FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Perfektes Wochenende für den TSV Bad Königshofen

Fußball

Kreisliga Rhön

 

TSV Bad Königshofen – FC Bayern Fladungen 2:1  
Spfr. Herbstadt – SG Urspringen-Sondh./Rh. 4:1  
SV Riedenberg – TSV Trappstadt 0:1  
Burgwallbach I/Bad Neustadt – TSV Steinach 0:0  
FC Rottershausen – FC Bayern Fladungen 5:3  
TSV Bad Königshofen – DJK Wülfershausen 4:1  
TSV Großbardorf II – SV Ramsthal 1:2  
Oerlenbach/Ebenh. – Rannungen/Pfändh./Holz. 1:3  
FC Strahlungen – FC Reichenbach 6:4  

 

 

1. (3.) TSV Trappstadt 12 9 1 2 24 : 7 28  
2. (4.) SV Ramsthal 12 8 3 1 32 : 16 27  
3. (1.) SV Riedenberg 12 8 2 2 31 : 11 26  
4. (2.) TSV Großbardorf II 12 8 2 2 31 : 14 26  
5. (5.) FC Strahlungen 12 8 1 3 34 : 23 25  
6. (6.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 12 6 3 3 21 : 16 21  
7. (7.) Spfr. Herbstadt 12 6 1 5 23 : 20 19  
8. (8.) FC Rottershausen 12 5 3 4 27 : 22 18  
9. (9.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 12 5 2 5 21 : 16 17  
10. (10.) TSV Steinach 12 3 4 5 20 : 21 13  
11. (11.) FC Bayern Fladungen 13 3 3 7 18 : 28 12  
12. (15.) TSV Bad Königshofen 13 3 3 7 16 : 33 12  
13. (12.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 12 3 2 7 16 : 23 11  
14. (13.) FC Reichenbach 12 1 4 7 13 : 31 7  
15. (14.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 12 2 1 9 16 : 44 7  
16. (16.) DJK Wülfershausen 12 0 3 9 23 : 41 3  

 

TSV Bad Königshofen – FC Bayern Fladungen 2:1 (1:1). „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, räumte TSV-Sprecher Gerhard Harth nach einem sehr umkämpften Spiel mit vielen Nickligkeiten und zwei roten Karten ein. Umso mehr freute er sich über den wertvollen, hauchdünnen 2:1-Sieg der Badestädter. Die Begegnung unter Flutlicht auf dem kleineren Ausweichplatz war sehr umkämpft. Nach ausgeglichener erster Halbzeit (1:1) kamen die Bayern aus der Rhön besser aus der Kabine, gaben für eine Viertelstunde den Ton an, hatten mehr Ballbesitz, aber keinen krönenden Abschluss. Zum Matchwinner avancierte Patrick Kuhn, der zwei Mal, jeweils nach Freistoß, traf. Die Schlussphase artete, nach den beiden Platzverweisen innerhalb einer Minute, in große Hektik aus. Fladungen warf alles nach vorne und haderte mit dem Schiedsrichter, der einem Kopfballtor von André Fischer nach einer Ecke die Anerkennung verweigerte. Fischer soll einen TSV'ler weggeschoben haben. Andererseits eröffneten sich dem Hausherrn bis zum Abpfiff gute Konterchancen.

Vom Anstoß weg lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Gerhard Harth sah neben Kampf und Einsatz auch gute spielerische Ansätze. Patrick Kuhn traf nach einem 30 m-Freistoß: Torwart André Weiss wehrte zunächst ab, der Ball sprang auf, Kuhn war mit dem Kopf zur Stelle. Direkt im Gegenzug schlug der FC zurück: Aaron Leutbecher überspielte zwei Mann, drang in den 16er ein und vollendete.

Nach Wiederbeginn und dem vorübergehenden Übergewicht für den FC „haben wir uns wieder gefangen“, so Harth. Patrick Kuhn war erneut per Kopf nach einem Freistoß erfolgreich. „Danach wollte Fladungen mit aller Gewalt den Ausgleich.“ Es ging zur Sache, vor allem in der 80. Minute: Eine Grätsche von Maximilian Sebold ahndete der Referee mit Rot. Der gefoulte Spieler, Franz Schmitt, schubste Sebold und sah darauf ebenfalls Rot. Die turbulente Schlussphase und lange Nachspielzeit sah das nicht gegebene Tor für den Gast. Aber auch einen brandgefährlichen Konter für den TSV, der zum Tor hätte führen müssen.

