Oberweißenbrunn

Sommerserie: Aufgewachsen in einem Schneeloch

Welchen Ort überquerte das Flugzeug, nachdem es in Oberweißenbrunn Richtung Südosten abgedreht und parallel zur Brend weitergeflogen ist? Foto: Eckhard Heise

Die zahlreichen richtigen Lösungen bestätigen, dass am Dienstag die Aufgabe in unserem Sommerrätsel "Der Landkreis Rhön-Grabfeld aus der Luft" nicht übermäßig schwer gewesen ist. Die Umgehungsstraße ließ sich recht gut zuordnen, sodass Oberweißenbrunn durchaus zu identifizieren war.

Das Dorf hat gerade im vergangenen Winter seinem Ruf als Schneeloch alle Ehre gemacht, erzählt Nicole Tönjann. Doch war das vergebene Mühe, weil bekanntlich die Lifte nicht laufen durften und sie selbst mehr dem Wandern als dem Wintersport zugetan ist. Dabei ist der Sport im Schnee – allein schon durch die Liftanlage - eigentlich das große Thema im Dorf, versichert die Oberweißenbrunnerin.

Eine herrliche Landschaft findet sich um Oberweißenbrunn herum, ein lauschiges Plätzchen kennt Nicole Tönjann aber auch mitten im Ort. Foto: Eckhard Heise

Olympiateilnahme von René Sommerfeldt als Höhepunkt

Die besten Zeiten des WSV Oberweißenbrunn liegen allerdings in der Vergangenheit und hatten mit der Olympiateilnahme von René Sommerfeldt Ende der 90er Jahre ihren Höhepunkt. Sie selbst kann sich gut daran erinnern, wie sie als Kind auf Strohsäcken den Arnsberg herunter gerutscht ist. Wegen des Schneemangels in den vergangenen Jahren habe das Interesse am Skifahren aber allgemein stark nachgelassen, "früher kamen die Leute von weit her".

Heute ist mehr das Wandern ansagt. Mehrere Wanderwege kreuzen sich in Oberweißenbrunn und führen in die Hochrhön. Darüber hinaus gehen Radwege zum Fuldatal, zum Sinntal nach Bad Brückenau und ins Brendtal nach Bad Neustadt. Damit ist ihrer Meinung nach auch der Fremdenverkehr angestiegen. Nur der Bau der Umgehungsstraße habe der heimischen Gastronomie geschadet, während die Einwohner die Verlagerung des starken Verkehrs als Segen empfänden. "Jetzt können die Kinder auf der Straße spielen, früher kamst du kaum von einer Seite zur anderen".

Nicole Tönjann würde ihr Dorf nie verlassen

Durch den Bau sei es im Dorf viel ruhiger geworden, dafür gibt es ein reges Vereinsleben. Verschiedene Gruppen treffen sich im Dorfgemeinschaftshaus oder im Haus der Begegnung. Sie selbst ist in mehreren Vereinen aktiv. Darüber hinaus gibt es einen Dorfladen, noch eine Wirtschaft und mehrere Biobauern mit Direktvermarktung. Leerstand gibt es nicht, aber auch kein Bauland, was jüngere Leute zum Abwandern zwinge.

Sie selbst würde Oberweißenbrunn niemals verlassen, auch störe sie das raue Klima nicht. "So eine Landschaft vor der Tür – wer hat das schon?". Gerade während der Pandemie sei ihr dieser Umstand bewusst geworden und sie habe ihre Heimat erst richtig zu schätzen gelernt.

Das neue Rätsel

Auch das Dorf, das bei unserer heutigen Aufgabe gesucht wird, liegt in einer abwechslungsreichen Landschaft, wie gut auf dem Foto zu erkennen ist. Um die Aufnahme zu machen, ist Pilot Patrick Schelenz vom Bad Neustädter Aeroclub in Oberweißenbrunn nach Südosten abgedreht und ein Stück parallel zur Brend entlang geflogen. Ein paar Kilometer vor der Mündung war das Ziel zu sehen. Welchen Ort hatte die Sportmaschine wohl unter sich?

Wissen Sie es? Dann schicken sie ihre Antwort bitte per E-Mail an: redaktion.rhoen-grabfeld@mainpost.de (Einsendeschluss ist Montag, 6. September, 23.30 Uhr) oder als Postkarte an Main-Post, Industriestraße 8, 97616 Bad Neustadt (Einsendeschluss: Montag, 6. September). Unter allen Teilnehmern verlosen wir am Ende der Sommerserie drei Preise, die als Gutscheine ausgegeben werden. 1. Preis Amazon, Wert 35 Euro; 2. Preis Tchibo, Wert 35 Euro, 3. Preis Rossmann, Wert 30 Euro.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung des Preises nicht möglich.