Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: Corona-Virus macht an Weihnachten keine Pause

Jetzt auch von außen gut erkennbar: das Impfzentrum in der ehemaligen Kreisklinik von Bad Neustadt. Foto: Sigrid Brunner

Das Virus Sars Cov 2 legt erwartungsgemäß auch über Weihnachten keine Pause ein. Und so vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI) auch an Heiligabend, am 1. Weihnachtsfeiertag und am Sonntag wieder neue Infektionen. Demnach wurden dem Berliner Institut am 24. Dezember (Stand 0 Uhr) 37, am 25. Dezember, O Uhr, 15 neue Infektionsfälle aus Rhön und Grabfeld gemeldet. Das sind deutlich weniger als am 23. Dezember, als mit 67 Fällen ein neuer Negativrekord zu verzeichnen war.

Am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, wurde keine Infektionsfälle gemeldet. Das hat leider wenig Bedeutung. So verweist das RKI auf seiner Homepage darauf, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten sei, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen und dadurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt würden. Dies führe dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet würden.

Am Sonntag (27. Dezember, Stand 0 Uhr) wurden dann wieder  acht Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt haben sich demnach im Landkreis seit Beginn der Pandemie bislang 1356 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Wie das Intensiv-Register vermeldet befanden sich am Sonntag (Stand 9 Uhr) 25 Corona-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung auf dem Campus. Einer davon wird invasiv beatmet. Von den 135 Intensivbetten auf dem Klinikberg sind derzeit 123 belegt.

Eine schlechte Nachricht meldete das Landratsamt über Weihnachten. Es gibt erneut zwei Todesfälle in Zusammenhang mit Corona zu beklagen. Damit sind bisher 20 Menschen im Landkreis der Pandemie zum Opfer gefallen.

7-Tage-Inzidenz sinkt auf 182,1

Die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis ist den aktuellen Zahlen zufolge über die Feiertage insgesamt gesunken, sie lag am Sonntag bei 182.1 nach 180,8 am 26. Dezember sowie 203,4 und 214,7 an den Tagen zuvor. Und so sah es Sonntag laut RKI in den angrenzenden Landkreisen aus: Schweinfurt 114,3, Haßberge 174,2, Hildburghausen 300,6, Schmalkalden-Meiningen 189,7 , Fulda 238,4 und Bad Kissingen 208,3. Die hohe Zahl in Bad Kissingen rührt daher, dass nur am Sonntag 77 neue Fälle gemeldet wurden. Alleine im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Münnerstadt sind 51 Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv auf COVID-19 getestet. Die Bewohner wurden umgehend isoliert, die Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Isolation.

Inzwischen werden immer häufiger Fragen nach den Impfungen gestellt. Impfort für die Allgemeinheit wird zunächst das Impfzentrum im Erdgeschoss der ehemaligen Kreisklinik in der Goethestraße 9 in Bad Neustadt sein. Wie das Landratsamt per facebook erklärt, wird über die Möglichkeit der Terminvereinbarungen informiert, sobald feststeht, ab wann geimpft werden kann. Wichtig dabei ist, dass ohne vorherige Terminvereinbarung keine Impfung möglich ist.

Neue Hotline ab Montag

Wie wird die Durchführung der Impfung ausschehen? Vorab müssen die Impfwilligen telefonisch einen Termin über die Impfhotline vereinbaren. An dem Tag der Impfung selbst, so heißt vom Landratsamt weiter, werde zunächst eine ausführliche Beratung und Aufklärung durch einen Arzt erfolgen. Erst nach Feststellung der Impffähigkeit durch den Arzt werde geimpft. Wie berichtet, plant man am Impfzentrum rund 300 Impfungen pro Tag.

Um allgemeine Frage zur Impfung beantworten zu können, wurde eine lokale Impfhotline im Impfzentrums Rhön-Grabfeld eingerichtet. Sie steht ab Montag, 28. Dezember, zur Verfügung. Zu erreichen ist die neue Hotline zunächst von Montag bis Freitag jeweils zwischen 9 und 15 Uhr unter der Telefonnummer (09771) 63 52 50. Wichtig ist allerdings, dass aktuell noch keine Termine zur Impfung vereinbart werden können.