Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: Bio-Milch statt Leasing-Kuh

Mit der von Fritz Schroth vor einer Weile ins Gespräch gebrachten Leasing-Kuh wurde es zwar nichts (Symbolbild). Dafür wird in den Kreistags-Sitzungen nun regionale Bio-Milch ausgeschenkt. Foto: DPA, Karl-Josef Hildenbrand

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an eine Aktion von Fritz Schroth, dem Leiter der Gästehäuser Hohe Rhön in Haselbach. Vor einigen Jahren hatte er eine Leasing-Kuh ins Gespräch gebracht, um die Landwirtschaft zu unterstützen und Milch abzunehmen. So etwas gibt es natürlich am Landratsamt Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt nicht.

Aber seit der Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Naturschutzfragen wird stattdessen Biomilch von Landwirt Karl-Heinrich Weber aus Wülfershausen in den Sitzungen verwendet. Darauf verwies Landrat Thomas Habermann bei der Sitzung beider Ausschüsse am Montagnachmittag. Dies sei der nächste Schritt. Denn nachdem es bei der letzten Zusammenkunft des Kreistags schon nicht mehr Milch aus Plastikdöschen gab, sondern in offenen Kännchen, kam die Frage im Gremium nach Milch aus heimischer Landwirtschaft auf.

Abkochen der Milch ist vorgeschrieben

"Wir haben natürlich reagiert und heute nun Biomilch vom Landwirt Karl-Heinrich Weber aus Wülfershausen", freute sich Habermann. Diese wurde abgekocht, wie es Vorschrift ist. Landrat Thomas Habermann dankte in diesem Zusammenhang für den Hinweis der letzten Sitzung, den man nun sofort befolgt habe.

Das Abkochen sei gesetzlich vorgeschrieben, sagte der Landrat auf Nachfrage von Ruth Scheublein. Es sei natürlich Bürokratie, aber wenn im Einzelfall, zum Beispiel bei Schwangeren, bei nicht abgekochter Milch die Gesundheit darunter leidet, sei der Gesetzgeber eben tätig geworden, um dies zu verhindern.