Hausen

Schullandheim-Schließung beschäftigt auch Hausens Gemeinderäte

Roth im Schnee. Der Ortsteil von Hausen liegt momentan märchenhaft verschneit am Fuße der Hochrhön. Foto: Marion Eckert

Der Haushalt für die Gemeinde Hausen könne erst im April aufgestellt werden, informierte Bürgermeister Fridolin Link das Ratsgremium. Als Grund nannte er: "Die Haushalte der Stadt Fladungen und Gemeinde Nordheim müssen aufgrund von Stabilisierungshilfe in der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen vorgezogen werden." Dennoch haben sich die Hausener Gemeinderäte mit den Investitionen für 2021 befasst und die wichtigsten Eckpunkte beschlossen, die nun bei der Kämmerei eingereicht werden.

Die Gemeinde Hausen hat die wichtigsten Investitionen für 2021 beschlossen. Die Außensanierung der Kirche ist nicht dabei. Foto: Marion Eckert

Mit 70 000 Euro sollen Straßenunterhaltungsmaßnahmen für den Bereich Roth-Hillenberg in den Haushalt aufgenommen werden.  Für das Feuerwehrgerätehaus in Hausen steht eine Erweiterung an. 33 000 Euro sollen an Planungskosten in diesem Jahr in den Haushalt. 900 000 Euro an Baukosten und 120 000 Euro an Baunebenkosten sind für 2022 vorgemerkt.

Heizung im Rathaus soll moderner werden

Die Rekultivierung der Deponie wird schon seit vier Jahren geschoben, sie soll dieses Jahr angepackt werden. Die Kosten liegen bei 50 000 Euro. Die Heizung im Rathaus soll modernisiert werden, 40 000 Euro werden  hierfür vorgesehen.

Ein Aufsitzrasenmäher soll für 25 000 Euro gekauft werden. Für die weitere Bereitbanderschließung stellt Hausen insgesamt 215 000 Euro bereit. Für das Kommunale Förderprogramm zur Innenentwicklung werden 40 000 Euro bereit gestellt. Für die Neugestaltung der St. Georgstraße mit Wegebau und Grünanlage sollen 46 000 Euro im Haushalt vorgesehen werden. 20 000 Euro sollen für die Abgrenzungsmauer am Friedhof in Roth bereit gestellt werden. 8000 Euro für die Reparatur des Leichenhauses in Hausen, 35 000 Euro für die Kanalerneuerung in der Fladunger Straße, 30 000 Euro für die Brückenerneuerung am Eisgraben und 2500 Euro für die Digitalisierung des Bürgermeisters.

Lager- und Gerätehalle darf gebaut werden

Aus dem Regionalbudget der Streutalallianz und des Amtes für ländliche Entwicklung beantragt die Gemeinde Hausen einen Zuschuss für die Sanierung des Grillplatzes in Roth. Sollte die Streutalallianz das Projekt auswählen, soll es mit 15 000 Euro in den Haushalt aufgenommen werden. Einstimmig verabschiedeten die Gemeinderäte diese vom Bürgermeister ausgewählten Vorhaben. Zurück gestellt wurde die Außensanierung der Kirche in Hausen.

Zugestimmt wurde dem Bauantrag zum Neubau einer Lager- und Gerätehalle in der Gemarkung Roth. Um auf einem Grundstück in der Flurstraße ein Wohnhaus errichten zu können, musste eine Einbeziehungssatzung erstellt werden. Dieses Verfahren erforderte einen hohen bürokratischen Aufwand, der nun aber zum Abschluss gebracht werden konnte.  Die Gemeinderäte hatten nun Hinweise, Anregungen und Bedenken von Trägern öffentlicher Belange abzuarbeiten und notwendige Beschlüsse zu fassen.

SchullandheimThüringer Hütte soll erhalten werden

Vor allem das Thema Hochwasserschutz wurde noch einmal aufgerollt. Doch die in den 80er- und 90er-Jahren vorgenommenen Schutzmaßnahmen in Kombination mit weiteren Maßnahmen seitens des Bauherrn seien ausreichend, versicherte der Bürgermeister. Seit 30 Jahren sei es zu keiner Überflutung mehr gekommen. Auch ein weiteres hydrogeologisches Gutachten würde zu keiner anderen Erkenntnis kommen.

Die drohende Schließung des Schullandheims Thüringer Hütte, das im Gemeindegebiet von Hausen liegt, beschäftigt den Bürgermeister und die Gemeinderäte. Link berichtete von Gesprächen mit Landrat Thomas Habermann und Beteiligten des Rhöniversums, zu dem das Schullandheim gehört, um eine Lösung für die Zukunft zu finden. "Wir wollen auf jeden Fall versuchen, die Einrichtung zu erhalten." Wenig Verständnis zeigte Link für die Entscheidung der Diözese, das Schullandheim abzustoßen. "Gründe sind uns nicht bekannt."

Für ihn sei es nicht nachvollziehbar, da es eine moderne Einrichtung mit wichtigen Themenschwerpunkten sei, die in dieser Form einmalig und für die Region von großer Bedeutung sei, und in die zudem sehr viel investiert wurde. "Die Diözese stellt sich stur. Schreiben wurden nicht beantwortet. Sie nimmt sogar in Kauf, dass Fördermittel zurück gezahlt werden müssen." Den Gemeinderäten sichert er zu, dass er am Thema dran bleibe und sie auf dem Laufenden halten werde.