SKIROLLER

Skirollerberglauf verläuft „eigentlich perfekt“

Lokalmatadoren: Marcus Enders (links, SV Frankenheim) und Thomas Schrenk (WSV Oberweißenbrunn) in Aktion. Foto: Siegfried Neumann

„Eigentlich perfekt“, lautete der gewohnt knappe Kommentar des Hauptorganisators Kurt Enders vom RWV Haselbach nach der dritten Auflage des Haselbacher Skirollerberglaufes. „Es hat eigentlich alles gepasst, das Wetter war trocken, die Beteiligung akzeptabel und es ist nichts passiert“, freute er sich.

Die Rennen auf den drei und 6,5 Kilometer langen Strecken wurden zeitgleich gestartet. Während die Sportler am Haselbacher Ortsausgang in der Höhe von Sport Walter in den Nebel Richtung Kreuzberg starteten, konnten die Skirollerfahrer der verkürzten Strecke auf Höhe der Parkplätze Arnsberglifte gleich bei 15 Grad im Sonnenschein loslegen. Wahre Pilgerscharen an Zuschauern, darunter viele Einheimische, säumten die Strecke auf der gesperrten Kreuzbergstraße, alle angrenzenden Feldwege waren mit Autos zugeparkt, das große Zuschauerinteresse war sicherlich auch dem schönen Herbstwetter geschuldet.

Von ursprünglich 66 gemeldeten Läufern traten 59 am Start an, unter ihnen auch ein Neuling in Sachen Skirollerlaufen. Mit der Startnummer 71 trat Esther Dosch (WSV Oberweißenbrunn, der Klub stellte das zweitgrößte Sportlerkontingent) in der Gästeklasse an. Sie hatte erst vor acht Wochen mit dieser Sportart begonnen und sich die kürzere Strecke vorgenommen. Nach der Hälfte der Strecke merkte sie, dass sie es nicht schaffen würde, schnallte kurzerhand die Skiroller ab, nahm sie in die Hand und ging zu Fuß den Rest der steilen Strecke bis ins Ziel. „Skiroller werden überbewertet“, rief sie lachend und mit einem Augenzwinkern. Neben vielen einheimischen Teilnehmern der Vereine aus Gersfeld, Oberweißenbrunn, Frankenheim und Haselbach kamen Sportler aus Oberfranken, Thüringen und Hessen. Einige, um mit diesem Berglauf die Sommersaison abzuschließen.

Als Schnellster lief der Vorjahressieger Alexander Heun von der SKG Gersfeld mit einer Zeit von 25:53 Minuten über die Ziellinie, Zweiter wurde Michael Henning vom SC Lanzenhain vor Martin Gillessen (TuWi Adenau). Bereits im letzten Jahr am Start, nahm auch dieses Jahr Kathrin Weikard (SKG Gersfeld) teil. Im Vorjahr wegen eines Stockbruchs vom Pech verfolgt konnte sie dieses Mal ohne Zwischenfall ins Ziel einlaufen, mehr als drei Minuten schneller als im Vorjahr. Damit wurde sie Zweite ihrer Klasse (Jugend 16/17) vor ihrer Schwester Annika, als Erste ging Sophia Schrenk (ebenfalls SKG Gersfeld) über die Ziellinie.

Die Ziellinie ist nicht nur der magische Punkt für die teilnehmenden Sportler, sondern auch fast eine Verteidigungslinie für die Organisatoren und Helfer. Bereits im Vorjahr hatte es uneinsichtige Passanten gegeben, die trotz vielfacher Hinweise mit dem Satz die Lichtschranke der Zeitmessanlage passierten: „Ich lasse mir nicht sagen, wo ich zu laufen habe.“ Auch in diesem Jahr konnten die Helfer ob der mangelnden Rücksichtnahme der Passanten nur mit dem Kopf schütteln. Einerseits erkundigte man sich interessiert nach Art und Weise der Veranstaltung, um dann andererseits die Bitten, den Zielraum zu meiden, zu ignorieren, stellte der Schriftführer des RWV, Walter Kessler, frustriert fest. Unverständnis seitens der Organisatoren rief ein Radler hervor, der unbeirrbar auf die Lichtschranke zuhielt und erst kurz vor ihr gestoppt werden konnte, woraufhin er die Verantwortlichen beschimpfte.

