SKISPRINGEN BSC

Rhönadler fliegen konstant

91 Springer waren auf den Kreuzbergschanzen am Start. Foto: Barbara Enders

Das Rhöner Wetter zeigte sich beim zweiten Springen des Bayerischen Schülercups (BSC) auf den Kreuzbergschanzen nicht von seiner schönsten Seite, den Skispringern schien das aber nichts auszumachen. Der Satz „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung“ war öfter zu hören. Wettkampfleiter André Eichel freute sich, dass die Wettervorhersage, die zu Wochenmitte noch Sturm voraus gesagt hatte, nicht zutraf. Mit etwas Nieselregen kamen die Skispringer problemlos klar.

Der Trainer der Rhönadler, Maximilian Lange, springt auch lieber bei kühleren Temperaturen als bei Sommerhitze. Scheinbar auch seine Schützlinge, die, wie bereits im ersten Wettkampf des BSC, konstante Leistungen zeigten. Janis Kansog (WSV Oberweißenbrunn) konnte seinen ersten Platz im Sprungwettkampf der S 9 festigen. Er zeigte bei der Landung auf der K 16 einen perfekten Telemark und durfte mit 208 Punkten vor Timo Häfner vom SC Bischofsgrün (203 Punkte) und Ben Horvath (SC Partenkirchen/189) aufs Siegertreppchen ganz nach oben steigen. In der Gesamtwertung liegt Kansog, nach dem Langlauf mit einer Zeit von 6:58 Minuten über 1,5 Kilometer, auf Platz vier.

Eisenmann behauptet sich

Über Marlene Günthers Leistungen (WSV) freute sich der Trainer ebenfalls, da auch sie schon technisch schöne Sprünge zeigte, obwohl sie erst seit einem Jahr zu den Skispringern gehört. Günther sprang auf der K 30 19 Meter und holte 156,3 Punkte . Beim anschließenden Lauf auf sehr matschiger Strecke lief sie eine Zeit von 6:38 Minuten über 1,5 Kilometer und konnte sich um einen Platz in der AK S 11 verbessern.

Tim Dickas (RWV Haselbach) flog mit 209 Punkten auf den zweiten Platz hinter Bastian Schmid (WSV-DJK Rastbüchel, 220) und vor Haile Göpfert (WSV Reit im Winkl, 195). In der Gesamtwertung liegt Dickas auf Rang vier in der AK S 10. Franz Eisenmann (WSV Oberweißenbrunn) zeigte im Wettkampf, nach durchwachsenen Sprungleistungen im Training, was er wirklich kann und schaffte mit 207 Punkten den 2. Platz hinter Alois Wegmann (SC Oberstdorf), der mit 210 Punkten gerade einmal drei Zähler vorne lag. Eisenmann konnte im Lauf seinen Platz behaupten und musste sich hier dem starken Läufer Alois Wegmann (SC Oberstdorf) geschlagen geben. Er sicherte sich mit seinen Leistungen den zweiten Platz der AK S 13 ebenfalls in der Gesamtwertung.

Auch die jüngsten Rhöner Skiadler kamen zum Einsatz, Amelie und Louis von Rosen durften auf der K 16 als Vorspringer starten. Maximilian Lange freute sich über Amelies erste Sprünge von dieser Schanze. Bisher war sie nur auf dem sogenannten Schnullerbakken (K 5) gestartet.

Veranstaltung als Erfolg gewertet

Für die beiden ausrichtenden Vereine, WSV Oberweißenbrunn und RWV Haselbach, kann die Veranstaltung eindeutig als Erfolg gewertet werden. 97 Sportler/innen hatten sich im Vorfeld angemeldet, von denen 91 am Wettkampf teilnahmen. Der WSV zeigte sich für die Laufstrecke verantwortlich, die aufgrund des häufigen Nieselregens der beiden Wettkampftage matschig und somit als schwierig eingestuft wurde. Ein Teil der sehr matschigen Streckenabschnitte wurde mit Stroh eingestreut, dennoch kamen einige Läufer ins Rutschen. Die Bergwachtleute hatten sich vorsichtshalber schon hier postiert, um gegebenenfalls helfen zu können. Die Siegerehrung zogen die Veranstalter sehr zügig durch und schlossen die Veranstaltung ab, bevor der Regen stärker wurde.

Mit 80 ist Schluss

Seit dem Neubau der Kreuzbergschanzen vor gut 20 Jahren schwang Helmut Simon vom WSV Oberweißenbrunn bei vielen Sprunglaufveranstaltungen die rote Fahne am Schanzentisch, die den Springern signalisiert, wann sie starten dürfen. Kurz vor seinem 80. Geburtstag hat er das Amt nun in jüngere Hände gegeben. Toni Eisenmann (WSV) wird künftig dieses Amtes walten. Während des Springens auf der K 50 fand der Wechsel statt. Nach dem ersten Durchgang übergab Helmut Simon die Fahne an seinen Vereinskollegen Toni Eisenmann, für den die Schanzenanlage nichts Neues ist. „Als ich gerade so stehen konnte, stellte mich mein Vater auf Skier“, berichtete Eisenmann, „und ab da war ich bis zum Alter von 13 Jahren als Skispringer aktiv“. Allerdings stellte er bei Sprüngen im vergangenen Jahr fest, dass sein Körperbau nicht fürs Springen geeignet ist und unterstützt so jetzt gerne seinen Sportverein als Helfer bei Wettkämpfen.

Auch die Jüngsten dürfen ran: Vorspringer Amelie (links) und Louis von Rosen, beide RWV Haselbach. Foto: Lange
Ablaufrichter Helmut Simon (links) übergibt nach 20 Jahren die rote Fahne an Nachfolger Toni Eisenmann. Foto: Barbara Enders