FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

DJK Wülfershausen im Pech

Der TSV Trappstadt (links Philipp Rudbach) hat mal wieder einem Gegner die Hacken gezeigt. Der Tabellenführer siegte beim Letzten DJK Wülfershausen (rechts Björn Will) mit 2:1. Foto: Anand Anders

Fußball

Kreisliga Rhön

 

Rann./Pfändh./Holz. – Urspringen-Sondh./Rh. abg.  
FC Reichenbach – SV Riedenberg 0:1  
Burgwallbach I/Bad Neustadt – Oerlenbach/Ebenh abg.  
FC Strahlungen – TSV Steinach 3:3  
SV Ramsthal – Spfr. Herbstadt abg.  
FC Rottershausen – TSV Großbardorf II 1:1  
DJK Wülfershausen – TSV Trappstadt 1:2  

 

 

1. (1.) TSV Trappstadt 16 13 1 2 31 : 10 40  
2. (3.) TSV Großbardorf II 16 10 3 3 35 : 18 33  
3. (2.) SV Ramsthal 15 9 5 1 40 : 19 32  
4. (4.) SV Riedenberg 16 9 3 4 36 : 17 30  
5. (5.) FC Rottershausen 16 8 4 4 38 : 26 28  
6. (6.) FC Strahlungen 16 8 3 5 40 : 32 27  
7. (7.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 15 7 3 5 24 : 22 24  
8. (8.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 15 7 2 6 27 : 21 23  
9. (9.) Spfr. Herbstadt 15 6 2 7 26 : 25 20  
10. (11.) TSV Steinach 16 4 5 7 29 : 30 17  
11. (10.) TSV Bad Königshofen 16 4 5 7 20 : 36 17  
12. (12.) FC Bayern Fladungen 16 3 4 9 21 : 33 13  
13. (13.) FC Reichenbach 16 2 6 8 17 : 34 12  
14. (14.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 15 3 2 10 18 : 30 11  
15. (15.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 15 3 2 10 20 : 52 11  
16. (16.) DJK Wülfershausen 16 2 4 10 31 : 48 10  

 

DJK Wülfershausen – TSV Trappstadt 1:2 (0:1). Trappstadts Trainer Martin Beck wurde mit seiner Einschätzung in dieser Partie wieder einmal bestätigt. Man stehe auch deshalb an der Tabellenspitze, weil man einige Male, aber nicht nur, Glück hatte. Die Siege seiner Mannschaft gelingen nämlich meistens mit einem Tor Unterschied. Wobei das eine in dieser Partie bezeichnenderweise durch ein Eigentor fiel. Während andererseits Fortuna in dieser Runde meistens einen großen Bogen um die Mannschaft von DJK-Trainer Rudi Koob macht. Marcel Koob kam zwar in der 15. Minute zu einer guten Chance, setzte seinen Schuss aus Nahdistanz aber knapp über die Latte. Eine Führung für die DJK zu diesem Zeitpunkt wäre aber auch völlig überraschend gewesen, weil die Trappstädter das Spiel und den Gegner besonders in den ersten 25 Minuten weitestgehend im Griff hatten. „Sie waren beweglicher, spielfreudiger und ballsicherer“, zeigte sich DJK-Pressesprecher Gerold Büttner beeindruckt. In dieser Phase fiel dann auch das 0:1 durch Marcel Dittmann, der einen Abpraller nach einer Flanke aus kurzer Distanz über die Linie brachte. „Sie waren überlegen, aber die ganz großen Chancen hatten sie nicht.“

Ab Mitte der ersten Halbzeit etwa kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel und konnten es bis zur Pause ausgeglichen gestalten. Die zweite Halbzeit, so Büttner, sei mit kleinen Vorteilen sogar an die DJK gegangen. Das 1:1 durch Björn Will war die verdiente und logische Folge zu diesem Zeitpunkt. Will machte das technisch perfekt, täuschte einen Schuss an, setzte seinen Widerpart damit außer Gefecht, hatte freie Bahn und glich aus. Die Trappstädter waren zwar immer gefährlich, zu einer richtigen Torchance reichte es aber nicht mehr und es sah tatsächlich lange nach einer nicht unverdienten Punkteteilung aus. Gut zehn Minuten vor Schluss kam es dann doch anders und DJK-Abwehrrecke Steffen Englert der Unglücksrabe. Eine Flanke rutschte ihm über den Scheitel ins eigene Tor, unhaltbar für DJK-Keeper Lukas Bier. „Wir haben dann nur noch gedrängt“, aber die Beck-Elf mit Spieler-Co-Trainer Daniel Werner im Abwehrzentrum brachte den knappen Vorsprung souverän ins Ziel.