Tore: 1:0 Patrick Kuhn (25.), 1:1 Aaron Leutbecher (26.), 2:1 Patrick Kuhn (65.). Rot: Maximilian Sebold (80., Fladungen, grobes Foulspiel), Franz Schmitt (80., Bad Königshofen, Tätlichkeit).

Sportfreunde Herbstadt – SG Urspringen-Sondheim/Rhön 4:1 (0:1). Ein Wechselbad der Gefühle endete für die Sportfreunde Herbstadt mit einem am Ende unerwartet deutlichen Happy-End. Nach einem 0:1-Pausenrückstand rissen die Hausherren das Steuer herum. Dominik Firnschilds Ausgleich (64.) und das 2:1 wenige Minuten später durch Julian Ankenbrand waren der Knackpunkt. Für Hartmut Mauer, Herbstadts Sprecher, „ein verdienter Sieg, wenn auch um ein Tor zu hoch ausgefallen. In dem kampfbetonten Spiel haben wir das nach dem 2:1 relativ locker nach Hause gebracht“, sah er einen Spiel-bestimmenden Hausherrn. Worauf er die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zurückführte? „Vielleicht hat die Spieler beflügelt, dass sie nicht mit hängenden Köpfen am Abend zur Kirmes nach Herbstadt wollten“, sagte Mauer schmunzelnd. Die endgültige Entscheidung in dieser Partie fiel erst mit dem Doppelschlag (85., 86.). Da war die Musik vom Lautsprecher nach dem 3:1 kaum verhallt, ging sie bereits wieder los. „Bei uns in Irmelshausen werden nämlich die Tore, aber nur unsere, so gefeiert.“

Die erste Halbzeit sah einen kampfbetonten, spielerisch guten und ausgeglichenen Schlagabtausch. Für die Sportfreunde traf Dominik Firnschild aus 16 Metern die Latte (25.). Auf der Gegenseite war Spfr.-Keeper Thomas Kneuer zweimal gegen Jannik Stäblein (30./16 m-Schuss) und gegen Markus Herbert (32./Schuss nach Ecke) rettend zur Stelle. Die Gästeführung erzielte Martin Felsburg, als eine Ecke zu kurz abgewehrt wurde und sein Schuss aus 14 Metern, noch leicht abgefälscht, im Tor landete. Den Ausgleich kurz vor der Pause verhinderte SG-Torwart Louis Kümmeth, der beim Schuss von Dominik Firnschild aus spitzem Winkel hellwach war.

Nach der Pause nahmen die Hausherren zusehends Fahrt auf. Und belohnten sich durch Dominik Firnschild, der nach einer nicht gut abgewehrten Ecke per Kopf aus einem Meter erfolgreich war – 1:1. Beim 2:1 verlängerte Julian Ankenbrand einen 40 m-Freistoß von Sebastian Bömmel mit dem Fuß ins Tor. Dieser Schock saß tief, wenngleich der Gast nicht aufsteckte. Mehr Zug zum Tor entwickelten indes die Sportfreunde. Thomas Reder verwertete eine Flanke von Franz Brückner am langen Pfosten aus drei Metern zum 3:1. Mit dem nächsten Angriff fiel das 4:1, als Florian Wirsing schön querlegte und Dominik Firnschild traf.

Tore: 0:1 Martin Felsburg (35.), 1:1 Dominik Firnschild (64.), 2:1 Julian Ankenbrand (68.), 3:1 Thomas Reder (85.), 4:1 Dominik Firnschild (86.).

SV Riedenberg – TSV Trappstadt 0:1 (0:0). Angesichts der Tabellensituationen erwarteten die Zuschauer im Sinntal ein echtes Spitzenspiel. „Es war dann eher ein schlechtes“, berichtete SV-Sprecher Mario Rüttiger. Die Gastgeber, die auf die verletzten Patrick Barthelmes, Marcel Gebhart und Kevin Lormehs nebst dem privat verhinderten Philipp Dorn verzichten mussten, kamen in 90 Minuten zu keiner einzigen Torchance. Die Gäste, die aus einer stabilen Deckung heraus agierten, verzeichneten allerdings auch nur eine, aber die wurde zur Freude von Coach Martin Beck verwertet. Nach Flanke von Peter Hutzler nickte der aufgerückte Innenverteidiger Daniel Werner, der am zweiten Pfosten einlief, den Ball ein und und ließ dem Florian Dorn-Vertreter Sean Klein keine Abwehrchance.

