärker geworden.“ Vor allem freut es ihn, dass der Kader zusammen geblieben ist. „Wir haben ein gutes Team. Ich vergleiche es mit der Mannschaft, mit der wir Meister geworden sind. In dieser Saison sind wir genauso kompakt wie damals. Den Kader mit neun Keglern wollte ich, da die Runde diesmal länger ist. Damit können wir Verletzungen wie die von Torsten Frank besser auffangen.“

Tüchert hat einen klaren Favoriten auf den Meistertitel: „Lorsch hat sich mit vier guten Bundesliga-Keglern enorm verstärkt. Die Meisterschaft geht nur über Lorsch. Wir brauchen uns aber nicht verstecken. Denn wir haben neun gute Kegler mit großer Erfahrung.“ Tüchert ist überzeugt, dass sein Team ein gewichtiges Wort mitsprechen wird. „Die Vorbereitung ist gut verlaufen. Die Beteiligung am Training war gut.“

Erster Gegner ist an diesem Samstag, 12 Uhr, auswärts der KV Mutterstadt. „Wir wollen einen guten Start hinlegen und das Auftaktspiel siegreich gestalten.“ An die Mutterstädter Bahnen haben die Grabfelder gute Erinnerungen. Dort schaffte man einst den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Damals sind wir auf diesen Bahnen gut zurecht gekommen“, erinnert sich Tüchert. Zum ersten Heimwettkampf erwarten die Großbardorfer am Samstag, 19. September, um 13.30 den FSV Erlangen-Bruck.

TSV Großbardorf 2020/21

Andy Behr, Daniel Eberlein, Torsten Frank, Christian Helmerich, Matthias Menninger, Patrick Ortloff, Marco Schmitt, Pascal Schneider, Rene Wagner.

Daniel Eberlein ist neu beim TSV Großbardorf. Foto: Günter Madrenas