KEGELN UM DEN AUFSTIEG IN DIE BUNDESLIGA MÄNNER

Eine einmalige Chance

Optimistisch gehen der TSV Großbardorf, Meister der Zweiten Kegel-Bundesliga Nord/Mitte, und sein Trainer Axel Tüchert in das Turnier um den Aufstieg in die Erste Bundesliga am Ostersamstag und Ostersonntag in Bindlach. Dort bewerben sich neben den Grabfeldern die drei anderen Zweit-Bundesliga-Meister SV Geiseltal-Mücheln (Nord/Ost), TSV Zwickau (Ost/Mitte) sowie der ASV Neumarkt (Süd/West) um die zwei freien Plätze in der Ersten Bundesliga. Es werden zwei Durchgänge zu je 6 x 120 Wurf kombiniert (nur Kegelwertung) gespielt.

TSV-Trainer Axel Tüchert ist mit dem Verlauf dieser Saison hochzufrieden. Und gibt sich zuversichtlich: „Vor unseren drei Konkurrenten habe ich keine Angst. Es wird die Tagesform entscheiden.“ Für Tüchert ist klar, dass seine Asse stechen müssen. „Entscheidend werden aber auch die Leistungen der Spieler an den Positionen vier bis sechs sein. Und nicht allein die der Besten.“ Für ihn ist das Team aus Zwickau der große Favorit. „Mein Tipp lautet: Zwickau vor dem TSV. Unsere Chancen sehe ich bei 50 Prozent.“ Er glaubt, dass seine Schützlinge an beiden Tagen jeweils etwa 3600 Holz abräumen müssen, soll das große Ziel erreicht werden.

Auch Mannschaftskapitän Patrick Ortloff sieht die Chancen bei 50 Prozent. „Es wird ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen bessere Leistungen als in unseren letzten beiden Punktspielen bringen, wenn es klappen soll. Ich bin aber optimistisch. In wichtigen Spielen haben wir gezeigt, dass wir kegeln können.“ Sollte er eingesetzt werden, könnte er sich durchaus eine Leistung von 600 Holz vorstellen. „Auswärts bin ich stärker.“

Ebenfalls bei 50 Prozent sieht der TSV-Vorzeigekegler Christian Helmerich, der schon einmal mit dem SKV Rot-Weiß Zerbst deutscher Meister wurde, die Aufstiegschance. Zuletzt schwächelte er aber etwas, da er ein Haus baut. „Das nimmt mir leider einige Energie und kostet auf jeden Fall einige Holz“, so seine Erklärung. Er ist zwar optimistisch, schränkt aber ein: „Die anderen können auch kegeln.“ Für Helmerich ist Zwickau der Favorit. „Die anderen drei werden den zweiten Aufsteiger unter sich ausmachen.“

Der TSV trainierte unter der Woche in Ried in Thüringen, der Heimat von Torsten Frank, der nicht so recht an den Aufstieg glaubt. Er sieht die Chance lediglich bei 40 Prozent. „Die Bahn in Ried ist der Bahn in Bindlach sehr ähnlich. Deshalb das Training in Thüringen. Ich bin etwas skeptisch, dass wir es schaffen werden. Für mich sind wir Außenseiter.“ Auch für ihn wird die Tagesform die entscheidende Rolle spielen. „Ein persönliches Ergebnis mit einer Sechs vorne wäre sehr gut.“

Ein vernünftiges Resultat würde Andy Behr gerne beitragen, sollte er eingesetzt werden. „Ich würde natürlich mein Bestes geben, damit es mit dem Aufstieg klappt. Aber das werden wir alle. Ich habe großes Vertrauen in unsere Mannschaft.“ Matthias Menninger verspricht, dass alle alles dafür tun werden, um den großen Sprung zu schaffen. „Wir wollen unsere Meisterschaft mit dem Aufstieg krönen. Ich bin voller Zuversicht. 580 wäre für mich ein gutes Ergebnis.“

Ebenso optimistisch gibt sich Marco Schmitt, für den der Aufstieg der größte Erfolg seiner langen Laufbahn wäre. „Wir hätten ihn auf jeden Fall verdient.“ Er selbst will in Bindlach seine Leistung auf den Punkt bringen. „In einen Tunnel kommen, Spaß haben und voll konzentriert sein, das ist mein Ziel. Dann, so hoffe ich, kann ich sehr gute Leistungen abliefern.“

„Bindlach ist für uns alle eine einmalige Chance. Ein Aufstieg wäre das absolute Vereins-Highlight. Ich bin sicher, dass wir es schaffen werden. Wir haben eine super Truppe. Ich hoffe, dass wir zwei unvergessliche Tage haben werden.“ Diese Worte von Pascal Schneider spiegeln seinen Optimismus wider. Er beziffert die Aufstiegschance mit 80 Prozent. Dass es klappt, will er an beiden Tagen mit jeweils 600 oder mehr Holz beitragen. Noch zuversichtlicher gibt sich René Wagner, der die Aufstiegschance bei 90 Prozent sieht. „Wir haben die gesamte Saison Leistung gebracht. Jetzt wollen wir den letzten Schritt machen. Es wird nicht einfach, aber wir werden alle unsere Leistung abrufen.“ Er selbst will seine 612 Holz vom letzten Spiel bestätigen.

Zeitplan

Samstag, 31. März: 10 Uhr Technische Besprechung (u. a. Bahnauslosung), 10.30 Uhr Spielbeginn, 16:30 Uhr Spielende.

Sonntag, 1. April: 10 Uhr Spielbeginn, 16 Uhr Spielende.