Ansonsten war das Match von viel Mittelfeldgeplänkel geprägt. „Hoch und weit“ war angesagt. Die Platzherren, die zu allem Überfluss noch kurz vor der Pause ihre Sturmspitze Stefan Wich (Oberschenkelverletzung) vom Rasen nehmen mussten, bemühten sich zwar. Doch es reichte gegen den ausgebufften Gegner, bei dem mit Lukas Häpp der Stratege im Mittelfeld fehlte, nicht zum Punktgewinn. „Wir müssen nun höllisch aufpassen, nicht den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu verlieren“, meinte Rüttiger nach der zweiten Heimniederlage der Grün-Weißen in Folge.

Tor: 0:1 Daniel Werner (66.).

SV Burgwallbach I/Bad Neustadt – TSV Steinach 0:0. Der SV Burgwallbach/Bad Neustadt hat es versäumt , mit einem Sieg weiter an die Spitzenteams der Liga heranzurücken. Auf eigenem Platz reichte es gegen den TSV Steinach, der weiterhin in der unteren Tabellenhälfte festhängt, nur zu einem torlosen Unentschieden. „Letztlich müssen wir mit dem einen Punkt zufrieden sein. Steinach hat sich durch eine disziplinierte Leistung das Unentschieden redlich verdient“, sagte SV-Trainer Alexander Leicht. Gegen die tief stehenden Gäste schaffte es sein Team einfach nicht, die geeigneten Mittel zu finden. „Wir hätten heute noch länger spielen können und hätten wohl keinen Treffer erzielt“, sah es Leicht. Die größte Gelegenheit hatte noch Marcel Mölter, dessen Schuss aus 25 Metern jedoch nur an das Lattenkreuz klatschte. Auf der anderen Seite mussten die Gastgeber bei den gefährlichen Kontern der Steinacher immer wieder auf der Hut sein, um den Platz nicht sogar als Verlierer zu verlassen.

Von Beginn an hatte sich abgezeichnet, dass die Zuschauer in Burgwallbach kein fußballerischer Leckerbissen erwarten würde. Die Gäste zogen sich mit allen elf Spielern hinter die Mittellinie zurück und stellten die Hausherren vor eine schier unlösbare Aufgabe. Und so waren es auch die Steinacher, die in einer ereignisarmen ersten Halbzeit, die beste Torgelegenheit hatten. Joshua Jung scheiterte jedoch am gut reagierenden SV-Keeper (15.). Nach dem Seitenwechsel setzten die Hausherren das erste Ausrufezeichen, doch einen Floth-Freistoß konnte Franz-Xaver Rosshirt über das Tor lenken (47.). Nachdem eine Minute später Marcel Mölter an der Latte gescheitert war, war es dass dann aber auch schon wieder von Seiten der Burgwallbacher. Stattdessen hatten die Gäste bei einem schnellen Konter nach 65. Minuten sogar das 1:0 auf dem Fuß.

Tore: Fehlanzeige. Gelb-Rot: Holger Wieschal (69., Steinach).

TSV Großbardorf II – SV Ramsthal 1:2 (0:0). Vollauf gerecht wurden diese 90 Minuten einem Spitzenspiel. „Beide Teams boten sehr gute Fußballkost“, berichtete Großbardorfs Trainer Markus Bach. Er gab zwei Möglichkeiten durch Benjamin Diemer zu Papier. „Von denen muss er eine nutzen. Aber zuerst ging sein Heber zwar über Ramsthals Schlussmann Florian Rottenberger, aber auch übers Tor. Sein Volleyschuss aus Nahdistanz verfehlte wenig später auch das Gästetor.“ In der ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte aber nicht nur der Gastgeber diese zwei guten Möglichkeiten, auch der Gast hätte treffen können. Aber Bardorfs Keeper Jonathan Barthelmes vereitelte die größte Möglichkeit, als er einen abgefälschten Schuss glänzend parierte. „Das torlose Unentschieden zur Pause war gerecht“, befand Bach.

