Bad Neustadt

Bad Neustadt: Mehrfamilienwohnhaus an Stelle der Villa Dill

Prekäre Zufahrtssituation. Auf dem hinter den Bäumen gelegenen Grundstück in der Goethestraße, Ecke Hedwig-Fichtel-Straße sollen eine Neubau mit 18 Wohnungen entstehen. Die Zufahrt erfolgt über das bestehende Grundstück (rechts). Foto: Stefan Kritzer

An der Kreuzung Hedwig-Fichtel-Straße/Goethestraße soll eine weitere Wohnanlage entstehen. Der Stadtrat gab sein Einverständnis für den geplanten Neubau mit 18 Wohnungen, von denen fünf barrierefrei ausfallen sollen. Das neue Haus entsteht an Stelle der ehemaligen Villa der Bayern Bräu, bzw der Villa Dill. Die Zufahrt wird über die bereits bestehende Einfahrt auf dem Nachbargrundstück erfolgen. Das jedoch sehen einige Stadträte kritisch.

Die ehemalige Villa Dill soll verschwinden

Das neue Mehrfamilienwohnhaus mit vier Geschossen soll 33 Meter lang, 14,5 Meter breit und 12 Meter hoch werden. Die Wogebau Objektbau GmbH aus Bad Kissingen hatte als Investor die Planunterlagen bei der Stadt vorgelegt. Entgegen des bestehenden Bebauungsplanes darf auf der Wohnanlage ein begrüntes Flachdach errichtet werden, aus ökologischen Gesichtspunkten.

Die Wohnanlage erhält eine Tiefgarage mit 17 Stellplätzen, zehn weitere Parkplätze werden oberirdisch realisiert. Von der einstigen Villa der Familie Dill bleibt nur das vorhandene Baumtor als Einfahrt zum Grundstück stehen. Der Investor hat sich bereits mit der Stadt geeignet, einen Teil des Grundstücks abzutreten, damit der Gehweg an dieser Stelle verbreitert werden kann.

Bedenken wegen des Verkehrs

Das Baugesuch stieß auf Wohlwollen im Stadtrat. Einige Stadträte wie Marion Kaminski merkten aber den starken Verkehr an dieser Kreuzung und die teilweise schwierige Ein- und Ausfahrt auf und von der bereits bestehenden Parkfläche an: "An dieser Stelle herrscht bisweilen absolutes Verkehrschaos", sagte Kaminski. "Durch die Zunahme an Wohnraum wird das noch verschärft." Die Stadträtin mahnte eine Überprüfung der Verkehrssituation an dieser Kreuzung an. Gerald Pittner bemerkte allerdings, dass es sich hier nicht um einen Unfallschwerpunkt im innerstädtischen Bereich handelt.

Die Träger öffentlicher Belange wurden bezüglich der Bebauungsplanänderung "Westliche Außenstadt" gehört und deren Stellungnahmen im Stadtrat diskutiert. Die Untere Abfallrechts- und Bodenschutzbehörde im Landratsamt hat angemerkt, dass auf dem Gelände des BRK Alten- und Pflegeheims in der Hedwig-Fichtel-Straße ein großer Heizöltank verbaut war und der Boden deshalb besonders auf Altlasten untersucht werden muss. Eine private Stellungnahme wurde von einem Nachbarn des Alten- und Pflegeheims ebenfalls im Stadtrat diskutiert. Eine Verschlechterung zu Lasten der Nachbargrundstücke bezüglich des geplanten Neubaus des Seniorenheims stellte der Stadtrat aber nicht fest.

Höherer Zuschuss für das Triamare

Im vergangenen Jahr hat das Freizeitbad Triamare einen Verlust von knapp 1,3 Millionen Euro verbucht. Der tatsächliche Liquiditätsabfluss für die betreibenden Stadtwerke beläuft sich auf 494 264 Euro. Die Stadt hat bereits eine Finanzspritze von 480 000 Euro für das Triamare locker gemacht, jetzt sind noch einmal 14 264 Euro Zuschuss notwendig.

Drei Stromladesäulen auf dem Parkplatz "Am Zehnt" und auf dem Rathausvorplatz gehörten bislang nicht den Stadtwerken, sondern der Stadt Bad Neustadt. Jetzt wurde die Übertragung in das Portfolio der Stadtwerke beschlossen. Da die Ladesäulen nicht kostendeckend betrieben werden können, bekommen die Stadtwerke einen Liquiditätsausgleich.

Zum Ende des Jahres werden von der Stadtkämmerei die Beteiligungen der Stadt an Unternehmen in privater Rechtsform bekannt gegeben. Geändert hat sich zum Vorjahr recht wenig. Lediglich bei der Parkgarage Altstadt GmbH & Co. KG ist der Anteil der Stadt durch eine Kapitaleinlage von 57,38 auf 78,69 Prozent (insgesamt 57.600 Euro) angestiegen. Durch Beitritt eines neuen Gesellschafters bei der City-Use GmbH & Co. KG hat sich der Anteil der Stadt am Stammkapital geringfügig auf 8,57 Prozent verringert. Der gesamte Beteiligungsbericht kann bei der Stadtverwaltung eingesehen werden.

Grünflächen für die Hohnstraße?

Stadträtin Marion Kaminski fragte nach, ob in der Hohnstraße Grünflächen eingerichtet werden könnten. Zu finden ist nämlich bislang in dieser Straße keine einzige.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 6. November gab Bürgermeister Bruno Altrichter einen Beschluss zur Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges für die Feuerwehr Dürrnhof bekannt. Die Aufträge gingen an die Firma MAN Truck & Bus GmbH für 28 972 Euro, an die Firma Adik Fahrzeugbau für 24 205 Euro sowie an die Firma Mahr Feuerwehrbedarf für 6790 Euro.