FUßBALL REGIONALLIGA BAYERN

Aubstadt: Wieder auf der Jagd nach dem Kick

Ben Müller (vorne) half zuletzt in der Innenverteidigung des TSV Aubstadt aus. Im Heimspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim könnte er wieder ins defensive Mittelfeld rücken.Rudi Dümpert Foto: Foto:

Fußball

Regionalliga Bayern

 

1. (1.) FC 05 Schweinfurt 13 10 1 2 28 : 12 31  
2. (2.) SV Türkgücü München 13 9 1 3 26 : 12 28  
3. (3.) SpVgg Greuther Fürth II 13 7 2 4 19 : 16 23  
4. (4.) TSV Buchbach 13 6 3 4 14 : 14 21  
5. (5.) Vikt. Aschaffenburg 13 6 2 5 23 : 18 20  
6. (6.) SpVgg Bayreuth 13 5 5 3 22 : 17 20  
7. (7.) Wacker Burghausen 13 6 2 5 18 : 14 20  
8. (8.) 1. FC Nürnberg II 13 5 4 4 23 : 18 19  
9. (9.) TSV Aubstadt 13 5 4 4 24 : 21 19  
10. (10.) VfB Eichstätt 13 4 5 4 22 : 12 17  
11. (11.) SV Heimstetten 13 5 1 7 25 : 25 16  
12. (12.) FV Illertissen 13 4 3 6 20 : 27 15  
13. (13.) FC Memmingen 13 4 2 7 15 : 20 14  
14. (14.) SV Schalding-Heining 13 4 2 7 20 : 31 14  
15. (15.) TSV 1860 Rosenheim 13 4 2 7 19 : 34 14  
16. (16.) VfR Garching 13 4 1 8 19 : 32 13  
17. (17.) FC Augsburg II 13 3 3 7 20 : 26 12  
18. (18.) TSV Rain/Lech 13 3 3 7 11 : 19 12  

 

Samstag, 5. Oktober, 14 Uhr:

SpVgg Greuther Fürth II – VfB Eichstätt

TSV Aubstadt – TSV Rosenheim

SV Heimstetten – FV Illertissen

TSV Rain/Lech – SpVgg Bayreuth

Sonntag, 6. Oktober, 14 Uhr:

Vikt. Aschaffenburg – TSV Buchbach

SV Schalding-Heining – FC Augsburg II

FC Schweinfurt 05 – FC Nürnberg II

Montag, 7. Oktober, 20.15 Uhr:

Wacker Burghausen – Türkgücü München

 

 

TSV Aubstadt – TSV 1860 Rosenheim

„Ich sage es schon seit Wochen“, bestätigt Aubstadts Trainer Josef Francic den Hinweis, wie gefährlich nahe die Abstiegszone ist und ergänzt: „Wir haben eine positive Bilanz und erst in einem der 13 Spiele eine weniger gute Leistung gezeigt. Wir sind meistens an, wenn nicht über unsere Grenzen gegangen und dennoch mit zuletzt drei Unentschieden und einer Niederlage auf Platz neun abgerutscht. Mit einem durchaus möglichen Sieg in Eichstätt wären wir Vierter. So trennen uns gerade mal fünf Punkte von Rosenheim.“

Seine Kollegen hätten ihm berichtet, dass „diese Saison so ausgeglichen wie noch nie in den letzten Jahren ist.“ Es geht ganz eng zu, im jeweiligen Spiel und dann in der Tabelle. „Jeder schlägt jeden, der Tabellenführer verliert beim Letzten, Rain/Lech gewinnt in Nürnberg, es sind sehr launische Ergebnisse. Da musst du 40 bis 42 Punkte machen, wenn du in keine Relegation gehen willst. Aber wir sind voll im Soll, es wird eng und spannend, das ist doch gut für die Zuschauer.“

Vieles wirkt befreiter

„Es wird noch eine heiße Runde, es gibt kein Niemandsland. Da brauchst du die Mannschaft nicht besonders motivieren. Die pushen sich selber, indem sie sich immer mal den Ergebnis-Kick oder den Leistungs-Kick holen. Ja, das ist richtig schön.“ Tatsächlich scheint die Jäger-Rolle den Aubstädtern besser zu bekommen als die des Gejagten. Während in der Bayernliga neben glänzenden Vorstellungen immer auch mal den Zuschauern Geduld und Verständnis abgefordert wurde, ging in dieser Runde bisher kaum jemand enttäuscht nach Hause. Irgendwie wirkt vieles befreiter und entspannter, wenngleich natürlich noch mehr Arbeit dahinter steckt.

