Bad Neustadt

Sternenhimmel: Mond geht mit Planeten auf Tuchfühlung

Im August gibt es am Sternenhimmel einiges zu sehen. Foto: Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön

Der diesjährige August beginnt mit der Begegnung von Vollmond und Jupiter in der Nacht zum 3. August – unweit von Saturn, der den beiden von Osten her folgt. Am 9. August sehen wir den abnehmenden Mond kurz vor Sonnenaufgang in der Nähe des rot leuchtenden Mars. Kurz vor Neumond am 19. August erscheint unser gesellige Erdtrabant als schmale Sichel oberhalb von Venus am frühen Morgen. Ein wunderschöner Anblick.

Mit dem jährlichen Sommerfeuerwerk der Perseiden, dem Sternschnuppenflug aus dem Sternbild Perseus im Nordosten, ist vor allem in der Nacht von 12. auf 13. August zwischen 22 und 4 Uhr zu rechnen. Aber auch davor und danach kann es hie und da aufglühen. Den ganzen Monat hindurch ist himmlischer Funkenflug möglich, denn die Erde trifft auf ihrem Weg um die Sonne im August auf ganz vielerlei staubkorn- bis murmelgroße Überreste vom Kometen Swift-Tuttle.    

Prunkstück Sommerdreieck

Dies alles wird sich vor einem Fixsternhimmel abspielen, der sein Prunkstück, das so genannte Sommerdreieck, aus der Mitte der Milchstraße hoch oben im Zenit strahlen lässt. Erst Galileo Galilei gelang vor etwa 400 Jahren mit dem Fernrohr der Beweis, dass die unzähligen Schaumkrönchen des milchig weiß schimmernden Himmelstroms lauter einzelne Sterne sind.

Von Nordosten kommend, erreicht dieser "Fluss" im Süden die Sternbilder Schütze und Skorpion. Könnten wir dort hinter den Horizont blicken, würden wir über dem südlichen Afrika das Kreuz des Südens und das Sternbild Zentaur mit dem uns nächsten Fixstern Alpha Centauri mit einer Distanz von nur 4 Lichtjahren sehen. Die Milchstraße ist ja "nur" einer der Spiralarme einer Galaxie aus rund 300 Milliarden Sternen, die unsere Wohninsel im Weltall ist – eine von mindestens 2 Billionen Galaxien insgesamt!            

Alle Sterne, die wir im Nachthimmel sehen, gehören zur "heimischen" Milchstraße. Nahe beim Polarstern formen sie die Sternbilder Große und Kleine Bärin sowie den Drachen. Östlich erkennen wir Bootes, Nördliche Krone und Herkules mit dem wunderschönen Glitzersternhaufen M13. Im Westen zeigt sich Pegasus und im Süden funkelt der rote Skorpion-Riesenstern Antares. Er ist fast 1000-mal größer als die Sonne.

Die Nächte werden wieder länger und damit auch die Zeit, immer mehr Wunder des Universums zu bestaunen. Viel Freude dazu wünscht das Team des Sternenparks im Biosphärenreservat Rhön!

Infos zum Sternenpark Rhön: https://biosphaerenreservat-rhoen.de/sternenpark