Hausen

Was kostet künftig die Kinderbetreuung in Hausen?

Im Rahmen der Ausweitung des staatlichen Zuschusses für Eltern von Kindergartenkindern wird derzeit auch die Gebührensatzung für die Hausener Kindertagesstätte überarbeitet. Foto: Eva Wienröder

Derzeit wird die Gebührensatzung für die Hausener Kindertagesstätte überarbeitet. Darüber informierte Bürgermeister Fridolin Link in der Gemeinderatssitzung.

Der Freistaat Bayern beabsichtigt, zur Entlastung der Familien den bisherigen Beitragszuschuss in Höhe von 100 Euro pro Monat für Vorschulkinder nun auf alle Kinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, auszuweiten. Der Kämmerer der VG Fladungen, Ludwig Backhaus, stellte ausführlich die Grundlagen der Kindergartenfinanzierung und die gesetzlichen Anforderungen vor, die eine Staffelung der Elternbeiträge entsprechend der Buchungszeiten verlangt.

Luftbuchungen sollen verhindert werden

Wie Backhaus ausführte, bezweckt der Gesetzgeber mit einer Staffelung, dass Eltern nur die Betreuungszeiten für ihre Kinder buchen, die auch tatsächlich in Anspruch genommen werden. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, dass der Träger über diese Buchungszeitfaktoren mehr staatliche Fördermittel erhält, die Gemeinde aber auch einen höheren Pflichtanteil leisten muss.

Die Kommunen sind nach den Worten von Backhaus angehalten, bei den Betreuungszeiten sogenannte Luftbuchungen zu verhindern, und dies wird bei den staatlichen Prüfungen auch streng kontrolliert. Unter „Luftbuchungen“ sind Zeiten zu verstehen, die von den Eltern für ihre Kinder zwar gebucht sind, aber nicht in Anspruch genommen werden.

Nach den Ausführungen des Kämmerers sind zur Sicherung der grundsätzlichen Förderfähigkeit der Kindertagesstätte Hausen Anpassungen der Gebührensatzungen nötig. „Wir dürfen nicht Gefahr laufen, dass die Gemeinde womöglich Förderungen zurückzahlen muss“, bekräftigte auch Bürgermeister Fridolin Link. In diesem Zuge muss über eine Gebührenanpassung für die Krippe, den Regelkindergarten und den Hort beraten werden.

Backhaus stellte dazu verschiedene Berechnungsmodelle der Verwaltung vor. Eine Anpassung der Kita-Gebühren sollte erst zum 1. Januar 2020 und nicht schon zum 1. September 2019 erfolgen, da dies zu kurzfristig wäre, so der Tenor im Gemeinderat, der über das Thema noch beraten wird. Zwischenzeitlich sollen die Kita-Leitung und die Elternvertreter mit eingebunden werden. Bürgermeister Link möchte diesbezüglich Gespräche führen.