Bastheim

Den Bastheimer Rathaussturm gab es heuer nur als Video-Gruß

Leider nicht aktuell: So bunt, fröhlich und ausgelassen geht es alljährlich in Bastheim zu, wenn Kindergarten- und Schulkinder traditionell zum Faschingsendspurt das Rathaus stürmen. Allerdings: Heuer ergab sich dieses Motiv nicht, der Rathaussturm war wegen Corona abgesagt. Zu s... Foto: Klaus-Dieter Hahn

„Bastheim-Helau ! Besengau-Helau ! Rathaus-Helau !“ – Der Einstieg in den Faschings-Endspurt sah heuer auch in der närrischen Hochburg Bastheim ganz anders als gewohnt aus. Wegen der Corona-Pandemie musste der traditionelle Ratshaussturm heuer erstmals ausfallen. Doch so ganz sollte nach Ansicht von Bürgermeister Tobias Seufert dem Narrennachwuchs im Besengau der Spaß an diesem so beliebten Ereignis nicht genommen werden.

Kurzerhand  improvisierte das Ortsoberhaupt mit seinem Rathausteam einen lustigen Videogruß und schickte ihn an den örtlichen Kindergarten und die Besengau-Grundschule als kleinen Ersatz für den ins Wasser gefallenen Rathausssturm. Zumindest per Videogruß präsentierte das Rathausteam, wie es auch in diesem Jahr wieder hätte ablaufen können. Im Sitzungssaal hatte sich die tapfere Crew der Rathausverteidiger verschanzt, hatte, Lutscher, Bonbons, Luftballons und Gummibärchen bereit gelegt, um den „Angreifern“ genügend „süße Munition“ entgegenwerfen zu können.

Mit dem per Metermaß exakt fixierten Corona-Abstand marschierten Bürgermeister und Rathäusler zum Narrhalla-Marsch in einer Polonaise um den großen Sitzungstisch, grüßten mit lauten Helau-Rufen die nicht vorhandene Narrenschar auf dem Rathausplatz und warfen dann die Süßigkeiten zumindest symbolisch durch die Handykamera den Kindern entgegen.

Auch wenn sie heuer auf dieses Faschingsvergnügen verzichten müssen, die Süßigkeiten bekommen die Mädchen und Jungen auf jeden Fall. Bürgermeister Tobias Seufert versprach, die Sachen an Kindergarten und Schule zu übergeben, wo sie dann an den Nachwuchs weiterverteilt werden.