Aufgepasst auf Majdancevic

Sollten also die Rosenheimer das Schulstadion als Sieger verlassen, wären sie nur noch zwei Punkte hinter Aubstadt. Was weiß Josef Francic von diesem Gegner? „Wenn ich mir Spiele anschaue, so wie in diesem Fall Eichstätt gegen Rosenheim, sehe ich meistens mehr die Mannschaft, ihre Taktik und ihr System als irgendwelche Einzelspieler. Dieser Daniel Majdancevic ist mir aber schon aufgefallen.“ Der 30-Jährige liegt mit sieben Treffern sehr weit vorne in der Torschützenliste. „Er spielt auch sehr gut Futsal, ist ein glänzender Techniker, kopfballstark und nur sehr schwer vom Ball zu trennen. Am besten, er bekommt ihn erst gar nicht.“ Auch als Mannschaft war Francic von den Rosenheimern sehr beeindruckt. „Sie waren besser als Eichstätt, hatten die bessere Spielanlage. Eine komplette Mannschaft, auch wenn sie die Ergebnisse bisher nicht brachte. Sie spielen wie alle im Raum München einen technisch gepflegten Fußball, haben zwei, drei kopfballstarke Spieler und mit Luftetar Mushkolaj ein Kraftpaket in der Spitze.“

Sie seien aber keine Übermannschaft, hätten auch schon Spiele verloren „und sie trainieren unter den gleichen Bedingungen wie wir, drei Einheiten die Woche.“ Sie spielen ihre sechste Saison Regionalliga, waren letzte und vorletzte Saison Fünfzehnter und retteten sich über die Relegation. Von 15 Spielern trennte man sich, zwölf neue wurden in den Kader geholt, darunter fünf aus der eigenen Bayernliga-U19. Trainer Thomas Kasperetti (35) hat zwei Talente unter ihnen bereits im Stamm integriert. Sebastian Hölzl (18) absolvierte elf, Laurin Demolli (19) zwölf Spiele.

Francic: „Wird knappe Kiste“

Josef Francic, mit ähnlicher sportlicher Vita wie Kasperetti, der auch in der Kreis- und Bezirksliga spielte und trainierte, sieht seine Mannschaft zu der Gruppe gehörend, „die nicht in den Abstiegs- und Relegationsstrudel runter rutschen wollen. Und von daher ist es alles ausgeglichen, alles möglich und deshalb ein sehr, sehr wichtiges Spiel. Diesmal stehen keine Profis vor uns, aber sehr unangenehme Amateure, die mehr Erfahrung mit der Regionalliga und mit dieser unteren Region haben.“ Es werde bestimmt ein sehr spannendes Spiel. „Meine Jungs haben in Eichstätt großen Charakter gezeigt. Wir mussten unter schweren Bedingungen spielen, eine halbe Stunde lang in Unterzahl und waren am Schluss ganz schön unter Beschuss. Die Mannschaft hat sich aber total befreit. Wir sind rechtzeitig raus und haben Tore gemacht. Christian Mack hat im Tor gezeigt, wie wichtig seine Erfahrung für die Mannschaft ist. Es wird eine knappe Kiste und wir brauchen die Unterstützung unserer Zuschauer. Ich hoffe, die Region hilft uns wieder.“

Julius Benkenstein kommt aus der Sperre in die Innenverteidigung zurück, wahrscheinlich auch Christian Köttler. „Ben Müller hat ihn gut vertreten, fehlte uns aber im Mittelfeld. Ingo Feser ist angeschlagen, hat nach einem Schlag auf die Wade fast bis zum Schluss durchgehalten. Auf Christopher Bieber müssen wir noch zwei, drei Wochen verzichten.“ (rd)