SKIROLLER

Mit gebrochener Spitze an die Spitze

Nils Weirich (rechts) vom TGV Schotten erhält den Siegerpokal vom Vorsitzenden des RWV Haselbach, Michael Beer (links). Foto: Barbara Enders

„Die Strecke hat ein gutes Profil und es war ein schöner Lauf“, beschrieb Heiko Kürschner seine vierte Teilnahme am mittlerweile 6. Haselbacher Skiroller-Berglauf von Haselbach zum Kreuzberg hinauf, der 70 Teilnehmer verzeichnete. Er kommt immer wieder gerne hierher, der Wettkampf ist der letzte vor der Schneesaison und animiere ihn, immer noch etwas länger zu trainieren. Dem Sportler vom WSC Ruhla, der die 6,5 Kilometer lange Distanz mit etwas über 400 Höhenmetern bewältigte, schienen die kräftigen Windböen am Kreuzbergsattel nicht so viel auszumachen. „So ein bisschen Wind gehört dazu. Die Strecke war trocken, alles okay, nur nach einem Kilometer ist mir die Stockspitze gebrochen“.

Ein Debüt und gleich gesiegt

Mit so einem Missgeschick musste auch der schnellste Teilnehmer des Laufes kämpfen. Nils Weirich vom TGV Schotten benötigte gerade einmal 25:54 Minuten für die 6,5-Kilometer-Distanz. Anderthalb Kilometer vor dem Ziel, also am steilsten Streckenabschnitt, brach auch ihm die Stockspitze, was ihn aber nicht am Siegen hinderte. Er nahm zum ersten Mal hier teil und empfand den Wind „schon als heftig“, möchte aber auch gerne wiederkommen.

Ein weiterer Neuling unter den Teilnehmern war der 15-jährige Maximilian Kaiser vom SV Medizin Bad Liebenstein. „Mein Trainer hat mich hergeschickt, meinte, es wäre anstrengend, aber schön“, was er nach dem Lauf bestätigte. Er konzentrierte sich darauf, im Windschatten, hinter der Sportlerin Ulla Hornfleck, zu laufen, die er von anderen Veranstaltungen kennt und lief so nur vier Sekunden hinter ihr mit einer Zeit von 29:49 Minuten ins Ziel. Die schnellste Frau auf der Hauptstrecke war Sophia Schrenk von der SKG Gersfeld. Die 18-Jährige lief bei einer Zeit von 29:33 Minuten über die Ziellinie.

Christel Rieckhoff (58), die seit Jahren eine treue Teilnehmerin ist, wechselte dieses Jahr von der langen auf die kurze Strecke, die mit 220 Höhenmetern und auf drei Kilometern Länge ebenfalls eine gute Ausdauer fordert. Für die Grebenhainerin ist die Strecke „ganz schön knackig, aber wenn man es geschafft hat, ist das schon schön“, strahlte sie nach dem Lauf und freute sich über den Pokal, den sie bei der Siegerehrung für ihre Teilnahme überreicht bekam. Der Lauf über die Kurzdistanz schien fast wie ein Vereinslauf der SKG Gersfeld zu sein, denn zwölf der 19 Teilnehmer, die in Höhe des Parkplatzes Arnsberglifte starteten, liefen für die SKG.

Unter ihnen sorgte Peter Limpert (U15) mit 15:51 Minuten für die beste Laufzeit. Schnellstes Mädchen war Anouk Noll (U15) vom TSV Poppenhausen mit 17:12 Minuten. Kaum war der letzte Läufer im Ziel, bauten die Verantwortlichen vom ausrichtenden Verein RWV Haselbach die Zeitmessanlage wieder ab, gerade rechtzeitig, bevor starke Windböen die Zielbake umwarfen.

ONLINE-TIPP

Die Ergebnisliste finden Sie unter www.rwv-haselbach.de

Am Start – die schnellste Frau auf der Hauptstrecke Sophia Schrenk (2. von links) von der SKG Gersfeld. Foto: Barbara Enders