SCHIEßEN: LUFTGEWEHR 2. BUNDESLIGA SÜD

Burglauer darf nach Herzschlagfinale jubeln

In einem kuriosen Wettkampf mit Einspruch holte Lisa-Marie Höpp (im Bild) gegen Michaela Walo einen wichtigen Punkt für den SV Lauertal Burglauer. Durch den 3:2-Sieg gegen FSG Der Bund München II wurde der Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga gesichert. Foto: Anand Anders

Schießen

Luftgewehr 2. Bundesliga Süd

FSG München II – SV Lauertal Burglauer 2:3

Eichenlaub Unterstall – Niederlauterbach II 3:2

SV Lauertal Burglauer – Niederlauterbach II 2:3

FSG München II – Eichenlaub Unterstall 4:1

Post SV Plattling – Gmütlichkeit Luckenpaint 2:3

Kgl. Priv. FSV Titting – Kgl. privil. FSG Diessen 1:4 Gmütlichkeit Luckenpaint – Kgl. privil. FSG Diessen 2:3

Post SV Plattling – Kgl. Priv. FSV Titting 2:3

SV Hub. Haibach – FSG Kempten 1:4

SV Petersaurauch II – Eichenlaub Saltendorf II 4:1

FSG Kempten – Eichenlaub Saltendorf II 2:3

SV Hub. Haibach – SV Petersaurach II 1:4


1. (1.) Kgl. privil. FSG Diessen 11 10 0 1 41:14 20 : 2
2. (2.) Kgl. Priv. FSG Titting 11 8 0 3 33:22 16 : 6
3. (4.) FSG Kempten 11 7 0 4 29:26 14 : 8
4. (5.) Eichenlaub Unterstall 11 6 0 5 31:24 12 :10
5. (3.) Post SV Plattling 11 6 0 5 29:26 12 : 10
6. (6.) SV Petersaurach II 11 6 0 5 29:26 12 : 10
7. (7.) SS Niederlauterbach II 11 5 0 6 25:30 10 : 12
8. (8.) Gemütlichk. Luckerpaint 11 5 0 6 24:31 10 : 12
9. (9.) FSG München II 11 5 0 6 24:31 10 : 12
10. (10.) SV Lauertal Burglauer 11 4 0 7 25:30 8 : 14
11. (11.) Eichenlaub Saltendorf II 11 3 0 8 23:32 6 : 16
12. (12.) SV Hub. Haibach 11 1 0 11 17:38 2 : 20

FSG Der Bund München II – SV Lauertal Burglauer 2:3 (1942:1941). Der SV Lauertal Burglauer hat sich am letzten dramatischen Wettkampftag in München den Klassenerhalt gesichert. „Wenn man bedenkt, dass wir in fünf Wettkämpfen teilweise mit drei Ersatzschützen antreten und den Abgang von unserer Top-Schützin Antonia Back vor der Saison kompensieren mussten, war der Klassenerhalt eine großartige Leistung des gesamten Teams“, freute sich Wolfgang Back vom SV Lauertal.

Zunächst ging es für Burglauer gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers. Wie im Vorfeld erwartet, entwickelte sich eine spannende Partie. Alle Burgläurer hatten durch ihre schnelleren Schießeinlagen ihre Wettkämpfe bereits beendet und übten somit einen gewissen Druck auf ihre Gegner aus. Außer auf Position fünf, wo Anna-Lena Albert (381) gegen Michael Sinnig (389) chancenlos war, gelang es auf den anderen Positionen.

Auf Position zwei erwischte Sara Lechner einen Sahnetag und sorgte mit starken 395:390 Ringen gegen Kerstin Fahl für den Ausgleich. Auf Position eins erzielten Nicole Gabrielli und der FSG'ler Markus Peschel je 390 Ringe ebenso wie auf Position vier, wo Anna Väth (SV) und Christina Schwenk auf 388 Ringe kamen. Somit standen schon zwei Stechen fest.

