FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Dichtes Gedränge im Tabellenkeller

Ab diesem Wochenende geht es teilweise wieder voll zur Sache, hier ein Zweikampf aus dem Derby zwischen den Spfr. Herbstadt (Lukas Krieger, am Boden) und dem TSV Bad Königshofen (Alexander Erlanov, oben). Foto: Rudi Dümpert

Fußball

Kreisliga Rhön

1. (1.) TSV Trappstadt 16 13 1 2 31 : 10 40
2. (2.) TSV Großbardorf II 19 12 3 4 46 : 23 39
3. (3.) SV Ramsthal 16 9 6 1 43 : 22 33
4. (4.) SV Riedenberg 18 9 5 4 38 : 19 32
5. (5.) FC Rottershausen 18 9 4 5 42 : 29 31
6. (6.) FC Strahlungen 18 9 3 6 48 : 40 30
7. (7.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 16 8 2 6 28 : 21 26
8. (8.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 17 7 4 6 25 : 24 25
9. (9.) Spfr. Herbstadt 17 7 3 7 31 : 28 24
10. (10.) TSV Steinach 18 5 5 8 33 : 34 20
11. (11.) TSV Bad Königshofen 18 5 5 8 22 : 40 20
12. (12.) FC Bayern Fladungen 18 3 5 10 23 : 37 14
13. (13.) FC Reichenbach 18 2 8 8 20 : 37 14
14. (14.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 18 4 2 12 26 : 64 14
15. (15.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 17 3 4 10 22 : 34 13
16. (16.) DJK Wülfershausen 18 3 4 11 34 : 50 13

Samstag, 7. März, 16 Uhr:

FV Rannungen/Pfandhausen/Holzhausen – SG Urspringen-Sondheim/Rhön (0:0)

(in Rannungen)

SV Burgwallbach I/Bad Neustadt – SG Oerlenbach/Ebenhausen (3:2)

(in Bad Neustadt)

Sonntag, 8. März, 14 Uhr:

TSV Trappstadt – FC Reichenbach (3:1)

TSV Bad Königshofen – Strahlungen (1:5)

Sonntag, 8. April, 15 Uhr:

SV Ramsthal – Spfr. Herbstadt (1:0)

SV Riedenberg – FC Rottershausen (5:1)

Selten war die Situation in der Kreisliga Rhön vor dem Restrunden-Auftakt so spannend wie diesmal. Ebenso präsentiert sich ein verzerrtes Tabellenbild: Die 16 Mannschaften absolvierten zwischen 16 und 19 Partien. Drei Spieltage aber bedeuten maximal neun Punkte. Sollte Tabellenführer TSV Trappstadt nicht aufzuhalten sein, gibt es fünf ernst zu nehmende Bewerber um den Aufstiegs-Relegationsplatz 2. Virtuell angeführt wird die Verfolger-Meute eigentlich nicht vom Zweiten TSV Großbardorf II (2./19/39), sondern vom Dritten SV Ramsthal (3./16/33), gefolgt vom SV Riedenberg (4./18/32), dem FC Rottershausen (5./18/31) und dem FC Strahlungen (6./18/30). Ebenso könnte man von diesen erwähnen, dass sie den Klassenerhalt so gut wie sicher haben. Noch enger geht es im Tabellenkeller zu, in dem noch überhaupt nichts entschieden ist und die letzten Fünf nur durch einen Punkt getrennt sind.

SG Urspringen-Sondheim/Rhön

Die SG Urspringen-Sondheim/Rhön beginnt mit dem Auswärtsspiel in Rannungen und hat es mit einem Gegner zu tun, dem man in der Hinrunde beim 0:0 Paroli bieten konnte. Ein Ergebnis aus einer Phase der Saison, in der man damit rechnen konnte, dass die Mannschaft in dieser Runde eine bessere Rolle würde spielen können. Inzwischen wurde sie aber wieder von den Erlebnissen der vergangenen Runde eingeholt und wird vermutlich wieder bis zum Finale um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Der ist auch das erklärte Ziel, weshalb schon eine Wiederholung des Hinspiel-Ergebnisses ein großer Erfolg wäre. Der Kader hat sich in der Winterpause personell nicht verändert.

