FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Frank Geßners Einstand gelingt

Fußball

Kreisliga Rhön

Burgwallb. I/Bad Neust. – Urspringen-Sondh./Rh. 3:1
FC Reichenbach – DJK Wülfershausen 4:3
SG Oerlenbach/Ebenhausen – TSV Steinach 0:1
FC Rottershausen – Spfr. Herbstadt abg.
FC Strahlungen – SV Riedenberg 2:0
TSV Großbardorf II – TSV Bad Königshofen abg.
SV Ramsthal – FV Rannungen/Pfändh./Holz. 0:2
FC Bayern Fladungen – TSV Trappstadt abg.

1. (1.) TSV Trappstadt 17 13 2 2 32 : 11 41
2. (2.) TSV Großbardorf II 19 12 3 4 46 : 23 39
3. (3.) SV Ramsthal 18 9 6 3 43 : 28 33
4. (6.) FC Strahlungen 19 10 3 6 50 : 40 33
5. (4.) SV Riedenberg 19 9 5 5 38 : 21 32
6. (7.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 18 10 2 6 31 : 21 32
7. (5.) FC Rottershausen 18 9 4 5 42 : 29 31
8. (8.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 19 9 4 6 31 : 27 31
9. (9.) Spfr. Herbstadt 18 8 3 7 35 : 28 27
10. (10.) TSV Steinach 19 6 5 8 34 : 34 23
11. (11.) TSV Bad Königshofen 18 5 5 8 22 : 40 20
12. (12.) FC Reichenbach 20 3 9 8 25 : 41 18
13. (13.) FC Bayern Fladungen 18 3 5 10 23 : 37 14
14. (14.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 20 4 2 14 28 : 68 14
15. (15.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 19 3 4 12 23 : 38 13
16. (16.) DJK Wülfershausen 19 3 4 12 37 : 54 13

SV Burgwallbach/Bad Neustadt – SG Urspringen-Sondheim/Rhön 3:1 (1:0). Mit einem Heimsieg startete der SV Burgwallbach/Bad Neustadt in die Restrunde. Ebenso war es im ersten Pflichtspiel für den neuen Trainer Frank Geßner der erste Sieg, während die Gäste aus Urspringen und Sondheim/Rhön weiterhin auf der Stelle treten und den Abstiegsplatz nicht nach vorne verlassen konnten. Geßner verfiel danach nicht in Euphorie, sondern ließ die Kirche im Dorf und zollte den Gästen Respekt auf der ganzen Linie. „Sie haben uns 90 Minuten lang unter Druck gesetzt, waren ungeheuer laufstark und zweikampfstark und haben uns hinten das Leben schwer gemacht.“ Dennoch musste die Herbert-Elf mit einem Rückstand in die Halbzeitpause gehen. Alexander Bühner hatte aus dem Halbfeld heraus einen „Traum-Freistoß“, so der Torschütze, geschlagen und Benedikt Floth verwandelte per Kopfball in den Winkel.

Auch im zweiten Durchgang seien, so Frank Geßner, die Gäste „besser ins Spiel gekommen und setzten uns gehörig unter Druck. Ich weiß nicht, ob er berechtigt war oder nicht“, so Geßner, aber der Schiedsrichter sprach den Gästen einen Elfmeter zu, den David Heuring zum Ausgleich verwandelte. „Danach haben wir uns aber wieder gefangen.“ Auch seine Mannschaft erhielt einen Strafstoß, den Marcel Mölter zur erneuten Führung verwandelte.

Gespielt waren da 85 Minuten, und die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne, um wenigstens einen verdienten Punkt mitzunehmen. Es sollte aber nicht sein. Weil sie sich dadurch hinten völlig entblößten, mussten sie bei einem Konterstoß, den Jannis Vöth im Alleingang super abschloss, sogar noch das 3:1 für die Gastgeber einstecken. „Das Ergebnis fiel um ein Tor zu hoch aus. Es kann auch unentschieden ausgehen, aber unverdient haben wir nicht gewonnen“, so Frank Geßner zu seinem Einstand. (rd)

Tore: 1:0 Benedikt Floth (40.), 1:1 David Heuring (55., Foulelfmeter), 2:1 Marcel Mölter (85. Foulelfmeter), 3:1 Jannis Vöth (89.).

