Bastheim

Bastheim: Schullandheim-Aufenthalte als Highlights im Schulalltag

Große Freude herrschte über das Sammlungsergebnis für das Schullandheimwerk Unterfranken. Hinten von links: Bastheims Bürgermeisterin Anja Seufert, Schulamtsdirektor Klaus Jörg, Hermann Leicht, Rektorin Ingeborg Reiplinger, Rektorin Regina Ullmann, Irene Pfaff, Heike Fleischmann,... Foto: Klaus-Dieter Hahn

"Schullandheim-Aufenthalte sind Highlights im Schulalltag", stellte die Rektorin der Grundschule (GS) Bastheim, Ingeborg Reiplinger, zu Beginn der Ehrungen der Schulen mit dem besten Sammlungsergebnis im letzten Jahr fest. Sie erinnerte sich an gemeinsame Erlebnisse, die Spiele, den Spaß, aber auch an das Verfestigen der Klassengemeinschaft in jenen Tagen, als sie in ihrer Schulzeit selbst noch eine gemeinsame Woche im Schullandheim verbrachte. Wie wichtig diese Aktivitäten außerhalb der Schulhausmauern sind und wie wichtig auch die Finanzierung der Schullandheime ist, unterstrichen alle Redner an diesem Tag. Auch in diesem Jahr wird noch für das Schullandheimwerk gesammelt. Noch bis Sonntag, 17. November, kann gespendet werden.

Die drei Schulen im Schulamtsbezirk Rhön-Grabfeld mit den besten Ergebnissen bei der Sammlung hatte Irene Pfaff, die Ansprechpartnerin für Schullandheimfragen im hiesigen Schulamt und Mitglied im Schullandheimwerk Unterfranken sowie selbst Lehrerin an der GS Herschfeld, nach Bastheim eingeladen. Wo sie auch Bürgermeisterin Anja Seufert, Schulamtsdirektor Klaus Jörg, Elternbeiratsvorsitzende Rita Reichert (Frickenhausen) und den ehemaligen Schulleiter Hermann Leicht begrüßen konnte. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte Lehrerin Ines Senf mit ihren Drittklässlern. Sie setzten mit einem "Willkommens-Rap", mit Liedern und Spielszenen sowie einer abschließenden Polka viele bunte Akzente und trugen zur entspannten, lockeren Atmosphäre wesentlich bei.

Mit Liedern, Spielszenen und Tänzen umrahmten die Drittklässler der Bastheimer Grundschule die Feierstunde. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Unbezahlbare Gemeinschaftserlebnisse beim Essen, Spielen oder Wandern

Pfaff wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass sich 2018 mehr als die Hälfte der Volksschulen im Landkreis an der Sammlung beteiligt hätten. Dabei waren 4009 Euro von den Schülern gesammelt worden. Mit diesem Geld werden die Schullandheime in Unterfranken finanziell unterstützt. Im Landkreis gibt es in Rappershausen, am Bauersberg und an der Thüringer Hütte Schullandheime. Dort kann auf ganz andere Art und Weise Unterricht erlebt werden. Eine ganzheitliche Förderung und Freiarbeit sind möglich. Dank des unmittelbaren Naturbezugs lernen die Schüler die Natur kennen und schätzen.

Unbezahlbar sind die Gemeinschaftserlebnisse beim Essen, Spielen oder Wandern. Die Kinder werden zur Selbstständigkeit angehalten, übernehmen selbst Verantwortung, wählen eigenständig die passende Kleidung aus, lernen Körperpflege, Bettenmachen oder auch Kofferpacken. "75 000 bayerische Schüler kommen jährlich in den Genuss eines Schullandheimaufenthaltes", betonte Pfaff. Durch die Schulsammlungen bleiben die Aufenthaltskosten erschwinglich. 36 Schullandheime gibt es in Bayern, acht davon in Unterfranken.

Die drei Schullandheime im Landkreis haben unterschiedliche Schwerpunkte

Mit dem gespendeten Geld wird auch der Bauunterhalt und die Ausstattung der Häuser mitfinanziert. Im Schullandheim Thüringer Hütte liegt der Schwerpunkt auf alternativen Energien, dem Sinnespark und dem Franziskusweg. Gesundheit, Sport und Bewegung sind die Schwerpunkte in Rappershausen. Geografie, Geologie, Sternenkunde und Wasser die im Schullandheim Bauersberg. Ausdrücklich dankte sie wie auch der Schulamtsdirektor allen Sammlern und Spendern.

Besonders lobend erwähnte er die drei erstplatzierten Schulen, die im Landkreis ganz oben stehen, was das Sammelergebnis je Schüler anbelangt. Mit 7,26 Euro je Schüler belegte dabei die GS Saaletal den ersten Platz. Pfaff gratulierte mit einer Urkunde und einem Gutschein , die sie an Rektorin Regina Ullmann überreichte. Reiplinger von der GS Bastheim freute sich mit ihren Schülern über das zweitbeste Ergebnis (4,94 Euro), während Heike Fleischmann von der GS Sulzfeld stellvertretend für Rektorin Gabriele Lurz die Urkunde für die drittplatzierte Schule entgegennahm (4,14 Euro).