Einspruch wird zum Bumerang

Kurios ging es in der Mittelpaarung zwischen Lisa-Marie Höpp (SV) und Michaela Walo zu. Höpp hatte mit einer 93er Serie Startschwierigkeiten, steigerte sich und kam auf 387 Ringe. Ihre Gegnerin hatte den Sieg vor Augen. Dann leistete sie sich mit dem 37. Schuss eine Acht, verließ den Schießstand, beriet sich mit ihrem Trainer und dem Kampfrichter und legte schließlich aus voller Überzeugung Einspruch gegen diesen abgegebenen Schuss ein.

Schließlich beendete sie ihren Wettkampf mit 387 Ringen und gab aber noch zusätzlich, wegen des Einspruchs, einen 41. Schuss ab, der eine Zehn war. Auf der Kontrollscheibe wurde deutlich nachgewiesen, dass der 37. Schuss eine Acht war. Somit wurde der Einspruch abgelehnt und mit zwei Ringen Abzug, dann nur noch 385 Ringe, regelkonform gewertet. Vor den beiden Stechen lag Burglauer 2:1 in Führung. Im Stechen musste zuerst Anna Väth (SV) gegen Christina Schwenk antreten, das die Münchnerin gleich mit dem ersten Stechschuss mit Zehn zu Neun für sich entschied und für den 2:2-Ausgleich sorgte.

Entscheidung auf Position eins

Die Entscheidung fiel auf Position eins zwischen Nicole Gabrielli und Markus Peschel. Beide schossen mit dem ersten Stechschuss eine Zehn. Im zweiten Stechschuss legte Gabrielli wieder eine Zehn vor. Peschel zielte zu lange und traf nur eine Neun – 3:2-Sieg für Burglauer. War das schon der Klassenerhalt für die Lauertalschützen? Gespannt verfolgte man den Liveticker im Internet aus Haibach, wo der direkte Konkurrent Saltendorf II gegen Petersaurach II antrat und schließlich mit 1:4 unterlag. Damit war klar, dass der Verbleib in der 2. Bundesliga für Burglauer gesichert war. Selbst die mögliche Relegation war ausgeschlossen, weil Petersaurach I aus der Ersten Bundesliga abgestiegen ist und somit automatisch sein Reserveteam, trotz Platz sechs, aus der Zweiten Bundesliga raus muss.

Burglauer: Nicole Gabrielli 390, Sara Lechner 395, Lisa-Marie Höpp 387, Anna Väth 388, Anna-Lena Albert 381.

SV Lauertal Burglauer – SV Niederlauterbach II 2:3 (1948:1949). Auf Grund der aus Burgläurer Sicht erfreulichen Geschehnisse vom Vormittag war diese Begegnung nur noch für die Platzierung in der Endabrechnung von Bedeutung. Platz sieben für den Sieger, Platz zehn für den Verlierer. Dennoch entwickelte sich eine spannende und teilweise hochklassige Partie. Auf Position eins traf Nicole Gabrielli auf ihren italienischen Landsmann Simon Weithaler. Dieser hatte am Vormittag mit einer 9,9 im letzten Schuss das magische Ergebnis von 400 Ringen verpasst. Er bestätigte seine Weltklasse noch einmal mit 398 Ringen und ließ Gabrielli (391) keine Chance.

Das Glück war aufgebraucht

Auf Position zwei vergab Sara Lechner bereits mit einer 96er Startserie ihre Siegchancen. Trotz wiederrum starker 393 Ringe hatte sie gegen Anna Hölzlwimmer (396) das Nachsehen. Auf den hinteren beiden Positionen sorgten Anna Väth mit 386:383 gegen Karin John und Anna-Lena Albert mit 388:382 gegen Nicole Brodmeier für den 2:2-Gleichstand. Die Entscheidung fiel in der Mittelpaarung zwischen Lisa-Marie Höpp (SV) und Manuel Förtsch. Dabei vergab Höpp mit zwei Neunern mit den letzten beiden Schüssen den Matchball und musste mit 390 Ringen Gleichstand mit ihrem Gegner ins Stechen. Dieser entschied die Partie gleich beim ersten Schuss mit 9:8 zugunsten der Oberbayern. Burglauer hatte eben am Vormittag das Glück komplett aufgebraucht.

Burglauer: Nicole Gabrielli 391, Sara Lechner 393, Lisa-Marie Höpp 390, Anna Väth 386, Anna-Lena Albert 388.