Nach wenigen Sekunden in Halbzeit zwei hatte wiederum Benjamin Diemer die Führung auf dem Fuß, als er allein auf Rottenberger zulief. „Dieser bot Benjamin, der von außen kam, die kurze Ecke an, in die er auch schoss. Doch Rottenberger hielt super und verhinderte so unsere Führung“, lobte Bach den Torwart. In der Folgezeit verlief die Partie ausgeglichen, bis Benjamin Diemer doch noch sein Erfolgserlebnis hatte. Nach einem Spielzug über mehrere Stationen netzte er überlegt ins lange Eck ein. Doch die Freude hielt nicht lange an. Nach einem schnell gespielten Konter wurde ein Gästespieler im Strafraum von den Beinen geholt, Harald Bayer verwandelte den Foulelfmeter sicher. Doch es sollte noch besser für die Gäste kommen. Christoph Schießer gelang durch einen Schuss aus zehn Metern in der Nachspielzeit der Siegtreffer für die Gäste. „Heute hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen“, so Bachs Fazit.

Tore: 1:0 Benjamin Diemer (61.), 1:1 Harald Bayer (65., Foulelfmeter), 1:2 Christoph Schießer (90. + 1). Gelb-Rot: Jonas Alber (87., Großbardorf).

FC Strahlungen – FC Reichenbach 6:4 (2:2). Sehr viel für ihr Eintrittsgeld bekamen die 260 Zuschauer in diesem Derby geboten: Zehn Tore, ein Eigentor, drei Elfmeter und zwei Platzverweise. Am Ende der packenden Partie setzte sich der Gastgeber durch. Und das verdient, wie der Strahlunger Sprecher Bernhard Nöth anmerkte. „Wir waren die bessere Mannschaft und hatten mehr Spielanteile. Doch die Gäste haben sich gut verkauft.“ Durch diesen Dreier bleiben die Schützlinge von Oliver Schönwiesner in der Spitzengruppe. Durch einen Freistoß von Christian Kühnlein, der an Freund und Feind vorbeiflog und im langen Eck landete, ging der Gast bald in Führung. Diese drehten die Hausherren innerhalb von zwei Minuten durch Tore von Christoph Kriener, der einen Handelfmeter verwandelte, und einem Eigentores von Simon Trägner, der einen Schuss von Noah Braun ins eigene Tor lenkte.

Doch die Gäste machten es dem Gastgeber nach und wandelten den Rückstand durch zwei Foulelfmeter in eine eigene Führung um. Dann aber war wieder Strahlungen am Zug, das seine Überzahl gut ausspielte und durch drei Treffer auf 5:3 davonzog. In der Nachspielzeit traf jedes Team noch einmal in einem Match, in dem beide Abwehrreihen viel zu viel zuließen. „Es war eben ein Tag der offenen Tür. Nicht heute, aber in den nächsten Spielen wird uns die rote Karte gegen Benedikt Bötsch extrem weh tun“, vermutet Nöth.

Tore: 0:1 Christian Kühnlein (7.), 1:1 Christoph Kriener (22., Handelfmeter), 2:1 Simon Trägner (24., Eigentor), 2:2 David Dietz (37., Foulelfmeter im Nachschuss), 2:3 Julian Hergenröther (49., Foulelfmeter), 3:3 Christoph Kriener (53.), 4:3 Sebastian Braun (67.), 5:3 Noah Braun (69.), 5:4 Chris Kraus (90. + 1), 6:4 Tim Krais (90. + 5). Rot: Benedikt Bötsch (73., Strahlungen, Notbremse). Gelb-Rot: Felix Nöth (52., Reichenbach).

FC Rottershausen – FC Bayern Fladungen 5:3 (3:3). Eine torreiche Begegnung erlebten die Zuschauer auf der Waldsportanlage in Rottershausen. „Die zehn Minuten vor der Pause waren absolut verrückt, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, informierte Hausherren-Spielertrainer Alexander Schott. Dessen Schützlinge gingen durch ein Eigentor in Führung, die Gäste-Torjäger Christopher Goldbach ausglich. „Das war die erste gute Gelegenheit des Gegners, der auch seine zwei weiteren Chancen vor dem Seitenwechsel eiskalt nutzte. Da hat unsere Abwehrreihe aber auch fahrig agiert“, setzte Schott fort.

Allerdings offenbarten auch die Gäste in der Deckung Lücken. So als Johannes Kanz nach Ecke von Fabio Erhard völlig unbedrängt einnicken konnte. „Das war aus unserer Sicht natürlich psychologisch wichtig“, meinte Schott, der nach der Pause einen überragenden Fabio Erhard in einer Begegnung erlebte, die von Hektik, gelben Karten und Verletzungspausen geprägt war. Mit einer feinen Einzelaktion schoss Erhard sein Team wieder in Führung. In der Nachspielzeit startete er dann von der Mittellinie durch und platzierte das Leder an Gäste-Keeper André Weiss vorbei ins Toreck. „Fladungen hatte nach der Pause auch seine Möglichkeiten. Mit zunehmender Spielzeit hat man aber gemerkt, dass dem Gast das Freitagsspiel in Bad Königshofen noch in den Knochen steckte“, sah es Schlott.

