Bad Neustadt

Rhön-Klinikum: Schmerztherapie in Klinik für Neurochirurgie wird ausgebaut

Dr. Rupert Reichart, Oberarzt und Leitender Arzt für Schmerztherapie in der Klinik für Neurochirurgie. Foto: Josefine Astl/Rhön-Klinikum Campus 

Seit dem 1. Januar 2020 ist die Klinik für Neurochirurgie Teil des Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt. Wie es in einer Mitteilung heißt, verstärkt ab sofort Schmerztherapeut und Neurochirurg Dr. Rupert Reichart das Team rund um Chefarzt Dr. Albrecht Waschke. Reichart verfügt über herausragende Kenntnisse im Bereich der Neuromodulation. Das heißt, er wendet therapeutische Verfahren - beispielsweise Rückenmarksstimulation und Schmerzpumpen - zur Behandlung schwerer chronischer Schmerzen an.

Der gebürtige Münchner und vierfache Vater ist seit 1997 Facharzt für Neurochirurgie. Zuletzt war Dr. Reichart Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie am Klinikum der FSU Jena. "Ich freue mich sehr, dass wir Dr. Reichart für unser Team gewinnen konnten. Mit ihm können wir unser Therapiespektrum, insbesondere im Bereich der Schmerztherapie, auf ein neues Level heben", sagt Dr. Albrecht Waschke.

Hirnstimulation etablieren

"Gemeinsam mit der Neurologischen Klinik am Campus möchten wir die tiefe Hirnstimulation etablieren sowie die stationäre und ambulante Schmerztherapie ausbauen", beschreibt Reichart sein Ziel. Die Technik der tiefen Hirnstimulation funktioniert ähnlich wie ein Herzschrittmacher. Mithilfe von Elektroden werden elektrische Impulse tief im Gehirn abgegeben, um die Symptome von Parkinson, Tremor und Schmerzerkrankten zu lindern.

Um eine ganzheitliche Diagnostik und Therapie sicherzustellen, arbeiten die Neurochirurgen am Campus eng mit den Experten anderer Fachdisziplinen zusammen, wie beispielsweise der Radiologie. Dort kommen laut der Mitteilung alle modernen Verfahren der digitalen Bildgebung und der minimalinvasiven radiologischen Interventionstherapie zum Einsatz. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen sei die bestmögliche Versorgung für den Patienten gewährleistet, heißt es abschließend.