SV Burgwallbach/Bad Neustadt

Einen Trainerwechsel gab es bereits nach dem letzten Spiel vor dieser Winterpause beim SV Burgwallbach/Bad Neustadt, weil sich Alexander Leicht eine Kreisliga-Auszeit genommen hat. Mit Frank Geßner konnten Marcel Mölter und Benedikt Floth einen Nachfolger finden. Auch im Kader hat sich etwas verändert: Julian Dorsch ging, Timo Schäfer rückte für ihn aus der eigenen Jugend nach. Geßner war „zufrieden mit der Vorbereitung“, in welcher der besondere Schwerpunkt auf Kraft und Ausdauer gelegt wurde. Leider konnte man nur ein Vorbereitungsspiel absolvieren, so dass sich im Spiel gegen die SG Oerlenbach/Ebenhausen zeigen muss, wo man steht und wie schnell man wieder den Rhythmus findet. Der Trainer des Gegners, Thorsten Büttner, konnte mit Florian Heller einen Neuzugang (aus Reiterswiesen) in seinem Kader begrüßen. Er selber wird seine Tätigkeit zum Saisonende bei der SG beenden und möchte natürlich am liebsten die Mannschaft als Kreisligist an Frank Halbig übergeben.

Bei den Gastgebern ist Druck jeder Art kein Thema mehr, so dass man gespannt darauf sein kann, ob das mehr lähmt oder beflügelt. Frank Geßners Aufgabe wird deshalb auch darin bestehen, Motivation und Ehrgeiz seines Teams hoch zu halten, um sich vielleicht doch vorne noch einmal einmischen zu können. Er erwartet „unsere Gäste als einen schwierigen Gegner, gerade weil sie im Abstiegskampf stecken und sich entschlossen wehren werden. Deshalb müssen wir mit mannschaftlicher Geschlossenheit voll dagegen halten, um mit einem Erfolgserlebnis in die Restrunde starten zu können.“

TSV Trappstadt

Als das Hinspiel in Reichenbach (3:1) gewonnen war, glaubte beim TSV Trappstadt noch kaum jemand daran, in der zweiten Kreisliga-Saison eine so spektakuläre Rolle spielen zu können. Mit aller nur denkbaren Bescheidenheit lehnte man Vorschusslorbeeren ab, sprach davon, viel Glück gehabt zu haben und von Verletzungen verschont geblieben zu sein. Dann schlug es aber doch wieder zu, das Verletzungsgespenst, das in der ersten KL-Saison schon als Stammgast die Mannschaft begleitet hatte. Bei Lukas Häpp (Meniskus-OP) und Sebastian Wagner (Kreuzbandriss) tauchte es wieder auf. Trainer Martin Beck rechnet in der gesamten Rückrunde nicht mehr mit einem Einsatz dieser zwei wichtigen Leistungsträger. „Sie sind natürlich nur sehr schwer zu ersetzen. Von daher wird diese Restrunde zu einer großen Herausforderung für uns. Wir wollen aber doch mal sehen, wie lange wir die Tabellenspitze werden verteidigen können und wollen dabei eigentlich keinerlei Druck aufkommen lassen.“

Absolut glaubhaft diese Aussage, denn Platz 1 und Bezirksliga war nie ein angedachtes und schon gar nicht ausgesprochenes Ziel vor der Saison. Mit der Vorbereitung war Beck „zufrieden, die Trainingsbeteiligung und das Engagement waren sehr gut.“ Öfters sei man auch in die Halle ausgewichen. Die Vorbereitungsspiele „waren eher durchwachsen, wir wissen, dass wir uns noch steigern müssen.“ Reichenbach schätzt er als „eine spielerisch gute Mannschaft“ ein, „deren Tabellenplatz nicht ihr Leistungsvermögen widerspiegelt. Wir haben uns im Hinspiel schwer getan und erst in der Nachspielzeit den Sieg eingefahren. Jetzt wollen wir daheim natürlich einen guten Start und drei Punkte.“ Inwieweit die Neuzugänge Luca Derlet (TSV Großbardorf II) sowie Dominik Valtenmeier und David Dömling (vom SV Alsleben) schon mit in die durch die Verletzungen geschlagene Bresche springen können, muss abgewartet werden.

