Mühlfeld

Wie geht es weiter mit den Wasserfreunden?

Wenn das Trinkwasser als Betätigungsfeld wegfällt, könnte vielleicht die Entwicklung der Gewässer wie etwa des Mahlbachs als neue Aufgabe dienen, überlegten die Mitglieder des "Wemros" bei ihrer Jahreshauptversammlung. Foto: Eckhard Heise

Um nichts weiteres als die eigene Existenzberechtigung drehte sich die Jahreshauptversammlung der Wasserfreunde Eußenhausen, Mühlfeld, Roßrieth und Sondheim (Wemros). Nach dem Anschluss Mühlfelds an das Ortsnetz von Mellrichstadt ist im Grunde die Aufgabe des Vereins erfüllt, auf der anderen Seite gebe es noch andere Betätigungsfelder, in denen der Verein aktiv werden könnte, war zumindest die Ansicht von Vorsitzendem Horst Sternheimer.

Der Vorsitzende berichtete aber zunächst noch über die Ereignisse des Vorjahres, bei denen die Herstellung der Anschlussleitung im Mittelpunkt stand. Dabei erwähnte er unter anderem die Änderung der Trassenführung mit einer Einsparung von 150 000 Euro.

Umlagen für die Bürger sind geringer als erwartet

Sternheimer hob dabei ganz besonders den intensiven Austausch zwischen den Wasserfreunden, der Baufirma und der Stadt hervor. Der Verein habe sich stets einbringen können und sei bei den einzelnen Arbeitsschritten gehört worden.

Im August habe die Verlegung der Leitung begonnen. Die Baukostenschätzung habe ursprünglich bei 680 000 Euro gelegen. Von den dann tatsächlichen anfallenden 530 000 Euro werde die Hälfte gefördert, sodass auch geringere Umlagen als erwartet für die Bürger anfielen.

Wie soll sich der Verein künftig ausrichten?

Der Verein hat nach wie vor 138 Mitglieder, fuhr Sternheimer fort. Nachdem die ursprüngliche Aufgabe erfüllt ist, stelle sich nun die Frage nach einer künftigen Ausrichtung des Vereins. Laut Satzung zähle auch die allgemeine Dorfentwicklung der angeschlossenen Ortschaften zum Betätigungsfeld. Dabei gebe es durchaus verschiedene Ansätze, etwa die Gewässer, Entwicklung von Baugebieten und öffentlicher Nahverkehr.

Schriftführer Udo Bach sah dagegen die Aufgabe des Vereins als erfüllt an, zumal auch aus der Bevölkerung kein Interesse erkennbar sei, sich weiter in dem Verein einzubringen. Er plädierte daher für eine Auflösung.

Auflösung nicht übers Knie brechen

Helmut Dietz und Jörg Rothhaar warnten jedoch davor, eine Auflösung übers Knie zu brechen, da der gewählte Vorstand noch drei Jahre im Amt sei. Die beiden Stadträte und Mitglieder des Vereins empfahlen vielmehr, abzuwarten, wie sich die neue Situation entwickelt und ob sich im Laufe der Zeit nicht doch neue Bereiche ergeben, die der Verein bearbeiten könnte.

Außerdem sei die Wasserthematik noch nicht vom Tisch, wie aus der Runde bemerkt wurde, vielmehr könne der Verein eine Art Kontrollinstanz für die Anlage und die Wasserqualität darstellen. Schließlich einigten sich die Mitglieder darauf, demnächst eine Wanderung entlang der neuen Leitung zu organisieren.