Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: Recyclebares Papier für das Landratsamt

43 Paletten mit je 100 000 Stück Papier werden jährlich im Landratsamt und den landkreiseigenen Einrichtungen verbraucht (Symbolbild). Nun möchte der Landkreis auf recyclebares Papier umsteigen. Foto: DPA, Andreas Stauber

Als einen Baustein für das im Landkreis Rhön-Grabfeld angedachte Konzept "Klimaschutz und Artenvielfalt" sieht Landrat Thomas Habermann den Beitritt des Landkreises Rhön-Grabfeld zur "Allianz für Entwicklung und Klima". Diese kommt vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Überlegen sollte man dann aber auch, welche Projekte in Rhön-Grabfeld angestoßen werden und wie man das Konzept mit Leben erfüllt, fügte Kreisrat Thorsten Raschert (SPD) an.

Der Landrat sagte dazu, dass dies ein Projekt für die kommenden zehn Jahre sein wird. Keinesfalls sei es eine Aktion gegen die Autoindustrie oder Landwirte. All das seien langwierige Prozesse. Würde man sich der Allianz für Entwicklung und Klima anschließen, wäre das eine gute Sache. Kurz streifte er die Vorgaben und nannte die Weltgemeinschaft, die sich mit dem Übereinkommen von Paris dahin verständigte, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Allerdings würden die angekündigten nationalen Klimabeiträge der Weltgemeinschaft dafür nicht ausreichen. Die Allianz für Klimaentwicklung will dem entgegensteuern.

Landkreis soll für die Allianz werben

Wichtig seien die politische Unterstützung und Orientierungsleistungen für die Mitglieder der Allianz. Letztendlich seien Partnerschaften notwendig. Dazu gehörte die Werbung für die Ziele der Allianz und dass die Landkreise, in diesem Fall Rhön-Grabfeld, auf die Mitgliedschaft in der Allianz verweisen. Außerdem soll er über die Aktivitäten, die mit den Zielen der gemeinschaftlichen Agenda zusammen hängen, berichten. Der Ausschuss für Umwelt- und Naturschutzfragen befürwortete einstimmig den Beitritt und gab damit eine Empfehlung an den Kreistag, die Beitrittserklärung abzugeben.

Zur Zeit wird am Landratsamt und in den landkreiseigenen Einrichtungen kein recyclebares Papier verwendet, berichtete Michael Eisenmann. Er ist zuständig für die zentrale Beschaffung von Kopierpapier. Pro Jahr benötige man 43 Paletten mit je 100 000 Stück Papier. Landrat Thomas Habermann erklärte dazu, dass man das Thema bereits vor einigen Jahren schon einmal besprochen hatte. Damals war das umweltfreundliche Papier aber grau und hätte enorm viel schwarze Farbe beim Drucken benötigt.

Nun will man auf umweltfreundliches Papier umsteigen, das zu einhundert Prozent aus Altpapier hergestellt wird. Wichtig sei es aber auch, dass Dokumente, die auf diesem Papier gedruckt werden, über Jahre gelagert werden können. Das werde oftmals vorgeschrieben. "Nicht alles kann digitalisiert werden", sagte Michael Eisenmann. Außerdem spare man natürlich Papier, wo es möglich ist.