TSV Bad Königshofen

Erinnerungen an gemeinsame Bezirksliga-Zeiten werden beim einen oder anderen Zuschauer am Rande dieses Spiels des TSV Bad Königshofen und des FC Strahlungen aufkommen. Bei den Spielern der Gastgeber eher weniger, weil aus dieser Zeit nur noch ganz wenige auf dem Feld stehen werden. Im Optimalfall wird Trainer Bernd Knahn von ihnen Daniel Blau, Franz Schmitt und vielleicht die beiden Heusinger-Brüder Ferdinand und Maximilian aufbieten können. Er musste öfter aber auch schon ohne alle vier auskommen. Alle anderen stehen nicht mehr zur Verfügung. Dafür waren wenigstens in der Winterpause keine Abgänge zu verzeichnen. Inwieweit die beiden Neuzugänge Florian Mangold und Aaron Lotspeich in dieser Liga eingesetzt werden können, muss Bernd Knahn sehen und entscheiden, der um seine schwierige Aufgabe dieser Übergangssaison nach dem Umbruch im Kader nicht zu beneiden ist. In der Jahreshauptversammlung wurde von Spartenleiter Daniel Blau und dem Vorsitzenden Thorsten Eckart das Ziel „Klassenerhalt“ ausgegeben.

FC Strahlungen

Von den Gästen aus Strahlungen war zu erfahren, dass Trainer Oliver Schönwiesner am Ende dieser Saison aufhört und von Thomas Gerstner, derzeitig in Diensten des Bezirksligisten TSV Bergrheinfeld, abgelöst wird. Was die äußeren Bedingungen der Vorbereitung während der Winterpause betrifft, waren die Strahlunger mit ihrem Kunstrasenplatz modernster Prägung natürlich im Vorteil allen anderen gegenüber. „Grundsätzlich bin ich zufrieden, mit kleinen Abstrichen“, so die Einschätzung von Schönwiesner. „Wir haben vorzugsweise an der Defensive gearbeitet. Auch die Testspiele waren bis auf die zweite Halbzeit gegen Fuchsstadt (0:8) in Ordnung. „Aus dem Pool der Langzeitverletzten gibt es aber noch keine Rückkehrer.“

Neu den Weg an die Fridritter Straße hat Marvin Schölzke von der U 19 des FC Schweinfurt 05 gefunden. Mit seiner Ausbildung als Referenz ist damit zu rechnen, dass Schönwiesner auch einen Platz in der Mannschaft für ihn finden wird. Zunächst ist er aber noch in der Aufbauphase nach einer Knieverletzung. „Für das erste Spiel nach der Winterpause stehen alle Zeiger auf Null“, so Schönwiesner. „Jedes Team muss schauen, wo es steht. Ich hoffe natürlich auf die ersten drei Punkte. Wir werden aber hart dafür arbeiten müssen.“

Sportfreunde Herbstadt

Bei den Sportfreunden Herbstadt war diese Woche der aktive Fußball völlig untergeordnetes Thema, Fußball bei der Beerdigung des langjährigen (38 Jahre) 1. Vorsitzenden Kurt Beck dagegen umso mehr. Der „Vater“ und seine ganze „Familie des Vereins“ haben über Jahrzehnte Großartiges geleistet. Jetzt heißt es umschalten auf „ein sehr schweres Auftakt-Programm mit einer der aus meiner Sicht zwei besten Mannschaften der Vorrunde“, so Trainer Martin Naber. Auf dem vereinseigenen Allwetterplatz habe man alle Einheiten bei großer Beteiligung und vorbildlicher Einstellung durchziehen können. Selbst Jannik Hofmann sei nach einem Jahr Verletzungspause wieder eingestiegen. „Die Testspiele sind gut gelaufen. Letztendlich weiß man aber erst nach dem ersten Punktspiel, wo man steht“, so weit die Einschränkung von Martin Naber. In der knappen Hinspielniederlage (0:1) zeichnete sich für Sieger und Verlierer der weitere Saisonverlauf schon ab. „Wir werden Ramsthal aber alles abverlangen und ihnen nichts schenken.“