FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

Großbardorf fehlt die Konstanz

Mannschaftsführer Stefan Piecha (rechts) und der TSV Großbardorf wollen nach einer enttäuschenden Vorrunde zum Rückrunden-Auftakt den FC Sand in die Knie zwingen. Foto: Anand Anders

Fußball

Bayernliga Nord

 

1. (1.) SV Seligenporten 16 12 1 3 36 : 13 37  
2. (2.) SC Eltersdorf 16 11 3 2 47 : 17 36  
3. (3.) DJK Vilzing 15 11 2 2 42 : 13 35  
4. (4.) DJK Ammerthal 16 8 5 3 35 : 25 29  
5. (5.) ATSV Erlangen 16 7 5 4 29 : 26 26  
6. (6.) FC Eintracht Bamberg 16 7 4 5 35 : 34 25  
7. (7.) TSV Großbardorf 16 6 5 5 33 : 32 23  
8. (8.) Würzburger FV 16 7 1 8 32 : 26 22  
9. (9.) DJK Gebenbach 15 6 3 6 30 : 27 21  
10. (10.) SpVgg Bayern Hof 16 6 3 7 23 : 34 21  
11. (11.) SpVgg Ansbach 16 6 2 8 38 : 36 20  
12. (12.) ASV Cham 15 5 5 5 18 : 20 20  
13. (13.) Don Bosco Bamberg 16 5 2 9 17 : 29 17  
14. (14.) TSV Abtswind 16 4 3 9 18 : 34 15  
15. (15.) FC Sand 16 4 2 10 24 : 30 14  
16. (16.) TSV Karlburg 16 3 1 12 15 : 43 10  
17. (17.) FC Viktoria Kahl 15 1 3 11 13 : 46 6  

 

Samstag, 26. Oktober, 14 Uhr:

SV Seligenporten – Würzburger FV (1:0)

Samstag, 26. Oktober, 15 Uhr:

SpVgg Bayern Hof – ATSV Erlangen (0:2)

DJK Vilzing – DJK Gebenbach (–:–)

Samstag, 26. Oktober, 16 Uhr:

TSV Abtswind – FC Viktoria Kahl (2:1)

TSV Karlburg – FC Eintracht Bamberg (0:2)

SC Eltersdorf – ASV Cham (2:0)

Sonntag, 27. Oktober, 11 Uhr:

TSV Großbardorf – FC Sand (3:1)

Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr:

Don Bosco Bamberg – Ammerthal (1:2)

 

 

TSV Großbardorf – FC Sand

Die Vorrunde der Bayernliga ist absolviert. Und der TSV Großbardorf hat sein Saisonziel „oben mitspielen“ verfehlt. Mit 13 bzw. 14 Punkten ist der Rückstand zum Führungsduo beträchtlich – das Polster nach unten zum ersten Abstiegs-Relegationsplatz beträgt indes nur acht Punkte. Das hätte, gerade nach dem Traumstart der Grabfeld-Gallier mit vier Siegen in den ersten vier Spielen, keiner erwartet. Damals grüßte das Team von Trainer André Betz vom Tabellengipfel. Was folgte, war eine magere Ausbeute von elf Zählern aus den letzten zwölf Spielen.

Zu viele Gegentore

„Klar sind wir nach diesem furiosen Start weit hinter unseren Erwartungen geblieben. Fakt ist, dass wir uns weitaus mehr Punkte erhofft hatten“, redet Betz nicht um den heißen Brei herum. Auf die Frage nach den Ursachen hat der TSV-Coach zwei Erklärungen parat: Die Anzahl die Gegentreffer und die plötzliche Unbeständigkeit der Mannschaft. „Das große Manko waren zu viele Gegentreffer, meist durch individuelle Fehler verursacht. Gegentore kosten eben Punkte.“ Mit 32 Gegentreffern haben die Bardorfer die sechstschlechteste Defensive der Liga. Auch die fehlende Konstanz kostete Punkte. So folgte zum Beispiel auf die gute Vorstellung beim Sieg gegen Vilzing eine schwache Leistung beim 1:1 beim Schlusslicht Kahl und dann am vergangenen Wochenende eine indiskutable zweite Halbzeit gegen Abtswind.

Piecha findet keine Erklärung

Diese ließ auch Sportvorstand Andreas Lampert nicht kalt. „Das Kontertor zum 0:1 blies jeglichen Glauben und jeglichen Mut weg. In der zweiten Halbzeit war fast alles Stückwerk. Wir müssen uns dringend berappeln, um nicht Gefahr zu laufen, in Richtung des Relegationsplatzes abzurutschen.“ Diese Angst hat Mannschaftskapitän Stefan Piecha nicht, obwohl auch er sehr enttäuscht über die letzte Leistung war. „So eine Halbzeit abzuliefern, dafür habe ich keine Erklärung.“ Piecha räumte ein, dass er nach dem Traumstart in die Runde („Noch nie bin ich mit vier Siegen in eine Saison gestartet“) weitaus mehr erwartet hatte.

„Nach unserer ersten Niederlage in Erlangen und dem darauf folgenden Pokalsieg beim gleichen Gegner hatte ich gehofft, gleich wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Doch es kam ganz anders. Ein Negativlauf begann. Wir kassierten viele Gegentore und brachten keine Konstanz mehr in unsere Leistungen. Gute Phasen wechselten mit schwachen ab. Das reicht auf Dauer nicht.“ Das muss sich laut Piecha ändern. „Wir müssen gegen Sand einen neuen Anlauf nehmen, um wieder in die Spur kommen und bis zur Winterpause noch Punkte holen. Wir müssen geschlossen auftreten und alle an einem Strang ziehen.“ Dass die Personalie Björn Schönwiesner eine entscheidende Rolle gespielt habe, lassen sowohl der Trainer als auch der Kapitän nicht gelten. „Klar kann man Björn nicht 1:1 ersetzen, aber wir haben auch ohne ihn genug Qualität im Kader“, sagt Piecha.

Mehr Zielstrebigkeit

Für das Oktoberfest-Frühschoppen-Derby, deshalb der Anpfiff am Sonntagvormittag um 11 Uhr, fordert Betz, dass seine Spieler die Zweikämpfe annehmen und engagiert an die Sache herangehen. „Wir müssen das Match wie ein Finale sehen und dieses unter allen Umständen für uns entscheiden. Dazu brauchen wir Zielstrebigkeit sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Ich bin überzeugt, dass die Jungs wissen, was die Stunde geschlagen hat.“ Beide erwarten ein körperbetontes Kampfspiel. „Wir müssen in dieser Partie, in der viel über Kampf gegen diesen unangenehmen Gegner gehen wird, zeigen, dass wir Tore schießen wollen und zeigen, dass wir Herr im Hause sind. Wir haben etwas gutzumachen“, fordert Piecha. Verzichten muss Betz auf André Rieß und Dominik Zehe (beide Muskelfaserrisse).