Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: 62 Personen aktuell infiziert

Viele Tests wurden in den vergangenen Tagen (Symboldbild) auch in Rhön-Grabfeld durchgeführt, um das Ausbreiten des Coronavirus zu verhindern.  Foto: Bernat Armangue

Wie das Landratsamt Rhön-Grabfeld am Mittwoch-Nachmittag mitteilt, hat sich die Zahl der aktuell im Landkreis infizierten Personen auf 62 erhöht. Vier Patienten befinden sich aktuell in stationärer Behandlung. Die Testungen der letzten Tage haben ergeben, dass sich mehrere Infektionen auf ein Wohnheim in Mellrichstadt konzentrieren, heißt es in der Mitteilung.

Wohin bewegt sich der Inzidenzwert?

Laut Landratsamt konnten dort alle Kontaktketten nachvollzogen werden, so dass umfassende Tests veranlasst wurden, deren Ergebnisse bereits vorliegen. Die betroffenen Personen seien informiert und befänden sich in häuslicher Quarantäne, beziehungsweise in stationärer, nicht-intensivmedizinischer Betreuung.

Genau hinschauen muss man aber bei der Pressemeldung der Behörde, was den Sieben-Tage-Inzidenzwert betrifft. Der wird mit 40,2 angegeben. Damit ist aber der Stand von Mittwoch, 8 Uhr morgens, abgebildet. Laut Landrat Thomas Habermann wird dieser Wert vom Robert-Koch-Institut jeden Morgen herausgegeben. Er zählt dann für einen Tag. Nimmt man nun aber die rechnerisch 14 zusätzlichen Patienten (am Dienstag hatte die Infiziertenzahl 48 betragen) hinzu, wird sich der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis wieder der 50er-Marke annähern, wenn das RKI die neuen Zahlen am Donnerstag veröffentlicht.

Sport grundsätzlich möglich

In der Pressemitteilung gibt es auch Hinweise zu Sportveranstaltungen. Demnach seien Spiele im Amateurbereich grundsätzlich unter den aktuellen Rahmenbedingungen möglich. Für sämtliche Sportveranstaltungen müsse der jeweilige Veranstalter jedoch ein schlüssiges Hygienekonzept vorlegen und für dessen Einhaltung sorgen. Unterdessen hat das Bauamt der Kreisbehörde auch damit begonnen, die eigenen Sporthallen auf den Stand der Lüftungstechnik zu überprüfen. Für einen coronabedingt angezeigten Austausch gebe es momentan Fördermöglichkeiten vom Bund, erläuterte der Landrat.