Würzburg/Rhön-Grabfeld

Rhön-Grabfelder Politiker erhalten Verdienstmedaillen

In der Kommunalpolitik verdient gemacht. Besonders viele langjährige Mandatsträger, die mit der Kommunalen Verdienstmedaille ausgezeichnet wurden, kommen aus dem Streutal. Das Bild zeigt beispielhaft die Geehrten Gerhard Bach (Gemeinde Sondheim/Rhön), Ulrich Waldsachs (Ostheim), ... Foto: Angelika Cronauer/ Regierung von Unterfranken

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze werden Personen geehrt, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunale Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Zu einer Feierstunde waren elf verdiente Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld von Regierungspräsident Eugen Ehmann in die Neubaukirche nach Würzburg eingeladen worden, um mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet zu werden. 

Die Auszeichnung, die aus der Übergabe einer Medaille mit Urkunde und Anstecknadel besteht, verlief zwar unter strenger Einhaltung der Corona-Hygieneregeln, jedoch würdig für diesen besonderen Anlass. Die Neubaukirche bot hierzu einen sehr passenden Rahmen. So waren zur Auszeichnung der verdienten Mandatsträger der Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen neben den Ortsbürgermeistern auch die beiden Landräte Thomas Habermann und Thomas Bold gekommen sowie die Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner, Steffen Vogel und Gerald Pittner.

Ein dickes Fell ist nötig 

Regierungspräsident Eugen Ehmann dankte den zu Ehrenden für ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Kommunalpolitik. Die Auszeichnung sei eine staatliche Wertschätzung für das Geleistete. Nicht selten benötige man auf dem Bürgermeisterstuhl oder am Ratstisch ein dickes Fell. Ehmann bedankte sich auch bei den (Ehe-)Partnern, die das segensreiche Wirken für das Gemeinwohl stets im Hintergrund unterstützen. Zum Abschluss des Festakts erhoben sich alle von den Plätzen, um der Bayernhymne und der Nationalhymne zu lauschen.

Die Preisträger aus Rhön-Grabfeld:

Ulrich Waldsachs (Ostheim): Ulrich Waldsachs bekleidete in den vergangenen zwölf Jahren, zwischen 2008 und 2020, das Amt des Ersten Bürgermeisters der Stadt Ostheim. Zuvor gehörte er von 1996 bis 2008 dem Stadtrat an. Als Mitglied des Kreistags Rhön-Grabfeld seit 2008 bleibt er der Kommunalpolitik im Landkreis weiterhin erhalten.

Gerhard Bach (Sondheim/Rhön): Gerhard Bach hat sich zwischen 1984 und 2020 insgesamt 36 Jahre als Gemeinderat um das Wohl der Gemeinde Sondheim/Rhön verdient gemacht. Besondere Verantwortung übernahm er von 1990 bis 1996 in seiner Zeit als dritter Bürgermeister der Gemeinde.

Dietmar Zink (Sondheim/Rhön): Dietmar Zink ist bereits seit 1984 Mitglied des Gemeinderats und wurde in diesem Jahr zum siebten Mal in dieses Gremium gewählt. Seit 1996, also bereits seit 24 Jahren, übt er das Amt des zweiten Bürgermeisters der Gemeinde aus. Besonders verdient gemacht hat er sich in den vergangenen Jahrzehnten um die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ortsteilen Stetten und Sondheim.

Martin Link (Stockheim): Martin Link lenkt seit 2008 als Erster Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Stockheim und befindet sich nach der Kommunalwahl im Frühjahr nun in seiner dritten Amtszeit. Zwischen 1996 und 2008 gehörte er bereits dem Gemeinderat Stockheim an.

Wolfgang Geisler (Unsleben): Wolfgang Geisler engagierte sich von 2008 bis 2020 als zweiter Bürgermeister der Gemeinde Unsleben. Insgesamt war er zwischen 1996 und 2020 für 24 Jahre Mitglied des Gemeinderats Unsleben.

Reimund Voß (Willmars): Reimund Voß gestaltet seit 2002 als Erster Bürgermeister die Kommunalpolitik der Gemeinde Willmars maßgeblich mit und wird dies nach seiner erfolgreichen Wiederwahl in diesem Jahr auch weiterhin tun können. Zuvor gehörte er zwischen 1999 und 2002 dem Gemeinderat an.

Philipp Sebald (Bad Königshofen): Philipp Sebald war insgesamt 36 Jahre im kommunalpolitischen Bereich aktiv. Nach einer Wahlperiode im Gemeinderat Kirchlauter von 1984 bis 1990 und als Ortssprecher des Stadtteils Eyershausen von 1990 bis 1996 fand er 1996 seinen festen Platz im Stadtrat von Bad Königshofen, den er bis zu seinem Ausscheiden in diesem Jahr innehatte. Höhepunkt seiner 24-jährigen Mitgliedschaft im Stadtrat war seine Amtszeit als zweiter Bürgermeister zwischen 2014 und 2020.

Annemarie Zeisner (Bad Neustadt): Annemarie Zeisner engagiert sich seit 1996 als Stadträtin für die Stadt Bad Neustadt. Gleich zu Beginn ihres kommunalpolitischen Wirkens übernahm sie als zweite Bürgermeisterin besondere Verantwortung. Dieses Amt übte sie 18 Jahre lang bis 2014 aus. Seit 2002 ist sie zudem Mitglied des Kreistags Rhön-Grabfeld, dem sie nach ihrer Wiederwahl in diesem Jahr auch weiterhin erhalten bleibt.

Alfred Kaiser (Hendungen): Alfred Kaiser gehört seit 1990 dem Gemeinderat Hendungen an und wurde 2020 erneut in dieses Gremium gewählt. Er engagiert sich seit 2008 zudem als zweiter Bürgermeister der Gemeinde und hat in dieser Funktion bereits für einen längeren Zeitraum die Vertretung des Ersten Bürgermeisters übernommen.

Matthias Liebst (Oberstreu): Matthias Liebst engagierte sich in den vergangenen 30 Jahren kommunalpolitisch in der Gemeinde Oberstreu. Er gehörte ab 1990 dem Gemeinderat an, von dem er für die Zeit zwischen 2002 und 2008 zum zweiten Bürgermeister gewählt wurde. Von 2008 bis 2020 übte er das Amt des Ersten Bürgermeisters der Gemeinde aus. Weiterhin aktiv ist er als Mitglied des Kreistags Rhön-Grabfeld, dem er seit 2014 angehört.

Michael Türk (Oberstreu): Michael Türk war zwischen 1996 und 2020 Mitglied des Gemeinderats Oberstreu. Besonderes Engagement für die Gemeinde zeigte er in seiner Zeit als zweiter Bürgermeister von 2008 bis 2020.

Anmerkung: Leider waren von der Veranstaltung keine Bilder verfügbar, auf denen alle ausgezeichneten Kommunalpolitiker aus unserem Landkreis gemeinsam zu sehen sind. 

Auf dem Bild sind zu sehen (von links) Regierungspräsident Eugen Ehmann, Oberstreus Bürgermeister Stefan Kießner, Heidrun Kaiser, Hendungens Bürgermeister Florian Liening-Ewert, Alfred Kaiser, Matthias Liebst, Stockheims Bürgermeister Martin Link, Otto Müller, Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Michael Türk, Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner und Landrat Thomas Habermann. Foto: Angelika Cronauer/ Regierung von Unterfranken