Niederlauer

Niederlauer: Der Verkehr kann nun über die Entlastungsspange fließen

Auf das Kommando von Niederlauers Bürgermeister Holger Schmitt wurde das symbolische Band durchtrennt und die Entlastungsspange „Ober der Brücke II“ für den Verkehr frei gegeben. Auf dem Bild sind von links Gabi Schmitt (ehemalige dritte Bürgermeisterin von Niederlauer), Richard ... Foto: Andreas Sietz

Ein lange gehegter Wunsch der Niederläurer Bevölkerung und der Gewerbetreibenden im Gewerbegebiet „Ober der Brücke II“ ist nun Realität geworden. Die Entlastungsspange wurde für den Verkehr im Rahmen einer kleinen Feierstunde frei gegeben. "Mit dem Bau der Entlastungsspange zum Gewerbegebiet mit Anschluss an die Staatsstraße 2445 in der Gemeinde Niederlauer wird die Verkehrsbelastung der Bevölkerung im angrenzenden Wohngebiet durch an- und abfahrende Fahrzeuge erheblich minimiert und die Wohnqualität steigt somit wieder", so Bürgermeister Holger Schmitt.

Er konnte das von seinem Amtsvorgänger  Richard Knaier in die Wege gebrachte Projekt nun umsetzen. Erste Gedanken zu dieser bedeutsamen Baumaßnahme waren bereits 1999 mit der Schaffung des Gewerbegebietes „Ober der Brücke II“ aufgekommen, führte Schmitt weiter aus. Anfang März 2020 wurde dann mit dem Bau der Entlastungsspange begonnen. Zur Fertigstellung der Maßnahme mussten rund 5000 Kubikmeter Erde bewegt werden. Für Leitungsgräben fielen nochmals 2000 Kubikmeter Erdaushub an.

Staatliche Zuschüsse ermöglichten die Finanzierung

8700 Quadratmeter neue Asphaltfläche entstand. Die Landschaftsarbeiten sollen im Herbst folgen. Vorgesehen seien oberhalb der Böschung entlang des Radweges vor allem Obstgehölze, so das Gemeindeoberhaupt. Schmitt fügte an, dass die Bauarbeiten, die durch die Firma Stolz ausgeführt wurden, dank der günstigen Wetterverhältnisse und der guten Zusammenarbeit aller involvierten Behörden und Firmen schneller fertig gestellt werden konnten als geplant.

Die zu erwartenden Gesamtkosten liegen bei rund 1,7 Millionen Euro, reine Baukosten wurden mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Seitens der Regierung von Unterfranken wurden 800 000 Euro Fördergelder in Aussicht gestellt. "Ohne diese staatliche Finanzspritze wäre die Entlastungsspange nicht realisierbar gewesen", so Bürgermeister Holger Schmitt.

Seit Donnerstag, 3. September, ist die Entlastungsspange in das Niederläurer Gewerbegebiet nach sechsmonatiger Bauzeit fertig gestellt. Der Lieferverkehr kann sein Ziel nun leichter erreichen. Foto: Andreas Sietz

Habermann wünscht sich mehr Kreisel statt Ampeln

Landrat Thomas Habermann bemerkte, dass es immer ein gutes Zeichen sei, wenn eine Straße gebaut wird und an dieser Stelle sei diese für alle Anwohner und Gewerbetreibende längst überfällig gewesen. In seiner Ansprache fügte er an, dass man im Straßenbauwesen immer mehr auf Kreisverkehre als Ampelanlagen setze - der Umwelt zuliebe. So stellt er sich irgendwann an der neuen Kreuzung einen Kreisverkehr vor. Ebenso an der „Opti-Kreuzung“ oder an der in Richtung Unterebersbach.

Habermanns Appell „immer vorsichtig zu fahren“ unterstrich auch der Behördenleiter des staatlichen Bauamtes Schweinfurt, Dr. Michael Fuchs. „Die Entlastungsspange ist eine Investition für die Zukunft und somit eine gute und gelungene Sache“, so Fuchs. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Land, Kreis und Kommune. E-Autos und E-Bikes seien die neuen Herausforderungen für das Bauamt und so fand auch der Radweg neben dem Zubringer seinen Raum. Nachdem nach gutem alten Brauch gemeinsam das Band durchtrennt und die Strecke offiziell für den Verkehr frei gegeben wurde, stieß man mit einem Gläschen Sekt auf das gelungene Projekt an.