TISCHTENNIS: BUNDESLIGA

Highlight-Spiel gegen den Meister

Nachdem Mizuki Oikawa dem TSV Bad Königshofen in den letzten drei Spielen des Jahres 2019 nicht zur Verfügung gestanden hatte, will er im Heimspiel gegen die TTF Ochsenhausen die TSV-Fans wieder begeistern. Foto: Rudi Dümpert

Tischtennis

Bundesliga

Sonntag, 12. Januar, 15 Uhr:

TTC Neu-Ulm – TTC Bergneustadt

TSV Bad Königshofen – TTF Ochsenhausen

SV Werder Bremen – Borussia Düsseldorf

Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen

1. FC Saarbrücken TT – TTC Jülich

TTC Grenzau – TTC Fulda-Maberzell

TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen

Das erste Heimspiel des Jahres ist zugleich das drittletzte der Saison. Nach dem Auswärtsspiel des TSV Bad Königshofen am Freitagabend in Bergneustadt empfängt die Mannschaft um Lokalmatador Kilian Ort den amtierenden Deutschen Meister und Double-Gewinner der vergangenen Saison TTF Liebherr Ochsenhausen. Bei der Verteidigung des Pokals machte am vergangenen Samstag der ASV Grünwettersbach den Oberschwaben vor 4600 Zuschauern in Neu-Ulm überraschend einen Strich durch die Rechnung. Im Halbfinale besiegte der Titelverteidiger zwar seinen Vorgänger Borussia Düsseldorf mit 3:2, doch im Endspiel fehlte dann Hugo Calderano, der sich im Spiel gegen Timo Boll verletzt hatte. Woran zu sehen war, dass nicht nur Bad Königshofen, sondern selbst Spitzenteams unter dem Ausfall von Spitzenspielern zu leiden haben.

Beste Rahmenbedingungen

Der Begriff Firmen-Mannschaft der Tischtennisfreunde Liebherr Ochsenhausen ist eher untertrieben. Partner ist nämlich eine internationale Firmengruppe mit 46000 Beschäftigten, davon 2000 in Ochsenhausen, 60 Kilometer nördlich des Bodensees gelegen. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten beider Vereine liegen in der Relation weiter auseinander als jene des FC Bayern München und des SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga. Den TTF steht mit der Liebherr-Arena eine speziell für Tischtennis-Zwecke nach neuesten Bedarfs-Ermittlungen erbaute Halle zur Verfügung. Der Club rekrutiert seine Spieler zum Teil aus Spielern, die im Liebherr Masters College ausgebildet werden. Dort hin kommen junge Spieler aus der ganzen Welt, trainieren unter hauptamtlichen Trainern und werden, wenn sie noch nicht für tauglich für den eigenen Verein befunden werden, an andere Clubs weiter vermittelt. So wie beispielsweise Joao Geraldo und Bence Majoros nach Bad Königshofen.

Internationale Top-Spieler

Personalprobleme, wie sie die Grabfelder zeitweise in dieser Saison hatten, bekommen die Ochsenhäuser daher nicht. Selbst wenn am Sonntag der Weltranglistensechste Hugo Calderano ausfällt – die Art seiner Verletzung ist nicht bekannt – hat man immer noch mindestens drei Weltklassespieler zur Verfügung. In Anbetracht der Vielbeschäftigung durch Liga, Pokal, Champions-League, Länderspiele, Weltcupturniere, WM, EM und Olympische Spiele sowie die jeweiligen Vorbereitungslehrgänge der einzelnen Nationen ist diese Breite des Kaders aber auch nötig. Ein deutscher Spieler steht hingegen nicht im Aufgebot der TTF. Alle bisherigen fünf Begegnungen gegen den TSV Bad Königshofen haben die Oberschwaben gewonnen. Am besten schnitt der TSV noch im Hinspiel ab, das nach Einzel-Siegen von Bastian Steger gegen Stefan Fegerl und Mizuki Oikawa gegen Vladimir Sidorenko und der Doppel-Niederlage von Oikawa/Zeljko mit 2:3 verloren ging. Filip Zeljko zwang den Weltranglisten-Sechsten Hugo Calderano zudem in den fünften Satz. Es ist damit zu rechnen, dass TTF-Trainer Dmitrij Mazunov bei seiner Aufstellung drei beziehungsweise sogar vier Trümpfe ziehen wird, da man sich auf dem Weg zur Titelverteidigung keinen Punktverlust mehr erlauben kann. Ungewiss ist das Mitwirken des Brasilianers Hugo Calderano (Bilanz 10:1), der im Hinspiel den Weg zum Sieg fast allein durch zwei Einzel-Punkte (3:1 gegen Steger, 3:2 gegen Zeljko) ebnete. Der Franzose Simon Gauzy (16:7), Nummer 21 der Weltrangliste, war da ebenso wenig im Einsatz wie der Pole Jakub Dyjas (15:5-Bilanz und WR-Platz 71).

Sehr wahrscheinlich, dass mindestens eine Alternative für das Doppel oder für einen Wechsel nach der ersten Runde mit anreist: Entweder der Österreicher Stefan Fegerl (7:8-Bilanz, WR-78.) oder der Russe Vladimir Sidorenko (4:2/WR-169.). Für Sport auf Weltklasse-Niveau ist im zweiten Highlight-Spiel der Saison auf jeden Fall schon einmal gesorgt.

„Ballwechsel des Jahres“

Auch abseits der Tischtennis-Platte wird am Sonntag in Bad Königshofen einiges geboten sein. Auf einem Großbildschirm werden fünf Spielszenen mit TSV-Spielern vorgestellt, aus denen die Fans den „Ballwechsel des Jahres 2019“ auswählen können. Stimmzettel liegen an den Kassen bereit und können während bzw. nach dem Spiel abgegeben werden. Die Szenen können auch in den sozialen Medien Facebook und Instagram sowie auf den Seiten „Tischtennis Bad Königshofen“ über einen QR-Code in YouTube eingesehen und dort darüber abgestimmt werden. Die Stimmabgabe kann auch per E-Mail an tischtennis@tsvbadkoenigshofen.de , per Post oder Direkteinwurf im Briefkasten der Geschäftsstelle des TSV Bad Königshofen in der Martin-Reinhard-Straße erfolgen. Zu gewinnen sind zwei VIP-Eintrittskarten für das letzte Bundesligaspiel-Heimspiel gegen den TTC Fulda-Maberzell am 13. April. Eine der weiteren besonderen Aktionen ist ein Gewinnspiel, das ein Kooperationspartner des TSV, die AOK, vor dem Spiel und während der Pause an zwei kleinen TT-Tischen durchführt.