FC Reichenbach – TSV-DJK Wülfershausen 4:3 (1:1). „Das war ein glücklicher Sieg, wir hätten auch verlieren können“, bilanzierte FC-Coach Sven Ludsteck nach dem dritten Saisonsieg der ersatzgeschwächten Reichenbacher. Der Aussage stimmte der Kollege Christoph Then zu, enttäuscht meinte er: „Wir haben uns selbst besiegt, wir nutzen prima Gelegenheiten nicht und kassieren zu einfache Gegentreffer.“ Der Gast erarbeitete sich vom Anpfiff weg eine Dominanz, wurde aber kalt erwischt, als Johannes Katzenberger einen 16-Meter-Schuss zur Führung nutzte. Nach einer Viertelstunde hatte Florian Balling den Ausgleich auf dem Fuß, nach einem Steilpass tauchte er frei vor Keeper Eric Reß auf, der sich beim Tunnelversuch des Angreifers aber nicht überlisten ließ.

Reß war vor dem 1:1 bei einem Schuss von Patrik Warmuth zwar zur Stelle, gegen den Abstauber von Max Kießner aber machtlos. „In der ersten Halbzeit war der Gast überlegen“, kommentierte Ludsteck den Spielverlauf, die Then-Schützlinge zeigten das gefälligere Kombinationsspiel, doch der letzte Pass kam nicht an.

Nach dem Wülfershausener 2:1 durch Florian Balling währte die Freude bei den Gästen nicht lange, Christian Pickel markierte den Ausgleich. Mit einer Klasse-Aktion leitete Katzenberger das 3:2 ein, das sich Steffen Nöth gutschreiben lassen durfte. Als die Gastgeber, die Remiskönige der Liga, nach einer von Marcel Koob hereingegeben Ecke beim Kopfball von Björn Will unsortiert agierten, schien es auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Diese hätte Björn Will verhindern können, wenn er die Kugel nach Querpass von Warmuth nicht aus Nahdistanz über den Kasten gedroschen hätte (86.). Doch aus Sicht der Gäste lief es dann noch schlimmer. Nach dem folgenden Abschlag landete ein weiter Schlag von Patrick Hergenröther im Gäste-Strafraum, wo sich Keeper Lukas Bier und Verteidiger Lucas Gensler im Luftkampf behinderten, das herrenlose Spielgerät hob Katzenberger anschließend ins verwaiste Tor. (ba)

Tore: 1:0 Johannes Katzenberger (7.), 1:1 Max Kießner (20.), 1:2 Florian Balling (71.), 2:2 Christian Pickel (73.), 3:2 Steffen Nöth (77.), 3:3 Björn Will (83.), 4:3 Johannes Katzenberger (87.).

FC Strahlungen – SV Riedenberg 2:0 (1:0). Der FC Strahlungen hat zum Wiederbeginn nach der Corona-Pause ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die Elf von Oliver Schönwiesner bezwang den SV Riedenberg mit 2:0, obwohl sie 82 Minuten lang in Unterzahl spielen musste. Schon in der achten Minuten hatte FC-Verteidiger Lukas Hein die wegen einer Notbremse die rote Karte gesehen. „Die Entscheidung war korrekt“, räumte FC-Pressewart Bernhard Nöth ein. Kurz zuvor hatte Markus Neder die Gastgeber mit 1:0 in Führung gebracht, Tim Krais hatte die Vorarbeit geliefert. „Wir haben dann umgestellt“, sagte Nöth, „Benedikt Bötsch übernahm den Hein-Posten und wir haben uns aufs Verteidigen verlegt.“ Klar, dass die Gäste aus der Rhön fortan den Ton klar angaben und auch einige Male gefährlich vor dem Strahlunger Tor aufkreuzten, aber die Abwehr um den sicheren Schlussmann Johannes Bömmel hielt. Die Riedenberger schafften es über weite Strecken nicht, ihr Tempo zu variieren und sich zwingende Chancen herauszuspielen. Die größte Gelegenheit vergab Stefan Wich (85.), aber da hatte Neder das Ergebnis schon auf 2:0 für die Strahlunger gestellt. „Kompliment an unsere Mannschaft“, sagte Nöth, „sie hat läuferisch und kämpferisch alles gegeben.“

