HANDBALL: SAISONVORSCHAU

Anpfiff

Max Weber (am Ball) zählt zu den jungen Hoffnungsträgern des Handball-Bezirksligisten TSV Mellrichstadt.Anand Anders Foto: Foto:

Mit einem neuen Trainer starten die Handballer des HSC Bad Neustadt II in die Saison in der Bezirksoberliga. Nils Thomas heißt der Nachfolger von Rainer Kirchner. Der 28-Jährige wird selbst noch im Tor stehen, fungiert bei seiner ersten Station folglich als Spielertrainer. Thomas war vor der vergangenen Saison aus Sonneberg zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, bei dem er viele Jahre lang zum Kader der ersten Mannschaft gehörte.

Früh soll den HSC II führen

„Die Vorbereitung war ganz gut. Die Jungs haben mitgezogen“, sagt Nils Thomas. Große Hoffnungen setzt er in Christopher Früh, der vom MHV Schweinfurt nach Bad Neustadt gewechselt ist. Früh ist im Rückraum „universell einsetzbar“. Er soll für einfache Tore sorgen und die jungen Spieler „an die Hand nehmen“, erhofft sich Thomas vom neuen Führungsspieler. „Er ist genau derjenige, den wir gebraucht haben.“ Das Saisonziel? „Wir schauen von Spiel zu Spiel“, antwortet Nils Thomas als ob er schon jahrelang im Trainergeschäft wäre, „und so früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Die ersten Spiele sind dabei sehr wichtig.“ Zum Auftakt muss Bad Neustadt an diesem Samstag, 19 Uhr, beim TSV Rödelsee Farbe bekennen.

VfL gibt Klassenerhalt als Ziel aus

„Unser klares Ziel heißt Klassenerhalt“, sagt Birgit Gerbig, die langjährige Trainerin des VfL Sportfreunde Bad Neustadt. Aus der Landesliga sind der MHV Schweinfurt und Auftaktgegner HSG Volkach (Sonntag, 13 Uhr, Halle der Berufsschule) in die Bezirksoberliga abgestiegen, was das Niveau der Liga deutlich heben sollte. „Volkach ist für uns gleich ein Gradmesser“, sagt Gerbig.

Die Routiniers sollen die Mannschaft führen, die „eine gesunde Mischung aus jung und alt“ ist. Neu dazugekommen ist Torhüterin Franziska Reiser, aus der B-Jugend sollen Maren Kleinhenz und Svenja Link mit einigen Einsätzen an die Frauenmannschaft herangeführt werden. Die Zwillinge Anne und Lena Wolf sind seit vergangener Saison fester Bestandteil der Mannschaft. „Ich denke, dass wir schneller nach vorne spielen können“, hofft Birgit Gerbig.

Aus zwei Bezirksligen wird eine

Die Männer des TSV Mellrichstadt starten in dieser Saison ein letztes Mal in der Bezirksliga Nord. Zur Saison 2020/21 werden die bisherigen Staffeln Nord und Süd zu einer eingleisigen Bezirksliga zusammengefasst. Heißt für die am Wochenende beginnende Runde: es gibt mehr Absteiger als normal. „Wir wollen auf jeden Fall in der Bezirksliga bleiben. Unser Ziel ist der dritte oder vierte Platz“, sagt Ditmar Piechulek. Seit 2013 ist der Unterweißenbrunner Trainer der TSV-Mannschaft.

Er steht wieder einmal vor der Aufgabe, einen Umbruch in der Mannschaft zu verarbeiten. Langjährige Stützen der Mannschaft stehen nicht mehr zur Verfügung, junge Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen und A-Jugendliche sollen an das Niveau im Männerhandball herangeführt werden. Keine leichte Aufgabe, aber Piechulek weiß: „Diese Probleme haben alle Mannschaften.“

Knappe Niederlage im Pokal

Das erste Ligaspiel des TSV wird an diesem Samstag, 28. September, 19.30 Uhr, angepfiffen. Zu Gast ist der HSV Thüngersheim. Das erste Pflichtspiel hat die Piechulek-Sieben bereits hinter sich. Im Unterfranken-Pokal verlor sie am Wochenende bei der DJK Waldbüttelbrunn II mit 29:31 nach Verlängerung. „Das hat nicht schlecht ausgeschaut“, stellte Piechulek nicht das Resultat in den Vordergrund, sondern die Leistung.

Ebenfalls den HSV Thüngersheim zu Auftakt zu Gast haben die Handballerinnen des TSV Mellrichstadt. Der Anwurf zu dieser Partie ist an diesem Samstag, 28. September, 17.30 Uhr. „Unser Ziel ist ein Platz im Mittelfeld“, sagt Steffen Fiedler, der gemeinsam mit Thomas Bieber für das Team verantwortlich ist. Die Qualität der einzelnen Mannschaften ist aber schwer einzuschätzen, weiß Fiedler. „Die Liga ist offen.“

25 Frauen im TSV-Kader

25 Spielerinnen umfasst der Kader des TSV. Vier junge Handballerinnen sind neu hinzugekommen: Lina Glazel, Luisa Dietz, Chiara Wehner und Kim Trabert. Sie alle wären noch für die A-Jugend spielberechtigt, allerdings hat der TSV diese Saison keine gemeldet. „Die vier brauchen noch Zeit“, sagt Fiedler. Je größer der Kader, desto lieber ist es ihm und Bieber. Die vergangene Saison habe gezeigt, „dass wir viel durchwechseln mussten, weil einige Spielerinnen im Beruf oder im Studium stark eingespannt sind. Es bleibt schwierig, Kontinuität hineinzubekommen.“

Gerbig: „Mannschaft gewachsen“

In der vergangen Saison spielte die B-Jugend des VfL Sportfreunde Bad Neustadt in der Bayernliga und verlor viele Spiele. Das tat weh, war aber auch lehrreich. „Die Mannschaft ist an den Niederlagen gewachsen“, sagt Trainerin Birgit Gerbig. Sie zeigt sich beeindruckt, mit welcher „mentalen Stärke die Spielerinnen die vergangene Saison verarbeitet haben.“

Die gewonnenen Erfahrungen sollen in dieser Spielzeit in der Landesliga Nord in positive Erlebnisse und Ergebnisse umgesetzt werden. „Ich bin guter Dinge“, sagt Birgit Gerbig. Die Saison startet mit dem Spiel gegen die TSG Estenfeld an diesem Sonntag, 29. September, 11 Uhr, in der Berufsschulhalle.