HANDBALL 3. LIGA MITTE

Der HSC muss liefern

Kapitän Franziskus Gerr (am Ball) peilt mit dem HSC Bad Neustadt gegen den Northeimer HC im sechsten Spiel den ersten Saisonsieg an. Foto: Thomas Euring

Handball

3. Liga Männer Mitte

 

1. (1.) HSG Bieberau-Modau 5 5 0 0 152 : 117 10 : 0  
2. (2.) SG Nußloch 5 4 0 1 132 : 112 8 : 2  
3. (3.) HSG Hanau 5 4 0 1 136 : 120 8 : 2  
4. (4.) Rodgau Nieder-Roden 4 3 1 0 116 : 98 7 : 1  
5. (5.) Dutenh./;Münchholzh. II 5 3 1 1 128 : 115 7 : 3  
6. (6.) SG Leutershausen 5 3 1 1 136 : 133 7 : 3  
7. (7.) TV Großwallstadt 4 2 1 1 112 : 96 5 : 3  
8. (8.) TV Großsachsen 5 2 1 2 138 : 134 5 : 5  
9. (9.) GSV Eintracht Baunatal 5 2 1 2 135 : 134 5 : 5  
10. (10.) SC DHfK Leipzig II 5 2 0 3 141 : 149 4 : 6  
11. (11.) TV Gelnhausen 5 2 0 3 121 : 133 4 : 6  
12. (12.) Northeimer HC 5 1 1 3 137 : 156 3 : 7  
13. (13.) Oftersh./Schwetzingen 5 1 0 4 112 : 134 2 : 8  
14. (14.) HC Elbflorenz II 5 1 0 4 126 : 149 2 : 8  
15. (15.) TV Kirchzell 5 0 1 4 120 : 137 1 : 9  
16. (16.) HSC Bad Neustadt 5 0 0 5 131 : 156 0 : 10  

 

Samstag, 28. September, 19.30 Uhr:

TV Großwallstadt – SG Nußloch

HG Oftersheim/Schwetzingen – Elbflorenz II

HSC Bad Neustadt – Northeimer HC

Samstag, 28. September, 20 Uhr:

TV Großsachsen – TV Gelnhausen

Sonntag, 29. September, 16.30 Uhr:

SC DHFK Leipzig II – SG Leutershausen

Sonntag, 29. September, 17 Uhr:

Dutenhofen/Münchholzhausen – Baunatal

 

 

HSC Bad Neustadt – Northeimer HC

Nach der doch etwas überraschenden Trennung von Trainer Chrischa Hannawald peilt der HSC Bad Neustadt (16./0:10) am sechsten Spieltag der laufenden Saison den ersten Sieg an. Die Chancen hierfür standen in der aktuellen Saison noch nie so gut. Denn zum einen zeigten die Rotmilane zuletzt einen Aufwärtstrend und zum anderen gehört nach den bisherigen Aufgaben gegen Spitzenteams der Northeimer HC (12./3:7) zu den Mannschaften, die als schlagbar bezeichnet werden müssen. „Jetzt ist jedenfalls die Mannschaft gefordert“, sagt der neue HSC-Trainer Frank Ihl, der am Donnerstagabend die erste Trainingseinheit mit seinen neuen Schützlingen leitete.

Ihl: „Jeder kann decken“

„Mein erster Eindruck, auch nach dem Videostudium, ist, dass die Spieler das für die Liga notwendige spielerische Potenzial besitzen und konditionell in einem sehr gutem Zustand sind. Da hat mein Vorgänger gute Arbeit geleistet“. Seine aktuelle Hauptaufgabe sieht Ihl darin, die Akteure psychisch aufzubauen, „deswegen wäre ein rasches Erfolgserlebnis unheimlich wichtig“. Um dieses zu realisieren, „müssen wir zum einen unsere Angriffe geduldiger ausspielen und in der Deckung kompakter stehen“. Bemerkenswert dabei seine Aussage, „dass prinzipiell jeder decken kann, er muss es aber auch wollen. Ich erwarte, dass jeder Spieler mit der notwendigen Emotion aufläuft, dann hätten wir auch die Zuschauer auf unserer Seite“, so seine Hoffnung.

