HANDBALL:

Maximilian Schmitt bleibt

Bleibt in der Chefrolle: Spielertrainer Maximilian Schmitt vom TSV Lohr. Foto: Yvonne Vogeltanz

Der Spielertrainer des Handball-Bayernligisten TSV Lohr heißt auch in der kommenden Saison Maximilian Schmitt. Über die Verlängerung der Zusammenarbeit mit ihm informierte TSV-Abteilungsleiter Matthias Hartmann.

Ganz überraschend kommt diese Nachricht freilich nicht. Nachdem die Handballer aus Main-Spessart in den beiden vorangegangenen Spielzeit zweimal fast abgestiegen wären, rangiert das Team derzeit auf Tabellenplatz sechs fernab der Gefahrenzone. „Ich bin sicher, dass die Mannschaft in ihrer Entwicklung noch nicht am Ende ist“, begründet der 28-jährige Schmitt, der vor der Saison vom HSC Bad Neustadt zu seinem Lohrer Heimatverein zurückgekehrt war, die Motivation zur Vertragsverlängerung.

Allerdings hebt der Lohrer Spielertrainer hervor, dass ihm die Arbeit bisher sehr leicht gemacht worden sei. „Die Zusammenarbeit war erst einmal für ein Jahr vereinbart, weil ich mir nicht sicher war, ob das in der Bayernliga als Spielertrainer funktioniert würde“, so der Grundschullehrer. Zu der guten Arbeit habe auch die Unterstützung des Umfelds beigetragen: Etwa durch Assistenzcoach Milan Kralik, Torwarttrainer Frank Höfstötter (immerhin ein Ex-Nationalkeeper), Betreuer Otto Heine oder durch seinen routinierten Kreisläufer Carlos Prieto, der jüngere Spieler immer wieder anleitet. Der 39-Jährige hat immerhin 96 Länderspiele für Spanien absolviert.

Maximilian Schmitt, der seinen aktuellen B-Trainer-Lehrgang als Jahrgangsbester abgeschlossen hat, meint: „Gegenwärtig ist das für mich in Lohr genau das Richtige.“ Später, wenn er selbst nicht mehr aktiv sei, könne er es sich aber durchaus vorstellen, Mannschaften oberhalb der Bayernliga zu betreuen.

Nach der Vertragsverlängerung mit dem Spielertrainer will das Team um Matthias Hartmann daran gehen, weitere Personalien für die neue Saison fix zu machen. So geht der Abteilungsleiter davon aus, dass auch Co-Trainer Kralik weitermacht. Ob auch Carlos Prieto, Bronzemedaillengewinner bei Olympia 2008 in Peking, bleibt, ist noch offen. „Er hat sich Bedenkzeit erbeten“, berichtet Matthias Hartmann. Denn Prieto wohnt in der Nähe von Wetzlar, hat also eine längere Anreise zu Trainingseinheiten und Spielen nach Lohr. Zudem ist der Spanier als Berater selbstständig. Auch die berufliche Tätigkeit muss mit dem Sport unter einen Hut gebracht werden. Daher ist es noch offen, ob die sportlich derzeit erfolgreiche personelle Konstellation in der der Runde 2020/21 so fortbestehen wird. (urs)