Hollstadt

TSV Hollstadt: Neues Vereinsheim wurde zu einem Schmuckstück

Pfarrer Leo Brand segnete die Räumlichkeiten im neuen Vereinsheim des TSV Hollstadt. Im Bild zu sehen ist die Vereinsgaststätte. Foto: Heiko Rebhan

Es ist ein echtes Schmuckstück geworden: Das neue Vereinsheim des TSV Hollstadt, das am vergangenen Samstagabend von Pfarrer Leo Brand eingeweiht wurde. Nach der geistlichen Nahrung durch den Festgottesdienst konnten die Anwesenden bei Freibier ihren Durst stillen.

2016 wurde die Idee zum Neubau geboren. Die Klärung der Zuschussmöglichkeiten zog sich dann aber in die Länge. Schließlich erhielt der Verein Zuschüsse aus der Sonderförderung "Sportstättenbau in Regionen mit erhöhtem Förderbedarf". Im März 2020 war es dann so weit: Es erfolgte der Spatenstich, nachdem bereits vor sechs Jahren die Halle nebenan ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Gaststätte soll nun belebt werden

Wie Egon Stuhl, einer von drei TSV-Vorsitzenden, betonte, liege der Fokus nun darauf, dass die Gaststätte "Gästeblock - 9zehn24" belebt werde. Der skurrile Name der Gaststätte erinnert an das Gründungsjahr des Sportvereins, der 1924 aus der Taufe gehoben wurde. Die Gaststätte ist freitags und samstags am Abend und sonntags ab Mittag geöffnet.

So sieht das neue Vereinsheim des TSV Hollstadt von Außen aus.  Foto: Heiko Rebhan

Darüber hinaus ist die Vereinsgaststätte an den beiden ersten Mittwochen des Monats geöffnet. Hier kann man sich so richtig wohlfühlen. Hier können etwa die Siege der Fußballer gefeiert oder die Niederlagen entsprechend verdaut werden. Wie jeder Verein durchlebte auch der TSV Hollstadt in seiner Geschichte Höhen und Tiefen. Zu den Highlights gehörte die langjährige Bezirksliga-Zugehörigkeit der Fußballer.

Großen Anteil am Neubau des Vereinsheims hatte Geschäftsführer Dietmar Werner, dem die Leitung des Baues oblag. Nun müssen noch die Außenanlagen gestaltet werden. Und schon jetzt zeichnet sich ein gelungener Gebäudekomplex aus Halle und Vereinsheim ab.

Kegelbahn soll auch für Hobbykegler attraktiver werden

Ein Hingucker ist auch die Erweiterung der Kegelbahn, die nun in den schwarz-gelben Vereinsfarben gehalten ist. Wie Kegel-Spartenleiterin Rebecca Klüspies unterstrich, sei die Kegelbahn durch LED-Lichtleisten und Discokugel auch für Hobbykegler attraktiver gemacht worden. Durch die neue Decke und die neue Farbgestaltung entspricht die Kegelbahn dem modernen Zeitgeist. Die Anlage soll nun noch mehr genutzt werden. Derzeit hat der TSV vier Herrenteams und eine Damenmannschaft im Kegelspielbetrieb. Eine Jugendmannschaft soll nach den Worten von Klüspies wieder aufgebaut werden. Sehenswert sind auch die neuen Umkleidekabinen und Duschen.

Spartenleiterin Rebecca Klüspies stellte den Anbau der Kegelbahn vor. Foto: Heiko Rebhan

Der Bau des neuen Vereinsheims unterstreicht auch den dörflichen Zusammenhalt. Denn die Mitglieder packten kräftig mit an, sodass stolze 7000 Stunden an Eigenleistung erreicht wurden. "Wir sind stolz, haben aber auch lange gekämpft", so Egon Stuhl. Sein Kollege Klaus Greier, der wie Stuhl und Fabian Dietrich zum Vorstandstrio gehört, hatte mit weniger Eigenleistung gerechnet, umso erfreuter ist er über den Zusammenhalt der TSV-Mitglieder.

Unterschiedliche Palette an Sportarten

Beim 562 Mitglieder zählenden TSV Hollstadt lohnt es sich, Sport zu treiben. Schließlich kann man hier eine ganze Reihe von unterschiedlichsten Sportarten betreiben. So zählen zum Indoorsportbereich Aerobic, Energy Dance, Yoga, Senioren- und Kinderfitness sowie Trampolinfitness. Leichtathletik, Radfahren und Fußball zählen zum Outdoorbereich. Darüber hinaus umfasst der TSV die Sportarten Volleyball, Tischtennis, Kegeln, Badminton sowie die beliebte Tanzsportgarde. Für seine Verdienste wurde der Verein auf der jüngsten Mitgliederversammlung mit der Silbernen Raute ausgezeichnet.

Die Einweihung des neuen Vereinsheims erfolgte im Rahmen eines von Pfarrer Leo Brand zelebrierten Festgottesdienstes. Dieser hob in seiner Predigt hervor, dass sich in der neuen Anlage die Gemeinschaft von Jung und Alt ereigne. "Gerade in dieser Anlage dürfen wir die Spuren Gottes erkennen und wahrnehmen", so der Geistliche. Der Sport sei ein Geschenk, das unser Leben erst ausmache.

TSV-Vorsitzender Klaus Greier dankte dem Pfarrer für die Segnung der Räume und den Hollschter Musikanten für die feierliche Umrahmung des in der Halle durchgeführten Gottesdienstes. Ein besonderer Dank galt Anneliese Schneyer für die Vorbereitungen.