Tore: 0:1 Marcel Dittmann (18.), 1:1 Björn Will (62.), 1:2 Steffen Englert (79., Eigentor).

FC Strahlungen – TSV Steinach 3:3 (1:3). Bei diesem torreichen, spannenden und hochinteressanten Spiel passierte viel, mit dem die meisten nicht oder nicht mehr gerechnet hatten. Dass die Gäste, bei denen es bisher nicht unbedingt nach Wunsch lief, überhaupt zu einem Punktgewinn kommen würden, war schon mal nicht unbedingt zu erwarten. Und als sie gar nach einer guten Viertelstunde mit 3:0 vorne lagen, da hätte kaum jemand damit gerechnet, dass sie noch zwei Punkte liegen lassen würden. Schließlich bewiesen die Strahlunger bei diesem 0:3-Rückstand zwar eine ausgezeichnete Moral. Dass sie aber noch einen Punkt da behalten würden, schien auch nicht unbedingt sicher. Und als sie den Rückstand schließlich doch egalisiert hatten, die Gäste durch die gelb-rote Karte für Holger Wieschal dezimiert und noch 36 Minuten Zeit waren, da war wiederum eher damit zu rechnen, dass die Strahlunger nun den zweiten und dritten Punkt auch noch da behalten würden. Letztendlich blieb es aber bei einer insgesamt doch gerechten Punkteteilung.

„Bis zum 0:3 haben die Steinacher uns ganz clever ausgekontert“, sah der Strahlunger Pressesprecher Bernhard Nöth die schnelle und hohe Führung der Gäste als eine logische Konsequenz ihrer Spielweise. Das 0:1 aber war erst mal ein ganz beeindruckender Treffer. Einen abgewehrten Eckball nahm Holger Wieschal aus 25 Metern direkt und zimmerte ihn genau in den Winkel. Dann nutzten sie die dadurch entstandene Unordnung bei den Gastgebern und konterten sie in kürzester Zeit noch zwei mal nach Strich und Faden aus. „Man muss der Mannschaft aber ein Kompliment machen, dass sie nie aufgegeben hat.“ Nach einem Eckball gelangte der Ball von Tim Krais über mehrere Umwege ins Tor und ließ die Hoffnung bei den Strahlungern aufleben.

Steinach mit seinen gefährlichen Außen ließ aber nie zu, dass die Truppe von Oliver Schönwiesner sich ganz öffnen konnte, sondern viel Geduld mitbringen musste. Eine gute Chance von Benedikt Bötsch parierte TSV-Keeper Johannes Borst hervorragend. Die Halbzeitansprache von Schönwiesner passte, denn der FC kam hellwach und hoch motiviert aus der Kabine. Der Knackpunkt des Spiels kam dann in der 50. Minute mit der gelb-roten Karte für Holger Wieschal. Im Anschluss an den Freistoß gab es Eckball und den nutzte Dominik Beck per Kopfball zum 2:3. Nur drei Minuten später stand es 3:3, wieder durch Dominik Beck, dessen 17-m-Flachschuss der Torwart mit den Fingerspitzen zwar erreichte, aber nicht mehr abwehren konnte. Dann zeigten die Steinacher in Unterzahl ihre ganze Klasse, verteidigten clever und blieben nach vorne immer gefährlich, so dass der Gegner nie alles riskieren konnte.

Tore: 0:1 Arne Wieschal (10.), 0:2 Aaron Friedl (14.), 0:3 Niklas Otter (18.), 1:3 Tim Krais (25.), 2:3, 3:3 Dominik Beck (51./54.). Gelb-Rot: Holger Wieschal (50., wiederholtes Foulspiel)

FC Rottershausen – TSV Großbardorf II 1:1 (1:0). Die Punkteteilung im Verfolgerduell zwischen dem FC Rottershausen und dem TSV Großbardorf geht laut FC-Pressesprecher Jörg Wetterich in Ordnung. Beide Teams zeigten auf dem Nebenplatz eine temporeiche Begegnung und hatten genug Chancen zum Sieg. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit gingen die Gastgeber nach einer Viertelstunde in Führung, als nach einer Flanke ein TSV-Verteidiger das Leder mit der Hand berührte. FC-Abwehrchef Johannes Kanz übernahm vom Punkt die Verantwortung und verlud danach TSV-Keeper Jonathan Barthelmes. Die Gäste bemühten sich sofort um den Ausgleich, dabei hatte Benjamin Diemer Pech bei einem Lattenschuss. Die Grabfeld-Elf hätte allerdings auch mit einem höheren Rückstand in die Kabine gehen können, wenn Julian Göller und Frank Seufert nach schnell vorgetragenen Ballstafetten mehr Nervenstärke gezeigt hätten.