Tore: 1:0 Marcel Kümmeth (16., Eigentor), 1:1 Christopher Goldbach (38.), 2:1 Julian Göller (40.), 2:2 Ludwig Lang (41.), 2:3 Jannik Weiss (44.), 3:3 Johannes Kanz (45.), 4:3, 5:3 Fabio Erhard (55., 90.+3).

TSV Bad Königshofen – DJK Wülfershausen 4:1 (1:1). Wie auch der Halbzeitstand von 1:1 unterstreicht, war die DJK Wülfershausen in Bad Königshofen über weite Strecken des Spiels ein gleichwertiger, in der ersten Viertelstunde sogar überlegener Gegner. Die Mannschaft von Trainer Rudi Koob verblüffte mit gefährlicher Angriffslust die einheimischen Zuschauer und Spieler. Als sie allerdings selber erstmals in Rückstand geraten war, tat sie sich mit der Balance zwischen Abwehr- und Angriffsarbeit schwer, verlor Steffen Englert nach einer gelb-roten Karte (64.) und hatte danach in Unterzahl bis auf ein paar gute Möglichkeiten nichts mehr entgegenzusetzen.

Das 0:1 fiel allerdings mit Ankündigung, aber ohne Gegenmittel. Ronny Roggatz verwandelte, wie schon so oft, einen Freistoß zur 1:0-Gästeführung (5.). In der Folge schalteten und walteten bei den Gästen dieser Roggatz, Patrick Warmuth, Julian Gensler und Björn Will wie sie wollten. Mit einem Pfostenschuss von Patrick Kuhn (15.) weckten sich die Spieler von Bernd Knahn selber aus ihrer Anfangs-Lethargie. Jetzt bekam DJK-Schlussmann Lukas Bier immer häufiger Gelegenheit, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Alexander Erlanov (36.) erzielte aus einem Spieler-Knäuel heraus mit dem Kopf allerdings den 1:1-Ausgleich.

Auf Seite der Hausherren rackerte Alexander Sarwanidi, öffnete Räume, gab Vorlagen und schoss selber den Führungstreffer für den TSV. Wohl dem, der so einen zurückgetretenen Nothelfer hat, der halt genau da stand, wo nach Ferdinand Heusingers Ball-Rückeroberung und Erlanovs Traum-Rückpass von der Grundlinie die Kugel hin kam – 2:1. In Unterzahl hatten die Gäste nur noch wenig zu bestellen. Patrick Kuhn erhöhte nach toller Kombination über Heusinger-Zirkelbach-Sarwanidi auf 3:1. Und als Sarwanidi von David Juraschek vor dem Tor gelegt worden war, verwandelte Erlanov den fälligen Strafstoß zum 4:1-Endstand.

Tore: 0:1 Ronny Roggatz (5.), 1:1 Alexander Erlanov (36.), 2:1 Alexander Sarwanidi (51.), 3:1 Patrick Kuhn (77.), 4:1 Alexander Erlanov (84., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Steffen Englert (64., Wülfershausen).

SG Oerlenbach/Ebenhausen – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 1:3 (0:3). Nach zuletzt wenig berauschenden Ergebnissen entführten die Gäste im Derby bei der SG Oerlenbach/Ebenhausen beim 3:1-Erfolg alle drei Punkte. „Vor allem die Leistung in der ersten Halbzeit war sehr zufriedenstellend“, meinte ihr erleichterter Coach Klaus Seufert. „Dafür, dass wir im zweiten Durchgang eher den Verwaltungsmodus eingeschlagen haben, sehe ich nicht als Grund, eine Entschuldigung aussprechen zu müssen“. Geknickt war hingegen sein Kollege Thorsten Büttner. „Die zwei schnellen Gegentore waren Gift und haben das Selbstbewusstsein nach dem Sieg in Wülfershausen gleich wieder zerstört“.

Tore: 0:1 Fabian Erhard (4.), 0:2 Peter Hahn (11.), 0:3 Fabian Erhard (41.), 1:3 Noah Pentenrieder (78.). Gelb-Rot: Sebastian Borst (84., Oerlenbach/Ebenhausen). (rd, phü, fka, ba, gmad)


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