Der Skirollerberglauf wurde dieses Jahr zum dritten Male durchgeführt. Der Zeitpunkt, sagten die verantwortlichen des RWV Haselbach, werde durch die Betriebsruhe des Klosters vorgegeben. Nur dann sei eine zeitweise Komplettsperrung der Kreuzbergstraße möglich. Trotzdem fehlte vielen Ausflüglern dafür das Verständnis. „Ist es denn zu viel verlangt, für 45 Minuten Rücksicht auf eine Sportveranstaltung zu nehmen?“, wunderten sich die Organisatoren.

3. Haselbacher Skirollerberglauf

3,0 Kilometer

Schülerinnen 10/11: 1. Anouk Noll (TSV Poppenhausen) 22:32,6 Minuten.

Schüler 12/13: 1. Cedric Hahl (Poppenhausen) 16:58,5; 2. Florian Strauch (Wacker Kaltenlengsfeld) 18:13,8; 3. Peter Limpert (SKG Gersfeld) 24:49,5.

Schülerinnen 14/15: 1. Jule Limpert (Gersfeld) 20:53,2. Schüler 14/15: 1. Pablo Noll (Poppenhausen) 17:51,3; 2. Jonas Zitzmann (Gersfeld) 18:21,5; 3. Karl Reinhardt (Rhöner WSV) 21:53,3.

6,5 Kilometer

Jugend 16/17 weiblich: 1. Sophia Schrenk 32:39,7; 2. Kathrin Weikard 35:08,7; 3. Annika Weikard (alle Gersfeld) 37:00,5. Jugend 16/17 männlich: 1. Mika Ulbrich (TGV Schotten) 28:09,4; 2. Makarius Baier (Gersfeld) 30:22,7; 3. Nico Rieckhoff (TSV Grebenhain)33:06,1.

Frauen 21 bis 30: 1. Ricarda Eckert (WSV Oberweißenbrunn) 40:30,0. Männer 21 bis 30: 1. Alexander Heun (Gersfeld) 25:53,5; 2. Michael Henning 26:17,5; 3. Björn Geyer (beide SC Lanzenhain) 30:20,6.

Männer 31 bis 40: 1. Martin Gillessen (TuWi-Adenau) 26:58,2; 2. Marcus Enders (SV Frankenheim) 28:57,9; 3. Andreas Herbst (SC Kelkheim) 30:08,0.

Frauen 41 bis 50: 1. Skadi Michalowski (Motor Zella-Mehlis) 35:09,8; 2. Sylvia Rosenau (TSG/WSC 07 Ruhla) 38:41,2; 3. Muriel Ulbrich (Schotten) 39:27,6. Männer 41 bis 50: 1. Volkmar Weikard (Gersfeld) 30:04,5; 2. Thomas Schrenk (Oberweißenbrunn) 30:33,3; 3. Gunnar Köhler (SV Emsetal) 30:56,6.

Frauen 51 bis 60: 1. Christel Rieckhoff (Grebenhain) 47:02,4. Männer 51 bis 60: 1. Heinrich Hau (Lanzenhain) 27:22,3; 2. Fredy Walch (Rhöner WSV) 28:26,4; 3. Bert Aschenbach (HLV Seligenthal) 28:39,8.

Männer 61 und älter: 1. Rolf Jürgen Heinz (TU Ilmenau) 33:54,4; 2. Bernhard Döring (Kelkheim) 36:00,1; 3. Peter Jung (WSV Trusetal) 37:34,5.

Jetzt geht's los: Die Sportler bereiten sich auf den bevorstehenden Start vor. Foto: Jürgen Simon
Auf ins Ungewisse: Martin Gillessen (Nummer 32) und Michael Henning kämpfen sich einen nebligen Anstieg hinauf. Foto: Siegfried Neumann