Bad Neustadt

Landkreis: Reiserückkehrer sorgen für fünf neue Corona-Fälle

Seit Montag sind im Landkreis fünf neue Fälle von Corona aufgetreten. Dies hängt auch mit den Reiserückkehrern (Symbolfoto) zusammen. Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist auch im Landkreis Rhön-Grabfeld wieder stärker angestiegen. Derzeit (Stand: Freitag, 14. August, 8 Uhr) sind im Landkreis sieben Personen mit dem Coronavirus infiziert. Dies meldet das Landratsamt in seinem neuesten Statusupdate. Somit sind seit der letzten Meldung von Montag, 10. August, fünf neue Fälle zu verzeichnen - der höchste Anstieg seit Ende April.

Zu den fünf neuen Fällen kommen 194 Personen hinzu, die als genesen aus der Quarantäne entlassen wurden. Weiterhin sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus acht Todesfälle zu beklagen. Insgesamt sind damit im Landkreis Rhön-Grabfeld nun 209 Infektionen bestätigt.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 6,27

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner, liegt in Rhön-Grabfeld derzeit (Stand: Samstag, 15. August, 8 Uhr) laut des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit bei 6,27. Überschreitet in Bayern diese Inzidenz in einem Landkreis den Wert von 35, so wird das Infektionsgeschehen genau analysiert, es werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet und das Gesundheitsministerium informiert. Steigt der Wert gar über 50, muss ein Beschränkungskonzept vorgelegt werden. 

Allgemein mehr Tests als zuletzt

Die Pressesprecherin des Landratsamtes, Sophia Mohr, informierte auf Nachfrage dieser Redaktion, dass der Anstieg der Coronafälle im Landkreis vor allem an den Reiserückkehrern liege. Außerdem würden vermehrt Testungen in Anspruch genommen und Kontaktpersonen der Infizierten verstärkt auf eine Erkrankung hin untersucht.

Bis zum 1. Juli war die Teststrategie in Bayern noch eine andere. Personen sind nur dann getestet worden, wenn sie Kontakt mit einem nachweislich positiv Getesteten hatten, aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehrten oder über coronatypische Krankheitssymptome klagten. Nun ist ein freiwilliger Test auch ohne Symptome möglich.

Wie die Sprecherin des Landratsamtes weiter mitteilte, würden die positiv Getesteten direkt von den Betreibern der Teststationen informiert. Die Landratsämter erhalten von den Testlaboren den Namen der Erkrankten mitgeteilt.

Am meisten Infizierte zwischen 35 und 59 Jahren

Blickt man auf die Übersicht des Robert-Koch-Institutes (RKI), welches täglich die Infiziertenzahlen von allen Gesundsheitsämtern des Landes erhält, ist in Rhön-Grabfeld (Stand: Freitag, 14. August, 0 Uhr) bislang die Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen am stärksten vom Coronavirus betroffen. In dieser Kategorie gibt es 41 männliche und 40 weibliche Infizierte. Dahinter folgen die 15- bis 34-Jährigen. Auch gibt es laut RKI insgesamt vier Coronafälle bei Kleinkindern im Alter zwischen 0 und 4 Jahren.