Bastheim

Eine Brücke wird zum Hindernis

Die alte Bogenbrücke bei Wechterswinkel wird zum Hindernis, weil sie vor einer Nutzung durch einen Radweg saniert werden müsste. Foto: Eckhard Heise

Die Initiative zum Ausbau eines Abschnitts des Radwegs ab Wechterswinkel durch das Elstal bis zur Mündung kam eigentlich aus dem Nachbardorf Unsleben. Das Staatliche Bauamt will auch den Großteil der Finanzierung übernehmen, nur bei der alten Brücke vor Wechterswinkel spielt die staatliche Einrichtung nicht mit. Um sie zu nutzen, muss sie erst saniert werden und dafür wäre Bastheim zuständig.

Der Bauausschuss hatte sich vor wenigen Tagen selbst ein Bild von dem Bauwerk gemacht und die Schäden in Augenschein genommen. Das Ingenieurbüro Federlein hatte auch schon ein Gutachten ausgearbeitet, das Arbeiten von über 40 000 Euro ankündigte. Das Gremium ist jedoch der Ansicht, dass das Staatliche Bauamt in erster Linie für die Kosten aufkommen muss. Bevor die Gemeinde die Brücke übernahm, war früher die Staatsstraße darüber verlaufen, argumentierten die Mandatsträger bei der Gemeinderatssitzung.

Vorschlag: Landtagsabgeordnete einschalten

Das Problem könnte aber auch dadurch umgangen werden, dass der offizielle Radweg vor der Brücke endet. Nichts desto trotz werde aber doch irgendwann die Sanierung fällig, machte stellvertretender Bürgermeister Werner Fuchs aufmerksam. Die Brücke war auch erst vor Kurzem unter Denkmalschutz gestellt worden. Der Sitzungsleiter schlug vor, die Landtagsabgeordneten bei den Verhandlungen einzuschalten, um weitere Fördertöpfe aufzumachen, bevor das Problem weiter angegangen wird.

Der Bauausschuss hatte sich außerdem ein Bild von einem landwirtschaftlichen Weg in Unterwaldbehrungen gemacht. Die Asphaltdecke droht auf einer Länge von 50 Metern ins Rutschen zu geraten. Daher beschloss das Gremium, Angebote für eine Sanierung einzuholen. Am Kinderhaus in Braidbach sind einige Schäden vor allem an der Fassade aufgetreten. Die Beseitigung wird rund 20 000 Euro kosten. Auch hier sollen die erforderlichen Arbeiten ausgeschrieben werden.

Neue Geräte für die Feuerwehr

Geteilter Meinung waren die Gemeinderäte über eine Anregung des Feuerwehrverbandes, der die Anschaffung von Rückstauventilen für Feuerwehrschläuche empfiehlt. Mit den Vorrichtungen soll der Rückfluss von Wasser ins öffentliche Netz verhindert werden, weil ansonsten Verunreinigungen ins Netz gelangen könnten. Mit fünf gegen vier Stimmen beschloss die Mehrheit die Anschaffung von sieben Geräten für knapp 7000 Euro.

Deutliche höhere Kosten sind bei einer Sanierung im Kindergarten von Reyersbach zu erwarten. Vor einem Jahr hat der Bauausschuss die Schäden schon einmal aufgenommen, allerdings kamen noch neue Mängel hinzu. Sollte ein Betrag von 100 000 Euro überschritten werden, könnte auch mit einer 50-prozentigen Förderung gerechnet werden. Somit soll erst einmal vor weiteren Schritten das Gesamtvolumen genauer beschrieben werden.

Bei der Bürgerversammlung war bereits der Zustand des Sebastiansbrunnen bemängelt worden. Allerdings hatte die Gemeinde schon Überlegungen zur Wiederherstellung vorgenommen und dabei auch den Dorfplatz einbezogen. Unter Umständen könnte eine punktuelle Dorferneuerung vorgenommen werden, was die Verwaltung herausfinden soll.

Mehrere Rohrbrüche

Ein heikles Thema ist die Wasserversorgung von Reyersbach, da im Vorjahr an den zwei Kilometer langen Leitungen wieder mehrere Rohrbrüche aufgetreten sind. Das Verlegen einer neuen Leitung würde etwa 640 000 Euro kosten. Angesichts dieser Kosten einigte sich das Gremium darauf, die Situation erst noch weiter zu beobachten, allerdings "liegen die Pläne für eine neue Leitung schon in der Schublade", bemerkte Fuchs, "nur ich weiß nicht, wo das Geld herkommen soll".

In der Obergasse erließ das Gremium auf Anregung der Feuerwehr ein einseitiges Parkverbot. Ferner behandelte das Gremium den Bauantrag zur Errichtung eines Wohnhauses in Wechterswinkel sowie den Bau einer landwirtschaftlichen Halle ebenfalls in dem Ortsteil, die beide grünes Licht erhielten.