Nach dem Seitenwechsel rannten die Großbardorfer zehn Minuten lang vehement auf das von Sedrick Rotter gehütete FC-Tor an. Sie blieben allerdings erfolglos und dankten Fortuna, dass ein Konter des FC nicht zum 2:0 führte. In den nächsten zwanzig Minuten „ lieferten sich beide Seiten im Mittelfeld einen Abnutzungskampf“ (Wetterich), ehe es in der letzten Viertelstunde mehrfach in beiden Strafräumen brannte“. Dabei erzielte der kurz zuvor für Leon Brand eingewechselte Kilian Wenzel mit einem Traumtor den Ausgleich. Nach einer weit gezogenen Flanke schlug sein Volleyschuss unhaltbar im langen Eck ein. Im Gegenzug ließ Fabio Erhard bei einem Schuss das Quergestänge des TSV-Tores erzittern. Mit dem Abpfiff stand Julian Göller nach neuerlichem Solo kurz vor dem Siegtreffer der Hausherren, er wurde im letzten Moment aber entscheidend gestört.

Tore: 1:0 Johannes Kanz (15., Handelfmeter), 1:1 Kilian Wenzel (81.).

FC Reichenbach – SV Riedenberg 0:1 (0:0). Der FC Reichenbach war mit der Hoffnung ins Landkreis-Derby gegangen, einige Wochen nach dem Pokalsieg gegen den SV Riedenberg auch in der Liga die Oberhand zu behalten. Nach 90 kampfbetonten Minuten erfüllte sich diese jedoch nicht. Die Gäste ihrerseits bleiben mit dem Dreier weiter im Aufstiegsrennen, das Ergebnis beurteilten dabei beide Trainer unterschiedlich. So fand FC-Coach Marcel Klug, „dass wir aufgrund der kämpferischen Leistung einen Punkt verdient gehabt hätten.“ Anders sah dies sein Gegenüber Michael Leiber: „Meines Erachtens war unser Sieg verdient, wir hatten die bessere Spielanlage und die Mehrzahl an guten Torgelegenheiten“.

Auf dem erstaunlicherweise gut bespielbaren Geläuf hatten die Platzherren die ersten Möglichkeiten, dabei verfehlte ein Freistoß von Johannes Katzenberger (3.) sowie ein Schlenzer von Christian Kühnlein (12.) knapp das SV-Gehäuse. Doch die ersatzgeschwächten Gäste kamen danach besser in die Partie, was vor allem am Mitwirken der routinierten Mittelfeldspieler Christoph Dorn und Dominik Fröhlich lag. Diese leiteten mit sauberen Pässen das Offensivspiel der Leiber-Elf, während das FC-Mittelfeld stark unter dem verletzungsbedingten Ausfall von Jannik Schäfer litt. Nach einer halben Stunde verhinderte FC-Kapitän Julian Hergenröther einen Gegentreffer, als er den Ball, den Christoph Dorn mit der Hacke nach Hereingabe von Kevin Lormehs Richtung Tor verlängerte, von der Linie kratzte.

In der zweiten Halbzeit riskierten dann beide Teams mehr. Dabei scheiterte der eingewechselte Lukas Hergenröther nach Steilpass von Stefan Wich am reaktionsschnellen FC-Keeper Eric Reß (47.). Auf der Gegenseite eine ähnliche Situation. Nach Vorarbeit von Julian Hergenröther scheiterte Katzenberger an Gäste-Keeper Florian Dorn. Ein von Fröhlich eingeleiteter Konter landete schließlich bei Lukas Hergenröther, dessen Hereingabe Stefan Wich mit dem Kopf zur 1:0-Führung für Riedenberg verwertete. Nach der gelb-roten Karte für den Reichenbacher Christoph Hillenbrand schien das Match dann bereits entschieden. „Komischerweise hatten wir in Unterzahl unsere beste Phase, aber momentan fehlt uns auch das notwendige Quäntchen Glück“, meinte Klug.

Tor: 0:1 Stefan Wich (66.). Gelb-Rot: Christoph Hillenbrand (70., Reichenbach). (rd, ba)