Der Northeimer HC, der ein vergleichsweise leichtes Auftaktprogramm zu bewältigen hatte, startete zwar mit drei Punkten vielversprechend in die Runde (27:27 in Kirchzell und 32:27 gegen Großsachsen), doch die letzten drei Spiele verloren die Mannen von Coach Carsten Barnkothe zum Teil recht deutlich. So ging unter anderem die Heimpartie gegen den Tabellenführer aus Groß-Bieberau klar mit 22:34 verloren. Ein Gegner, der dem HSC vor acht Tagen eine starke Leistung attestierte. „Bad Neustadt hat uns das Leben sehr schwer gemacht“, lobte Groß-Bieberaus Trainer Thorsten Schmid die Saalestädter, die zwar mit 28:31 verloren, doch lange Zeit an einer Überraschung schnupperten.

HSC vergibt zu viele Siebenmeter

Dass diese nicht gelang, lag zum einen an den vielen Unterzahlsituationen, „die ich im Nachhinein für nicht gerechtfertigt halte“, so Hannawald, zum anderen aber auch an einem Manko, das im Odenwald nicht das erste Mal in dieser Saison beklagt wurde: Der HSC Bad Neustadt hat ganz einfach Probleme mit dem Verwerten von Siebenmetern. Auch beim aktuellen Tabellenführer wurde nur die Hälfte der sechs Strafwürfe verwandelt. In diesem Punkt dürfte sich Ihl Gedanken machen, wer am Samstagabend das Vorrecht hat, an die Linie zu treten.

Gary Hines wieder dabei

In personeller Hinsicht hat sich vor dem Heimspiel gegen den Northeimer HC, der nach Jahren der Zugehörigkeit in der Staffel West im Sommer in die Staffel Mitte umgruppiert wurde, die Situation insoweit entspannt, dass Gary Hines wieder einsatzfähig ist. Dies sollte vor allem der Defensive – der HSC und sein Gast weisen mit je 156 Gegentreffern den schwächsten Wert der Liga auf – gut tun. Dabei wird der US-Nationalspieler, wie auch einige andere erfahrenen HSC-Spieler, auf bekannte Gesichter beim Kontrahenten stoßen. So hatten Kapitän Paul-Marten Seekamp, der im zentralen Rückraum spielt, genauso wie Linksaußen Christian Stoepler und Rechtsaußen Sören Lange schon einige Male ihre Auftritte in der Bürgermeister-Goebels-Halle-.

Die in dieser Runde bislang torgefährlichsten HC'ler feiern allerdings ihre Schulberg-Premiere. Zu nennen wäre da der im rechten Rückraum agierende 23-jährige griechische Nationalspieler Eleftherios Ilioupoulos, der vom Nord-Drittligisten Empor Rostock zur Barnkothe-Truppe gestoßen ist, sowie das 20-jährige Talent Malte Wodarz. Der 1,99 große Halblinke lehrte zusammen mit Ilioupoulos den gegnerischen Abwehrreihen bislang das Fürchten. Würden die Gastgeber dieses Duo ausschalten, wäre das ein wichtiger Schritt Richtung erstes Erfolgserlebnis. Northeim ist allerdings trotz der Niederlagen der letzten Wochen auf keinen Fall zu unterschätzen. Die Mannschaft weiß zu kämpfen, was sie vor einer Woche bei der 27:29-Niederlage gegen das Spitzenteam aus Hanau eindrucksvoll bewiesen hat.

Manko Chancenverwertung

Tatsächlich boten die Niedersachsen den Hessen lange Paroli, brachten sich aber wegen zeitweise mangelhafter Chancenverwertung selbst um die Früchte der Arbeit. Die Chancenverwertung ist bislang aber auch das große Manko der Hausherren. „Das wird ein ständiger Schwerpunkt im Training sein“, ist sich Ihl unabhängig vom samstägigen Ergebnis sicher. „Für uns zählt jedenfalls nur ein Sieg. Alles andere würde unsere Lage im Hinblick auf die nächsten Partien noch unangenehmer werden lassen“.