UNSLEBEN

Ein Eckpfeiler des dörflichen Lebens

Zahlreiche Mitglieder konnten die drei Vorsitzenden des TSV Unsleben, Claus Bögelein (von rechts), Sonja Schirber und Patrick Gottwald sowie Bürgermeister Michael Gottwald (Zweiter von links) im Rahmen der Jahreshauptversammlung für langjährige Vereinszugehörigkeit ehren. Foto: Oliver Kuehnast

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem TSV Unsleben, der mit 502 Mitgliedern der mit Abstand größte Verein des Ortes ist. Als Eckpfeiler des dörflichen Lebens bezeichnete Bürgermeister Michael Gottwald im Rahmen der Jahreshauptversammlung den Sportverein und dankte allen, die sich Ehrenamtlich engagieren. Um das Ehrenamt mittels einer Ehrenamtspauschale in Zukunft noch besser würdigen zu können, beschloss die Versammlung zudem eine Satzungsänderung. Im Mittelpunkt standen außerdem Ehrungen für Mitglieder, die zum Teil schon seit 60 Jahren dem Verein die Treue halten.

Jubiläum gefeiert

In seinem Rückblick ging Patrick Gottwald, einer von drei gleichberechtigten Vorsitzenden des TSV, auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Zahlreiche Projekte seien vorangetrieben und abgeschlossen worden. Gut angenommen wurden der Pfingstritt, an dem ca. 30 Reiterinnen und Reiter teilnahmen und das Sportwochenende mit italienischer Nacht im Juli, wobei auch das 110-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde. Aufgrund des schlechten Wetters konnte der Leichtathletik-Dreikampf nicht stattfinden, dieser wurde jedoch im September nachgeholt. Erfreut zeigte sich Gottwald, dass seit Mai 2018 unter der Leitung von Ellen Enders und Heike Kergaßner neuerdings ein Mutter-Kind-Turnen angeboten wird. In den nächsten Wochen soll zudem der neue Trainingsplatz fertiggestellt und für den Betrieb freigegeben werden. Auch die Umzäunung des kompletten Sportgeländes steht für das aktuelle Jahr auf dem Plan. Eine größere Investition wird die Anschaffung eines neuen Rasenmäherbulldogs sein, wofür ca. 25.000 Euro fällig werden. Die Versammlung erteilte hierfür ihre Zustimmung.

Harmonische Spielgemeinschaft

Die breite Palette der sportlichen Aktivitäten wurde bei den Rückblicken der einzelnen Sparten deutlich. Die Fußballer der ersten und zweiten Mannschaft spielen in einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem RSV Wollbach. Benjamin Schirber sprach von einer harmonischen Zusammenarbeit, mit dem sportlichen Abschneiden in der vergangenen Saison sei man allerdings nicht ganz zufrieden gewesen. In der aktuellen Saison zeigt sich das Team formverbessert und hat ebenso wie die zweite Mannschaften noch Chancen auf den Aufstieg. Oliver Kuehnast berichtete, dass mittlerweile alle Jugendmannschaften zusammen mit dem TSV Heustreu, dem TSV Hollstadt und dem RSV Wollbach eine Spielgemeinschaft bilden.

Gut angenommen wird die Rückenschule, an der unter der Leitung von Karin Gmeiner in zwei Gruppen jeweils zehn bis 15 Frauen und acht bis zehn Männer teilnehmen. Während die Frauengymnastikgruppe sich weiter regelmäßig am Montag trifft, kann die Seniorengymnastik momentan nicht angeboten werden. Hierfür ist der Verein noch auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter. Sportlich aktiv ist auch der Nachwuchs. In drei Gruppen ist das Kinderturnen aufgeteilt, geleitet werden diese von Sabine Bührig und Jenny Gottwald. Bührig zeigte sich zudem erfreut, dass insgesamt 32 Kinder und Erwachsene das deutsche Sportabzeichen erringen konnten.

Nachwuchs für Volleyballerinnen

Eine durchwachsene Saison liegt hinter den Volleyballfrauen, die den erhofften Aufstieg nicht realisieren konnten. Da viele Spielerinnen unter der Woche beruflich oder studienbedingt nicht da sind, sei der Trainingsbetrieb sehr schwierig, bedauerte Trainer Thomas Amthor. Hoffnung macht die neu gegründete Jugend-Trainingsgruppe. Nadine Karlein und Franziska Zwierlein trainieren hier 19 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Ziel sei es, den Nachwuchs zukünftig an die Frauenmannschaft heranzuführen, sagt Zwierlein. Außerdem gibt es im Verein noch zwei Freizeitvolleyballgruppen. Dies wurde zum Anlass genommen, im Oktober ein gemischtes Freizeit-Volleyball-Turnier zu veranstalten, an dem insgesamt 24 Spielerinnen und Spieler teilnahmen. Angewachsen ist auch die Tischtennisabteilung, über die Spartenleiter Claus Bögelein berichtete. Insgesamt nehmen drei Mannschaften am Rundenspielbetrieb teil. Die erste Männermannschaft belegt nach der Neustrukturierung der Tischtennis-Ligen in der Bezirksklasse A Gruppe 1 Nordost momentan den letzten Platz. Besser sieht es bei der zweiten Mannschaft aus, die sich ebenso wie die Jugendmannschaft im Mittelfeld der Tabelle befindet. Ein voller Erfolg sei wieder das Tischtennis-Nachtturnier kurz vor dem Jahreswechsel gewesen.

Seit 60 Jahren die Treue gehalten

Groß war die Freude bei den drei Vorsitzenden Claus Bögelein, Patrick Gottwald und Sonja Schirber, insgesamt 30 Mitglieder für ihre Vereinszugehörigkeit ehren zu können. Richard Gensler, Albert Guck und Theo Seufert halten dem Verein schon 60 Jahre die Treue. Bereits ein halbes Jahrhundert dabei sind Wolfgang Hahn und Peter Kraus. Auf 40-jährige Mitgliedschaft blicken zurück: Elke Böhm, Lars Bredow, Waltraud Bredow, Andreas Hesselbach, Bernd Hesselbach, Jürgen Hesselbach, Maria Will, Doris Ziegler, Agnes Geisler und Gabriele Müller. 30 Jahre dabei sind: Andreas Weber, Edgar Weber, Heidi Weber, Claus Schmitt, Christa Hüllmandel und Rudolf Hüllmandel. Seite 25 Jahren gehören zum TSV: Helmut Beyfuss, Silvia Kraus, Heike Mölter, Florian Karlein, Isabelle Beyer, Manfred Gmeiner, Magdalena Müller, Niklas Müller und Robin Müller.