Auch für die Zuschauer, 170 waren es, hatte Nöth lobende Worte: „Unser Hygienekonzept ist aufgegangen. Die Leute hatten Masken dabei und waren sehr diszipliniert.“ Auf dem Spielfeld half den Strahlungern auch eine Regeländerung: „Wir haben es natürlich ausgenutzt mit den fünf Wechseln und Rückwechseln“, sagte Nöth. So konnte Schönwiesner seinen Mannen immer wieder Verschnaufpausen verschaffen. Die waren auch notwendig, weil die FC-Elf in Unterzahl natürlich mehr laufen musste. Wenn etwas aufs Tor kam, wurde der Ball zur sicheren Beute von Johannes Bömmel, der in jeder Halbzeit zwei, dreimal eingreifen musste. Nur einmal bekam er den Ball nicht zu fassen. Es war die Szene, in der Lukas Hein, den Riedenberger Lukas Hergenröther zwar nicht foulte, aber – außerhalb des Strafraums – klar beim Schuss aufs leere Tore behinderte.

Tore: 1:0, 2:0 Markus Neder (3., 77.). Rot: Lukas Hein (8., Strahlungen, Notbremse).

SG Oerlenbach/Ebenhausen – TSV Steinach 0:1 (0:0). Sie waren nicht vom Glück verfolgt, die Oerlenbacher und Ebenhäuser, in einem typischen 0:0-Spiel. Erst verschossen sie einen Handelfmeter; dann flog der Keeper wegen Handspiels vor dem Strafraum vom Platz. Und dann fing sich die SG kurz vor Schluss noch ein Tor ein, obwohl sie mehr Spielanteile gehabt hatte. Sowohl bei der roten Karte als auch beim Gegentreffer sah Abteilungsleiter Alexander Schreiner zweifelhafte Schiedsrichterinnen-Entscheidungen.

Auf dem Platz in Ebenhausen begann die SG ordentlich. Alle Spieler kämpften; es fehlte aber an Spielwitz. Der TSV Steinach verlegte sich darauf, nach Balleroberung seine Spitzen zu bedienen. Was selten gelang und ungefährlich blieb. So wurde es eine Partie mit wenigen Chancen. Eine hatte Daniel Franz nach einem Gestocher im Steinacher Strafraum. Der SG-Akteur zog ab, doch die Kugel wurde abgefälscht und landete in Händen des Steinacher Keepers Franz-Xaver Rosshirt. Ansonsten blieb es Mittelfeldgeplänkel.

Zwar brachte die Einwechslung von Florian Heller zu Beginn der zweiten Hälfte etwas mehr Elan ins Oerlenbacher Spiel. Doch turbulent wurde es erst, als ein Steinacher den Ball an die Hand bekam. Den Elfer jagte der sonst so sichere Frank Schmitt übers Tor. Damit nicht genug des Pechs. Torwart Simon Seidl spielte Hand außerhalb seines Strafraums: Rot. Wobei Schreiner gesehen haben will, dass der Keeper den Ball vor der Linie losließ. Des Unglücks dritter Akt: Seidls Ersatz – Stürmer Timo Schmitt – soll geschubst worden sein, ehe der Eckball ins Netz der SG segelte. Für Schreiner eine ärgerliche Pleite, weil es auch andersherum hätte ausgehen können. (st)

Tor: 0:1 Simon Voll (88.). Rot: Simon Seidl (69., Oerlenbach, Handspiel außerhalb des Strafraums). Bes. Vorkommnis: Frank Schmitt (Oerlenbach) verschießt Handelfmeter (60.).

SV Ramsthal – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 0:2 (0:0). Vor 200 Zuschauern erhielten die Aufstiegsambitionen der Ramsthaler, die auf ihre Sturmspitze Sascha Ott verzichten mussten, einen herben Rückschlag. „Es war ein zerfahrene Partie mit viel Kampf, aber mit nur wenigen vielversprechenden Torchancen“, sagte SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach. Fast folgerichtig fiel er erste Treffer aus einer Standardsituation heraus. Nach einer Flanke von Michael Röder kam es im SV-Sechzehner zu einem Luftkampf mehrerer Akteure, dabei ging Fabian Erhard zu Boden. Der Unparteiische erkannte ein Foul, den Strafstoß verwandelte Alexander Müller. André Wetterich legte nach. (ba)

Tore: 0:1 Alexander Müller (61., Foulelfmeter), 0:2 André Wetterich (67.).


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