HANDBALL

Der Neue bringt das Meister-Gen mit

Neu auf Linksaußen: Harald Feuchtmann Perez wechselt von der HG 85 Köthen zum HSC Bad Neustadt. Foto: Anand Anders

Am Freitag, kurz vor 12 Uhr, sind die Chancen des Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt auf den Titelgewinn in der Dritten Liga Ost erheblich gestiegen. Da gab der Klub bekannt, dass er drei Wochen vor Saisonstart Linksaußen Harald Feuchtmann Perez (26 Jahre/1,78 Meter/85 Kilogramm) vom Ligakonkurrenten HG 85 Köthen verpflichtet hat. Der bringt das Meister-Gen mit an die fränkische Saale. 2012/13 gewann der ehemalige Nationalspieler Chiles mit dem TSV Friedberg den Titel in der Dritten Liga Süd, im vergangenen Spieljahr wurde er mit der HG Köthen Meister der Oberliga Mitteldeutschland.

Der Transfer „war kurzfristig notwendig, da Jamie Wagenbrenner und Felix Wolf nur in eingeschränktem Maße zur Verfügung stehen“, sagte HSC-Boss Dieter Schulz. Trainer Margots Valkovskis freut sich auf den Südamerikaner, „der uns als gelernter Linksaußen weiterbringt. Er ist schnell und hat eine gute Wurftechnik.“ Harald Feuchtmann Perez wird in Bad Neustadt zum ersten Mal außerhalb der Nationalmannschaft mit seinem Bruder Emil (31) zusammenspielen, der beim HSC im Rückraum die Fäden zieht. „Das wird super“, freut sich der Neuzugang. Wegen Unstimmigkeiten mit dem Trainer sind Emil, Harald und auch Erwin, der jüngste Bruder (24/Besiktas Istanbul), im Juli 2013 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Eine Rückkehr ins Auswahlteam unter einem anderen Coach schloss Harald Feuchtmann Perez im Gespräch mit dieser Zeitung nicht aus.

„Ich gebe nie auf und immer Vollgas“, sagt der Rechtshänder über sich selbst. Wegen seiner körperlichen Präsenz sei er auch in der Deckung gut einsetzbar. Bislang hat Harald Feuchtmann Perez in Leipzig Internationales Management studiert. Nach dem geplanten Wechsel an die FH Würzburg-Schweinfurt wird er im Fach Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben sein.

Am Samstag (19 Uhr) beim Testspiel beim Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe wird der Neue – wie der an der Schulter verletzte Gary Hines – fehlen. Er wird vermutlich erst zum 15. August für den HSC spielberechtigt sein und erstmals im Heim-Testspiel am Samstag, 16. August, 17 Uhr, gegen den Bayernligisten DJK Waldbüttelbrunn im rot-weißen Trikot zu sehen sein.