Wollbach

Schüler geben Tipps für den Wollbacher Spielplatz

Bürgermeister Thomas Bruckmüller informierte die Viertklässler über seine Arbeit als Ortsoberhaupt. Die Mädchen und Jungen durften dabei auch ihre Vorstellungen und Wünsche zur Spielplatzplanung vorbringen. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Wenn es um die Ausstattung von öffentlichen Kinderspielplätzen geht, entscheiden üblicherweise Bürgermeister und Gemeinde-/Stadtrat, was im einzelnen gekauft und angeschafft wird. Warum nicht einmal die Benutzer selbst fragen, welche Spielgeräte sie am liebsten hätten? In Wollbach beschritt man nun erstmals diesen Weg und bezog die Kinder in die Neugestaltung des Kinderspielplatzes in der Kirchstraße mit ein.

Da passte es ja, dass in der 4. Klasse der Grundschule Hollstadt-Wollbach gerade das Thema "Gemeinde" im Heimat- und Sachunterricht auf dem Lehrplan stand. Schulleiterin und Klasslehrerin Sabina Urban freute sich, dass sich Wollbachs Bürgermeister Thomas Bruckmüller die Zeit genommen hatte, persönlich zu einer Schulstunde zu kommen. Doch er berichtete dabei den Mädchen und Jungen nicht nur über seinen Arbeitsalltag als Ortsoberhaupt im Wollbacher Rathaus. Er hatte auch gleich praktische Arbeit für die Kinder mitgebracht. Sie sollten als "junge Experten" über die Planung des Kinderspielplatzes mitbestimmen. Dazu breitete er die Planunterlagen eines Spielgeräteherstellers und verschiedene Kataloge von Spielplatzgeräteanbietern aus, auf die sich die Schüler mit Feuereifer stürzten.  

Spielgeräte wurden abgebaut

Den Spielplatz an der Kirchstraße gibt es schon seit vielen Jahren. Und in die Jahre gekommen sind auch die dortigen Spielgeräte. Da sie teilweise marode waren und auch einige nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entsprachen, wurden sie inzwischen abgebaut. Zugleich wurde im Ratsgremium der Beschluss gefasst, das zentral gelegene und sehr beliebte Spielgelände neu zu bestücken.

Dass die Kinder bei der Entscheidung mit einbezogen werden, erfüllte den Nachwuchs mit Stolz. Beim Betrachten des Plans bekamen sie leuchtende Augen. Rasch entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Auswahl der verschiedenen Spielgeräte. Natürlich wichen die Vorstellungen der Mädchen und Jungen gehörig von dem finanziellen Budget ab, das dem Bürgermeister und der Gemeinde zur Verfügung steht.

Schnell wurde den Viertklässlern bei der Nennung der Preise durch den Bürgermeister klar, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Doch werden die Meinungen und Vorschläge der Kinder auf jeden Fall mit in die Beratungen des Gemeinderates im Rahmen der nächsten Gemeinderatssitzung  einfließen, versprach Thomas Bruckmüller. Die Schulkinder sind jedenfalls schon mächtig gespannt, welche Vorstellungen und Wünsche im nächsten Jahr dann auf dem Spielplatz umgesetzt werden.